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2004-04-25 20:56:25 - ks
Le Mans: Vier Audi beim Vortraining an der Spitze

Allan McNish unterbot die Pole-Zeit aus dem Vorjahr - trotz beschnittener Technik
Die Audi R8 Importeursteams haben am Sonntag beim traditionellen Vortraining für das 24-Stunden-Rennen in Le Mans am 12./13. Juni 2004 einen hervorragenden Eindruck hinterlassen. Bei der einzigen Testgelegenheit auf der nicht permanenten Rennstrecke belegten die vier Audi R8 die ersten vier Plätze. Tagesschnellster war der Schotte Allan McNish, der die 13,650 Kilometer lange Strecke im Audi R8 des Audi Sport UK Team Veloqx in 3.32,615 Minuten umrundete. Sein Teamkollege Johnny Herbert lag nur 0,012 Sekunden dahinter.

Während des achtstündigen Vortrainings bewährte sich die modifizierte Aerodynamik des Audi R8. Nach einer Regeländerung sind für die Sport-Prototypen in der Saison 2004 schmalere Heckflügel vorgeschrieben. Audi hat den R8 daher im Windkanal überarbeitet und seinen Kundenteams eine neue Aerodynamikvariante zur Verfügung gestellt, die einen Teil des Reglement-bedingten reduzierten Abtriebs wieder gutmacht. Das Ergebnis der Modellpflege: McNish und Herbert unterboten trotz der Beschneidung durch das Reglement die Pole Position-Zeit von Tom Kristensen aus dem Vorjahr (3.32,843 Minuten). "Auch mit dem schmaleren Heckflügel liegt der R8 in Le Mans perfekt", lobte McNish. "Die Techniker bei Audi Sport haben wieder einmal einen tollen Job gemacht."

Entsprechend positiv fiel auch die Bilanz von Audi Motorsportchef Dr. Wolfgang UIlrich nach dem Vortraining aus: "Die Arbeit im Windkanal hat sich ausgezahlt, und Michelin hat uns mit tollen Reifen bedient. Die drei Teams konnten die zur Verfügung stehende Zeit gut nutzen und wertvolle Daten für das Rennen im Juni sammeln, das sehr spannend werden dürfte: Alle vier R8 waren beim Vortraining über lange Zeit nahezu gleich schnell und sind stark besetzt."

Die Importeursteams Audi Sport Japan Team Goh, Audi Sport UK Team Veloqx und ADT Champion Racing (Audi Sport North America) treten bei der 72. Auflage des französischen Langstreckenklassikers mit einem hochkarätigen Fahrerkader an. Acht der zwölf Audi Piloten haben die 24 Stunden von Le Mans bereits gewonnen. Einzig Pierre Kaffer, der im März bei seinem ersten Einsatz im Audi R8 das 12-Stunden-Rennen in Sebring gewann, betritt in Le Mans Neuland. "Die Strecke ist wirklich beeindruckend und die schnellste, die ich je gefahren bin", erklärte der Le Mans-"Rookie". "Wichtig ist, dass ich mich auf Anhieb wohl gefühlt habe. Die Strecke macht Spaß."

Mit seinem Werksteam hat Audi die 24 Stunden von Le Mans 2000, 2001 und 2002 dreimal in Folge gewonnen. Im vergangenen Jahr belegten Audi Kundenteams hinter zwei Bentley die Plätze drei und vier.

Ergebnis Vortraining
1. Biela/Kaffer/McNish (Audi R8) 3.32,615 Min.
2. Davies/Herbert/Smith (Audi R8) 3.32,627 Min.
3. Lehto/Pirro/Werner (Audi R8) 3.34,176 Min.
4. Ara/Capello/Kristensen (Audi R8) 3.34,347 Min.
5. Brabham/Wallace (Zytek) 3.35,132 Min.
6. Katoh/Michigami/Shimoda (Dome-Mugen) 3.36,150 Min.
7. Lammers/Dyson/Katsutomo (Dome-Judd) 3.36,384 Min.
8. Bourdais/Minassian/Collard (Pescarolo-Judd) 3.36,628 Min.
9. Coronel/Wilson/Firman (Dome-Judd) 3.37,805 Min.
10. Ayari/Comas/Treluyer (Pescarolo-Judd) 3.39,991 Min.
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