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Clio Cup: Siege für Schulze und Schläppi

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Schläppi brachte am Sonntag die Schweitzer Flagge in Führung liegend ins Ziel |
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| Tobias Schulze strahlte in der Magdeburger Börde mit seinem Vater Wolfram um die Wette: Der Tagewerbener – der im vergangenen Jahr noch einen Renault Clio V6 pilotierte – ging als Sieger aus dem Saisonauftakt des Clio Cups hervor. „Das ist überhaupt das erste Mal, dass ich ein Rennen gewinne“, so der 20-Jährige, dem damit der Umstieg von Heck- auf Frontantrieb offensichtlich bestens gelungen ist.
Als Schnellste des Qualifyings starteten Marco Wolf, André Lips und Sascha Weber von ganz vorne ins Rennen, fielen jedoch nach diversen Ausflügen in die Kiesbetten des Motoparks weit zurück. „Gleich in der Hotelkurve ist mir jemand ins Auto gebrummt“, schilderte Wolf sein Dilemma. „Bis ich mich auf die Strecke zurück gearbeitet hatte, dauerte es sehr lang. Und anschließend war meine Hinterradaufhängung krumm.“ Weber rasselte auf der phasenweise noch feuchten Piste gleich drei Mal durchs Grün. Auch Demian Schaffert hatte das Glück nicht auf seiner Seite: Der Pilot des Teams TKS konnte sich vom vierten Startplatz bis an die Spitze vorkämpfen, musste dann aber aufgrund eines technischen Defekts die Boxengasse ansteuern und das Feld ziehen lassen.
Davon profitierten Tobias Schulze, Christian Ott und – zunächst – Elmar Jurek, der in der letzten Runde alle Register ziehen musste, um seinen attackierenden Hintermann Mathias Schläppi in Schach zu halten. Dabei kollidierte Jurek mit dem zur Überrundung anstehenden Konstantin Jacoby, der sich daraufhin drehte und mit Schläppi zusammenstieß. Jurek wurde für diese Aktion nachträglich mit Strafsekunden belegt und vom dritten auf den zwölften Rang zurückgestuft.
Turbulenzen im Nieselregen
Tourenwagensport als Rennsportkrimi: Erstmals seit Jahren konnte wieder ein Eidgenosse das oberste Treppchen erklimmen – Mathias Schläppi gewann im Motopark Oschersleben den zweiten Lauf zum Renault-Clio Cup.
Gleich beim Start ging es drunter und drüber: Rund zehn der 25 Tourenwagen kreiselten in der ersten Runde des zweiten Laufs zum Renault Clio Cup bei einsetzendem Nieselregen von der Strecke – darunter mit Sascha Plöderl, Christian Ott, Manfred Ahlden und Tobias Schulze auch vier der sechs bestplatziertesten Fahrer des samstäglichen Rennens, die sich in umgekehrter Reihenfolge für den Sonntagslauf aufgestellt hatten.
Davon profitierten zunächst Timo Schupp, Tobias Pfister, Elmar Jurek und Mathias Schläppi, die sich ein Duell um jeden einzelnen Zentimeter lieferten. Doch Schläppi behielt die besseren Nerven, setzt sich mit atemberaubenden Manövern an die Spitze dieses Quartetts und ließ seine Kontrahenten buchstäblich im Regen stehen. „Nach meinem Unfall von gestern haben meine Mechaniker meinen Clio wieder optimal vorbereitet“, freute sich der Schweizer, der von Startplatz zehn aus ins Rennen gegangen war. „Zu Beginn hatte ich das Gefühl, auf Eiern zu fahren – die Reifentemperatur war noch zu niedrig. Ab der fünften Runde jedoch konnte ich richtig angreifen und mich an die Spitze setzen.“
Danach verschärfte sich die Gangart zwischen Schupp, Pfister, Jurek und Demian Schaffert, der nach seinem Ausfall am Samstag wie ein Blitz vom anderen Ende des Feldes nach vorne gestürmt war. „Auf der Start-Ziel-Geraden habem mich Tobias und Demian in die Mitte genommen“, erzählte der als Zwölfter gestartete Jurek später. „Es war so eng, dass meine beiden Außenspiegel umklappten...“
Trotz seiner atemberaubenden Aufholjagd zeigte sich Schaffert – der zeitweilig sogar auf der zweiten Position lag – am Ende über Rang vier unzufrieden: „Doch als Tobias vorbei war, habe ich mich besonnen und etwas zurückgesteckt“, so der in Aachen studierende Berliner. Pfister, der wie Schaffert für das Team RS-Line Rotpunkt Sport fährt: „Demian war eindeutig schneller, aber am Ende konnte ich einen Fahrfehler von ihm nutzen.
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