120 Teilnehmer nehmen am Samstag die Nordschleife unter die Räder
Nur eine Woche nach dem CHC-Saisonauftakt auf dem Nürburgring-GP-Kurs geht Deutschlands älteste Breitensportserie in die zweite Runde. Schauplatz ist dieses Mal die eigentliche Heimat des CHC, die Nürburgring-Nordschleife. Rund 120 Teilnehmer erwartet die veranstaltete Sportfahrergemeinschaft (SFG) Schönau e.V. im ADAC.
Ein Blick in die Starterliste lässt erahnen, wieviel Spannung und Brisanz beim „ADAC-Preis der Erftquelle“ zu erwarten ist. Titelverteidiger Uli Ehret aus Buchen-Hainstadt wird die 15 Runden auf dem altehrwürdigen Eifelkurs mit der Startnummer eins in Angriff nehmen. In seiner Klasse, der VLN-Serienwagen bis 1850 ccm, wird der Meister mit seinem BMW 318iS einmal mehr auf stärkste Konkurrenz treffen, unter anderem die CHC-Rückkehrer Ludger Henrich/Jürgen Schulten (Schmitten/Hamminkeln) mit dem neuaufgebauten Opel Corsa C aus dem Pink Power Performance Center.
Gleich ein Dutzend Teams kommt für den Gesamtsieg in Frage, und bei wechselhaften oder regnerischen Witterungsbedingungen mit Sicherheit noch mehr. Hans-Rolf Salzer (Alpenrod) würde am Steuer seines BMW M3 E36 mit einem weiteren, seinem elften, Gesamtsieg, auf den dritten Rang der ewigen Bestenliste vorrücken. Aber vor allem Freund und Dauerrivale Johannes Trimborn (Swisttal) gilt im allradgetriebenen Audi S2 immer als heißer Kanditat. Heiner Immig (Paderborn) hatte in 2003 in fünf von acht Veranstaltungen die Porsche GT3-Haube vorn und hatte sogar bis zum Finallauf noch Titelchancen.
2003 debütierte der Aachener Wilhelm Dohmen auf der Nordschleife und hatte mit Jochen Krumbach (Eschweiler) einen schnellen und technisch versierten Fahrerkollegen, Teamchef und Lehrmeister. Für 2004 hat sich dieses BMW M3 E30-Duo sicherlich nicht nur zweite Plätze zum Ziel gesetzt. Beim CHC-Saisonauftakt werden auch Dirk Baur/Bernd Albrecht (Gressellingen/Hirrlingen) mit ihrem Porsche 968 RS an den Start gehen. Dieses Fahrzeug sorgte im letzten Jahr vor allem in der Nacht des Internationalen ADAC-24 Stunden-Rennens dank mehrerer in den Himmel scheinender Laserstrahlen für Furore. Vom Aussichtspunkt der Nürburg aus konnte das Fahrzeug, oder besser gesagt die Laserstrahlen, während der kompletten (!) rund 26 Kilometer langen Runde verfolgt werden.
Übrigens: 90 Prozent der Teilnehmer vertrauen auf Fahrzeuge mit maximal 2000 ccm. Eben Breitensport der Spitzenklasse zu bezahlbaren Konditionen, der große Starterfelder und ausgeglichene Kämpfe garantiert. Ein Indiz für die ungeheure Popularität des CHC, der in 2004 mit 127 (!) eingeschriebenen Teilnehmern einen in dieser Höhe unerwarteten Einschreiberekord verzeichnete.