Erleichtert - Lungstrass kassierte Halm in der Schlussrunde
Eine Runde weniger, und die Sensation wäre perfekt gewesen. Nach 14 Runden lag Stephanie Halm (Ammerbuch) beim zweiten Lauf zum Alfa 147 Cup noch in Führung - der erste Sieg einer Dame im Diesel-Markenpokal von Alfa Romeo lag in der Luft. Pech für die 19 Jahre Auszubildende: Exakt fünf Sekunden vor Ende der geplanten Renndauer (25 Minuten) überquerte sie zum 14. Mal die Ziellinie, eine weitere Runde stand damit an. Und in dieser zeigte sich Markus Lungstrass (Burscheid) nicht gerade als Gentleman-like.
Der Alfa 147 Cup Meister des Jahres 2002 trickste Halm bei einem Überrundungsmanöver aus und setzte sich an die Spitze. "Stephanie hat die Lücke aufgelassen, die musste ich einfach nutzen", rechtfertigte sich der 21-Jährige. Konkurrentin - und Teamkollegin - Stephanie Halm nahm ihr Last-Minute-Pech erstaunlich gelassen. "Ich war beim Überrunden zu vorsichtig, habe einfach zu früh gebremst", meinte die Schwäbin. Platz zwei bedeutet für sie immerhin die bisher beste Platzierung einer Dame in der Geschichte des Alfa 147 Cup.
Lungstrass und Halm, die auch die ersten beiden Plätze in der Junior-Wertung (maximal 21 Jahre alt) des Alfa 147 Cup belegten, hatten sich schon früh vom Feld abgesetzt und distanzierten die Verfolger schließlich um mehr als zehn Sekunden. Der Sieg bei den Gentleman-Drivers (über 50 Jahre) ging erneut an Erwin Piro (Heusweiler). Schauspielerin Tanja Schumann (u. a. "RTL Samstag Nacht"), die wie schon am Samstag das VIP-Auto des Alfa 147 Cup pilotierte, kam als 22. ins Ziel. In der Tabelle des Alfa 147 Cup führen nach zwei von 13 Rennen punktgleich Markus Lungstrass und Martin Tschornia (Bestwig), der das Cup-Rennen am Samstag gewonnen hatte.
Eine spannende Jagd aus der letzten Startreihe boten Michael Schulze (Tagewerben) und Christof Lampert (Österreich). Die beiden hatten das Training als Schnellste beendet, waren im Samstagsrennen allerdings nach einem Unfall in der Startphase ausgefallen. Während Lampert bis ins Ziel auf Rang neun nach vorne fuhr, fiel Schulze auf Platz zwölf liegend zur Rennhalbzeit nach einer Kollision aus.