Hochspannend ging es im Kampf um die Pole-Position zum dritten Lauf der DTM am Adria International Raceway zu. Am Ende setzte sich Audi-Pilot Mattias Ekström mit einem Wimpernschlag von nur drei Hundertstelsekunden Vorsprung in 1.11,324 Minuten vor Jean Alesi in der AMG-Mercedes C-Klasse auf Startplatz eins. Für den Schweden ist dies bereits die fünfte Pole-Positition seiner DTM-Karriere. Die ersten sieben Fahrer lagen innerhalb von knapp zwei Zehntelsekunden. Vorjahressieger Christijan Albers sicherte sich in der AMG-Mercedes C-Klasse auf der 2,702 Kilometer langen Rennstrecke den dritten Startplatz, gefolgt von seinem Markenkollegen Gary Paffett. In der dritten Startreihe stehen Martin Tomczyk (Audi) und Heinz-Harald Frentzen im Opel Vectra GTS V8. Dem Formel-1-Vizeweltmeister von 1997 fehlten gerade einmal 0,168 Sekunden auf die Pole-Position. Die ARD beginnt am Sonntag (16. Mai) um 13.45 Uhr mit der Live-Berichterstattung des dritten Laufs der DTM. Rennstart ist um 14 Uhr.
Rund herum zufrieden präsentierte sich der Sieger des Qualifyings Mattias Ekström. „Ich bin überglücklich. Allerdings fühle ich mich mit gleich drei Mercedes-Fahrern hinter mir ein bisschen alleine da vorne – meine Audi-Teamkollegen wären mir da lieber“, sagte der 25-Jährige. Er ist sich aber sicher, dass sein Markenkollege Martin Tomczyk als Fünftplatzierter Schützenhilfe leisten wird: „Martin ist ein schneller Bursche. Ich rate den Mercedes-Fahrern, regelmäßig in den Rückspiegel zu schauen.“
Audi-Sportchef Dr. Wolfgang Ullrich sagte: „Das ganze Feld trennt nur Bruchteile von Sekunden. Dies belegt das hohe Niveau dieser Meisterschaft. Wenn Mattias vorne steht, können wir uns auf eine gute Show freuen. Ich freue mich auch für Frank Biela und das Joest-Team, die es schon in ihrem dritten DTM-Rennen in die Super-Pole geschafft haben.“
Der Zweitplatzierte des Qualifyings und ehemalige Ferrari-Pilot Jean Alesi sagte: „Ich bin Italien-Fan und die Strecke hier liegt mir sehr gut. Ich fühle mich einfach pudelwohl am Adria Raceway. Ich habe heute sehr hart gepusht und bin froh über meine Platzierung in der ersten Startreihe. Den Zuschauern und meinen Fans möchte ich hier ein gutes und spannendes Rennen bieten.“
Mercedes-Sportchef Norbert Haug: „Das war ein spannendes Qualifying, speziell für die Zuschauer an den Fernsehgeräten. Die ersten drei Fahrer liegen innerhalb von 44 Tausendsteln. Nach seiner Pole Position in Hockenheim startet Jean Alesi zum zweiten Mal in diesem Jahr aus der ersten Reihe. 20 Autos innerhalb von 0,7 Sekunden beim Qualifying und Top Ten beschreiben die Leistungsdichte der Serie“, sagte Haug.
Mit dem bisher besten Ergebnis in der DTM-Super-Pole beendete Heinz-Harald Frentzen das Qualifying: „Ich habe eine ganze Weile gebraucht, bis ich mich an die richtige Linie herangetastet hatte, aber am Ende ist es mir dann ganz gut gelungen. Die Umstellung auf den Tourenwagen ist gar nicht so einfach. Ich denke, dass die dritte Startreihe eine ganz gute Ausgangsposition ist. Diesmal bin ich im Gegensatz zum letzten Rennen in Estoril hinter Jean Alesi und erwarte spannende Zweikämpfe. Spaß macht mir die Rennstrecke allemal“, erklärt der Mönchengladbacher.
Opel-Sportchef Volker Strycek sagte: „Im Mittelsektor war unser Auto sehr gut. Wir werden bis morgen daran arbeiten, uns in den anderen Sektoren zu verbessern. Die Wettbewerbsfähigkeit unseres Vectras über die Distanz hat sich gestern bei den Long-run-Tests gezeigt. Wir sind daher zuversichtlich.“