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2004-05-07 11:03:07 - ks
Formel V: Starker Auftakt in Dijon

Am Osterwochenende startete der Internationale Formel V-Pokal im französischen Dijon in die Saison 2004. Gefahren wurde auf dem 3,8 km langen ehemaligen Grand Prix Kurs, der vor allem durch die enormen Höhenunterschiede auf der Strecke und die damit verbundenen steilen Anstiege und Abfahrten beeindruckt. Dijon ist eine absolute Fahrerstrecke, die den Piloten einiges an Mut abverlangt. Diese Bahn ist mit den in den letzten Jahren entstandenden – wesentlich weniger charismatischen Strecken – nicht zu vergleichen und erinnert an Spa oder die alte Nordschleife am Nürburgring.

Formel V-Rennen gibt es in Deutschland seit 1966. Darüberhinaus werden auch heute noch in Irland, England, Kanada, Amerika, Australiern und Südafrika Meisterschaften ausgefahren. Das Ziel dieser Serie war und ist es, eine möglichst preisgünstige Formelklasse zu bieten. Dies wird dadurch geschafft, dass man VW-Großserienkomponenten verwendet, wie z.B. den 1300er-Motor aus dem Polo, der im Formel V bis zu 130 PS mobilisiert. So ist es durchaus möglich, eine Formel V-Saison mit einem Jahresbudget von 10.000,- bis 15.000,- Euro zu bestreiten.

Am Ostersonntag gewann in einer vor allem für die Zuschauer äußerst spannenden Regenschlacht der Kaarster Jan Wezel Paschke Racing Team den ersten Lauf zum Internationalen Formel V-Pokal 2004. Das Rennen begann mit fast zwei Stunden Verzögerung und musste beim ersten Start-Versuch wegen plötzlich eintretendem Regen in der Einführungsrunde abgebrochen werden. Nachdem die ersten Runden bei schwerer Regengischt und vor allem null Sicht auf der Start-/Ziel-Geraden für alle Formel V-Piloten glimpflich zu Ende gingen, drehte sich der letztjährige Meister Jochaim Lutz (Rizza Motorsport) in der fünften Runde, nachdem vor ihm ein Formel-Ford-Fahrer ins Schleudern geraten war. Dadurch fiel Joachim Lutz – der in Dijon sein zehnjähriges Formel V-Jubiläum feierte – zunächst hinter Sven Glöckler und Manfred Benninger zurück, die er im späteren Verlauf des Rennens aber noch mal packen konnte. Sven Glöckler fuhr im Mega V2 ein starkes Rennen und wurde am Ende hinter Wezel und Lutz verdienter Dritter. Auf Platz vier und fünf landeten der letztjährige Formel V-Vizemeister Joe Welzel und Manfred Benninger. Der englische Veteran Andy Storer wurde im Scarab starker Sechster vor Stefan Elfgen (PRT), der sein erstes Formel V-Rennen gleich im Regen bestreiten musste und sich vom Ende des Feldes durch die Regengischt auf Platz sieben vorkämpfte. Auf den weiteren Plätzen landeten der Brite Simon Livesley vor Arno Sommer und Dr. Nico Prey. Uli Fübrich, der in Dijon sein 30-jähriges Motorsportjubiläum feierte, landete nach einer sauberen Fahrt auf Platz elf.

Die Klasse der Formel Super-V gewann der Pole-Mann Bruno Eigenmann aus der Schweiz.

Die Zuschauer erlebten an diesem Ostersonntag ein spannendes Formel V-Rennen, das nichts vermissen ließ. Hierzu hat mit Sicherheit auch die tolle Strecke in Dijon mit ihren vielfältigen Streckenabschnitten beigetragen. Für die nächste Veranstaltung vom 14.-16. Mai im belgischen Zolder darf man vor allem hoffen, dass noch mehr Formel Super-V Piloten den Weg zur Rennstrecke finden. Denn diese Klasse hat in jedem Fall auch eine ganze Menge an Spannung zu bieten.

Die weiteren Rennen der Formel V finden in Hockenheim (kleiner Kurs, 2.-4. Juli), Most (20.-22. August), Colmar Berg (9.-11. September) sowie zum Saisonabschluss noch mal in Hockenheim (GP-Kurs, 9.-10. Oktober) statt. Im Juli steigt in Hockenheim dann auch die beliebte Boxenfete der Formel V und im Oktober zum Abschluss die Siegerehrung im Rahmen der Jahresabschlussfeier.
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