Carrera Cup: Henzler mit Start-Ziel-Sieg vor Hardt
Hardt, Henzler und Rockenfeller auf dem Podium
Mit einem deutlichen Start-Ziel-Sieg beim zweiten Rennen des Porsche Carrera Cup auf dem Adria International Raceway (Italien) übernahm Wolf Henzler (Nürtingen) die Führung in der Fahrerwertung. Henzler hatte das Rennen von Platz zwei aufgenommen, beschleunigte beim Start den Trainingsschnellsten Jörg Hardt (Bonn) aus und gewann mit einem Vorsprung von 4,9 Sekunden vor seinem Teamkollegen.
Jörg Hardt fiel mit durchdrehenden Hinterrädern in der Startphase auf den vierten Platz zurück. In Runde fünf von 30 nutzte der 22jährige dann aber einen kleinen Fehler von Mike Rockenfeller (Neuwied), den er vom dritten Rang verdrängte. Fünf Runden später konnte Hardt auch den bis dahin zweitplatzierten Christian Menzel (Kelberg) überholen.
Ein dramatisches Rennen erlebte Mike Rockenfeller, der nach einem langen Zweikampf und zwei vergeblichen Angriffen erst in der 22. Runde den dritten Platz von Christian Menzel übernahm und dieses Resultat mit einer defekten Kupplung knapp vor dem Kelberger über die Ziellinie retten konnte.
Menzel musste nach einem guten Start vom vierten Rang, der ihn auf den zweiten Platz gebracht hatte, mit einem untersteuernden Auto zunächst Jörg Hardt und dann Mike Rockenfeller ziehen lassen. Sein Teamgefährte Richard Lietz (Österreich) sicherte sich von Startplatz sieben kommend die fünfte Position. In der Fahrerwertung übernimmt Wolf Henzler die Spitze vor Mike Rockenfeller und Jörg Hardt.
Wolf Henzler (Sieger): "Mein Glück war, dass sich sofort nach dem Start meine Gegner in Zweikämpfe verbissen. So konnte ich wegfahren. Ab Halbdistanz schonte ich das Auto, so gut es ging, denn dieser Kurs ist hart für die Bremsen und die Kraftübertragung."
Jörg Hardt (Platz zwei): "Mein Start war miserabel. Mit meiner neuen Kupplung ließ ich die Hinterräder zu stark durchdrehen und verlor sofort drei Plätze. Sowohl Rockenfeller als auch Menzel machten winzige Fehler, die ich nutzen konnte, um den Doppel-Erfolg für unser Team dann doch noch zu sichern."
Mike Rockenfeller (Platz drei): "Das war das anstrengendste Rennen meiner Laufbahn. Ab der achten Runde baute meine Kupplung immer mehr ab, in der Endphase war sie weg. Also musste ich ganz konzentriert und vorsichtig schalten und aufpassen, dass mich Christian Menzel nicht bei so einem langsamen Schaltvorgang erwischen konnte. Platz drei ist kein Sieg, aber ich bin glücklich, im Ziel zu sein und Punkte mitzunehmen."
Christian Menzel (Platz vier): "Ich habe gekämpft und fahrerisch alles versucht. Aber mein Auto lenkte einfach nicht vernünftig ein. Das machte es meinen Gegnern leicht."
Richard Lietz (Platz fünf): "Mit einem wunderbaren Start bin ich von der siebten auf die fünfte Position geschossen und hatte am Schluss sogar noch die Chance, Christian anzugreifen. Aber beim Teamkollegen geht man natürlich nicht wirklich hart ran. Mein Auto war nicht ganz perfekt. Manchmal hatte ich Schwierigkeiten, den zweiten und dritten Gang einzulegen. Men Auto untersteuerte leicht."