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2004-05-16 17:58:31 - ks
DTM: Start-Ziel Sieg für Mattias Ekström in Italien

Zu Beginn stand Ekström unter Druck, dann konnte er sich absetzen
Mattias Ekström hat mit seinem Audi A4 DTM souverän den dritten Lauf der DTM-Saison 2004 auf dem Adria International Raceway gewonnen. Der Schwede verwies Mercedes-Pilot Christijan Albers nach 47 Runden auf dem 2,702 Kilometer langen Rennkurs auf Position zwei. Der Abstand zwischen beiden betrug im Ziel 3,1 Sekunden. Dritter mit einem Rückstand von 10,1 Sekunden auf den Sieger wurde der ehemalige Formel-1-Pilot Jean Alesi (AMG-Mercedes C-Klasse). In Schlagdistanz zu den ersten drei überquerten Mercedes-Fahrer Gary Paffett und Timo Scheider im Opel Vectra GTS V8 die Ziellinie.

Motorsport der Extraklasse boten auch der vierfache DTM-Champion Bernd Schneider (Mercedes) und der Formel-1-Vizeweltmeister von 1997, Heinz-Harald Frentzen (Opel). Acht Runden lang verteidigte DTM-Neuzugang Frentzen seinen elften Platz gegen den DTM-Rekordmeister, ehe ihn Schneider in Runde 38 schließlich doch überholte. „Das war ein wunderbares Duell mit Bernd. Wenn es so fair zugeht, macht Tourenwagenfahren richtig Spaß“, sagte Heinz-Harald Frentzen.

Vor dem vierten Lauf der DTM auf dem Eurospeedway Lausitz in drei Wochen führen die Youngsters der DTM die Gesamtwertung an. Der 25-jährige Christijan Albers liegt mit 26 Punkten an der Spitze. Zweiter ist der gleichaltrige Mattias Ekström (24 Punkte), dritter Gary Paffett (23 Jahre, 15 Punkte), und auf Position vier liegt der 22-jährige Martin Tomczyk (elf Punkte).

„Zehn Runden vor Schluss habe ich gedacht, wenn alles klar geht, fährst du den Sieg nach Hause“, sagte Mattias Ekström. „Aber ab drei Runden vor Ende des Rennens habe ich ständig ins Auto gehört, ob etwas kaputt ist. Ich bin super glücklich über den ersten Sieg in dieser Saison, da ich seit Zandvoort 2002 nicht mehr ganz oben auf dem Podium stand. Es war ein perfektes Rennen. Vom Start, über Boxenstopp, Strategie und Zieldurchfahrt hat alles gepasst.“ Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich: „Wir sind glücklich und stolz, bereits das dritte Rennen nach unserem Werkscomeback gewonnen zu haben, denn so etwas ist bei dem hohen Niveau der DTM keinesfalls selbstverständlich. Ganz besonders stolz kann Mattias auf sich sein. Sein Erfolg hier in Adria ist auch eine große Motivation für das gesamte Team.“

„Wir haben heute das Maximale erreicht. Mit etwas Glück wäre sogar ein Sieg drin gewesen“, fasst der zweitplatzierte Christijan Albers das Rennen zusammen. „Ich bin zufrieden, da ich nach wie vor in der Meisterschaft führe.“

Mercedes-Benz Motorsportchef Norbert Haug: „Gratulation an Mattias und das Abt-Team. Es war sehr eng heute. Drei unserer Autos sind auf die Plätze zwei bis vier gefahren, und Bernd Schneider ist die schnellste Rennrunde gelungen. Mit dieser Leistung bin ich sehr zufrieden. Auch Stefan Mücke und das Persson-Team haben einen tollen Job gemacht, denn wenn man mit einem Vorjahresauto Siebter wird, ist das wie ein Sieg mit einem neuen Auto. Ich bin überzeugt, dass wir eine großartige Saison vor uns haben mit vielen tollen Zweikämpfen.“ Lokalheld Jean Alesi: „Das war ein sehr hartes Rennen. Nach dem ersten Boxenstopp hatte ich Problem mit dem Bremspedal und habe deshalb Christijan vorbei gelassen. Insofern bin ich mit dem dritten Platz mehr als zufrieden.“

„Ich bin zufrieden, denn ich habe mich in den ersten drei Rennen der neuen Saison von mal zu mal verbessert”, zog der fünftplatzierte Opel-Pilot Timo Scheider Bilanz. „Mein Auto war im Rennen wirklich sehr gut, so dass ich vom neunten auf den fünften Platz vorfahren konnte, und meine Rundenzeiten waren fast identisch mit denen an der Spitze. Ich bin zuversichtlich für das nächste Rennen auf dem Lausitzring, denn da waren wir im vergangenen Jahr mit dem zweiten Platz von Peter Dumbreck sehr stark.“ Großes Lob bekam der 25-jährige Scheider von Opel-Sportchef Volker Strycek: „Timo ist ein fantastisches Rennen gefahren, ebenso Laurent Aiello, der vom Ende des Feldes auf den sechsten Platz in die Punkte fahren konnte und Heinz-Harald beim Duell mit Bernd Schneider. Wir müssen daran arbeiten, im Qualifying besser zu werden. Denn wenn man nicht von vorne startet, ist es in diesem engen Wettbewerb kaum möglich, im Rennen an die Spitze zu fahren.“


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