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2004-04-26 22:19:15 - ks
DRM: „Eine harte Probe für die Teams“

Ein neues Konzept bei der Pneumant Rallye - attraktiv für die Fans
Beim dritten Lauf zur DRM müssen sich Fans und Fahrer auf neue Bedingungen einstellen. Nachdem in der Vorbereitungsphase einige WPs nicht genehmigt wurden, musste das Konzept der ADMVPneumant-Rallye massiv geändert werden. Orgaleiter Walter Karow erläutert im Gespräch die Hintergründe.

Die ADMV-Pneumant-Rallye hat eine enorm komplizierte Planungsphase hinter sich – was ist passiert?
„Nachdem wir im Frühjahr die Anträge für die WP-Genehmigungen eingereicht hatten, kam von der Stadt Jessen eine negative Stellungnahme. Die Kreisbehörde konnte damit die WPs um Jessen nicht genehmigen. Hintergrund sind neben zwei Veranstaltungen zeitgleich mit der Pneumant-Rallye wohl auch die Befürchtung der kommunalen Entscheidungsträger, dass im Rahmen des Oder-Hochwasserschutzprogramms gerade erst sanierte Asphaltwege durch die Rallyeteilnehmer beschädigt würden. Obwohl wir sofort eine breite Diskussion mit vielen Ansprechpartnern und Entscheidern eingeleitet haben, konnten wir nicht alle Bedenken zerstreuen – wir mussten leider auf die traditionellen WPs in diesem Gebiet verzichten. Besonders leid tut es mir persönlich um den Zuschauerkurs in Rade.“

Handelt es sich um einmalige Probleme? Oder müssen die Fans auch in Zukunft auf die WPs in Jessen verzichten?
„Zum jetzigen Zeitpunkt kann noch niemand sagen, wie die Situation im kommenden Jahr aussehen wird. Wir haben zunächst einmal alle Energie auf den Erhalt der ADMV-Pneumant-Rallye als Zweitagesveranstaltung in diesem Jahr konzentriert. Für das kommende Jahr werden die Genehmigungsfragen sicherlich eine zentrale Rolle spielen – ebenso übrigens wie die Sicherstellung der Finanzierung. Denn bei unserem langjährigen Partner Pneumant deutet sich eine Neuorientierung der Markenstrategie an, die das weitere Engagement sehr, sehr fraglich erscheinen lässt.“

Die Pneumant-Rallye wurde als Rallye mit zwei Tageswertungen erhalten und hat sogar mehr WP-Kilometer als geplant. Wie sieht die Lösung in diesem Jahr aus?
„Als sich die Genehmigungsprobleme abzeichneten, haben wir ein neues Konzept erarbeitet und mit dem DMSB abgesprochen. Wir werden nun am zweiten Tag eine Prüfung der ersten Etappe erneut nutzen. Drei weitere Prüfungen werden in umgekehrter Richtung und mit Varianten in der Streckenführung gefahren. In der Nacht von Freitag auf Samstag werden wir mit großem Maschineneinsatz die schwierigsten Streckenabschnitte aufarbeiten, um zu stark ausgefahrene Wege ein wenig befahrbarer zu machen. Durch die Richtungsänderung ändern sich zudem die Anbremspunkte, wo die Strecke ja relativ schnell sehr tief ausgefahren wird. Zudem ist die Aral-Prüfung in Wiesigk als zusätzliche fünfte Prüfung am Samstag im Programm.“

Die Resonanz auf die Entscheidung war sehr unterschiedlich. Was waren die Kernaussagen?
„Wir haben uns über einige sehr positive Aussagen von Fahrern sehr gefreut. Der überwiegende Teil der Teilnehmer hat sich bei uns bedankt, dass wir die Veranstaltung als anspruchsvolle Rallye mit zwei Tageswertungen erhalten konnten. Allerdings haben sich auch einige Privatfahrer gemeldet, die mit der Mehrfachnutzung alles andere als einverstanden waren. Das ist für mich absolut nachvollziehbar. Die Strecken bei der ADMV-Pneumant-Rallye werden besonders am Samstag tief ausgefahren und knüppelhart für Mensch und Material sein. Uns befriedigt diese Situation auch nicht, aber für dieses Jahr haben wir alles Machbare umgesetzt.“

Trotz allem haben es die Veranstalter geschafft, eine Schotter-Rallye auf die Beine zu stellen. Was sind die Highlights für die Fans?
„Die ADMV-Pneumant-Rallye wird eine harte Probe für die Teams werden – damit aber auch sehr attraktiv für die Fans. Ganz sicher einen Besuch wert sind das Rallyezentrum im Wittenberger Autohaus Moll und der Serviceplatz auf dem Scalar-Gelände in Wittenberg. Dort kann man bei Service und Regrouping die Teams ganz hautnah erleben. Mich persönlich freut außerdem, dass wir durch das neue Konzept auf der WP 12 / 17 bei Euper einen spektakulären Sprung in der WP haben, der in früheren Jahren viele Fans anlockte. Ansonsten haben wir aber eine ganze Reihe schöner und sehenswerter Zuschauerpunkte ausgewiesen.


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