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2004-05-05 21:25:15 - rs
SCC: Zur Premiere Auftaktsieg für Peter Milavec

Peter Milavec im Lola-Audi-Turbo
Die neu ins Leben gerufene Super Sprint Challenge, promoted by Interserie und SCC, präsentierte sich zum Saisonauftakt in einer super Form. Die beiden Sprintrennen über je zehn Runden gewann der Österreicher Peter Milavec im Lola-Audi. Der Vize-Champion der Interserie 2003 dominierte mit einer Zeit von 1:59,509 Minuten bereits das Qualifying.

Die ultraflachen Sportprototypen der Division 1 (SCC) ließen den Bleiburger Formel-Pilot jedoch nicht aus den Augen. Allen voran Wolfgang Payr (A) im PRC-BMW und Gerd Beisel (D), der erstmalig seinen brandneuen PRC-Mugen mit Formel 3000-Technik an den Start brachte, setzten dem Kärntner in beiden Läufen zu.

Den besten Start zum ersten Rennen am Samstagnachmittag erwischte Peter Milavec, gefolgt von der SCC-Meute mit Gerd Beisel, Wolfgang Payr und der schnellsten Dame im Feld, Sabrina Hungerbühler (CH), im Osella-BMW. Alle Vier machten sich schnell aus dem Staub. In Runde drei war für Sabrina Hungerbühler die Jagd aufs Podest vorzeitig beendet. Eine gebrochene Antriebswelle zwang die sympathische Schweizerin zur Aufgabe. Peter Milavec rutschte gleich zweimal auf die Wiese und verlor die Führung. Nur durch eine Safety Car-Phase, welche die Tschechin Kamila Stara durch einen gerissenen Gaszug in ihren PRC-Opel auslöste, schloß Milavec zu Beisel und Payr auf. Nach Freigabe des Rennens zog Milavec zum Endspurt alle Register und fuhr an den beiden SCC-Piloten vorbei zum Sieg bei den Formelfahrzeugen. Beisel und Payr sorgten für das eigentliche Herzschlagfinale mit wechselnden Überholmanövern. Am Ende hatte Gerd Beisel mit einen Wimpernschlag die Nase vor Wolfgang Payr. Rang drei bei den Sportprototypen holte sich Michael Dolak (CZ) im PRC-BMW.

In der Division 2 (SCC-Light) bestimmte „Tessitore“ das Wochenende. Der PRC-Opel-Pilot ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und gewann seine Klasse vor Wolfgang Dietmann (A) im Argo-Alfa und Gerhard Münch (D) im PRC-Opel. Mit Gesamtplatz 6 und Rang zwei in der Division 3 der 3,0 Liter Formel-Autos zeigte sich Henry Büttner (D) mehr als zufrieden. Als strahlender Sieger beendete Interserie-Champion 2003 Manfred Kuhn (D) im neu aufgebauten Reynard-BMW das erste Rennen der Saison. Der Berliner verwies in der Division 4 (Formel-Light) Lubomir Glogar (CZ) im Eufra und Helmut Rokitta (D) im Formel Renault auf die Plätze.

Ohne Sabrina Hungerbühler (CH) startete das SCC-Feld am Sonntag auf dem Masaryk-Ring in Brünn zur zweiten Runde. Der Antriebswellenbruch vom Vortag war zwar behoben, doch zum Qualifying sprang der Motor nicht an.
Wie erwartet machten die drei Erstplatzierten des Vortages erneut die Pace. Peter Milavec hielt sich vier Runden lang hinter Wolfgang Payr und Gerd Beisel. Danach übernahm Milavec das Zepter und gewann erneut.

Doch um Platz zwei ging es richtig zur Sache. In der letzten Runde touchierten sich Payr und Beisel. Der PRC-Mugen geriet neben die Piste und Payr zog vorbei. Pech für Gerd Bei- sel, der mit erhöhter Motortemperatur seinen Sportwagen abstellte, aber trotzdem noch gewertet wurde. “Die Anzeige im Cockpit hat mir über 100°C angezeigt. Das hängt mit dem Kühler zusammen, der viel zuviel Gras aufgesammelt hat“, so Beisel nach dem Rennen. Ohne Probleme lief es für Michael Dolak, der auf Platz drei (2. Platz bei den Sportprototypen) fuhr und einen tollen SCC-Einstand feierte.

In der Divison 2 siegte erneut „Tessitore“ (SLO) vor dem Drittplatzierten des Vortages, Gerhard Münch (D) und Wolfgang Dietmann (A), der mit aufs Podest kletterte. Ohne Konkurrenz fuhr in der Division 4 Manfred Kuhn (D), der selbst zu Henry Büttner (D) mit dem Division 3- 3,0 Liter Reynard Mader-Cosworth, in Sichtkontakt blieb. Platz 2 holte sich wie am Samstag Lubomir Glogar (CZ), vor Formel König-Pilot Marcel Baierle (D).

Ein glücklicher Wolfgang Payr, der beim nächsten Lauf auf dem Salzburgring (A) in seiner Division 1 mit noch mehr Konkurrenz (Pedrazza, Seibold usw.) rechnet, meinte: “Ich glaube wir haben hier eine gute Show geboten. Wir von der SCC sind das erste Mal in Brünn gefahren. Der Kurs beansprucht unwahrscheinlich die Reifen. Das war für alle nicht einfach zu bewältigen.“ Ein positives Fazit nach dem Rennwochenende zogen auch die beiden „Macher“, Friedrich H. Dudichum (Interserie) und Walter Pedrazza (SCC). Die Super Sprint Challenge gehörte in Brünn zweifelsohne zu den Attraktivitäten neben der Superfund Formel 3000.


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