Rallye nat.: Doppelsieg für Färber bei der Westerwald-Rallye
Platz eins für die Nummer eins: Färber/Freiberger siegten in Altenkirchen
Mit einer beeindruckenden Leistung bei der 20. ADAC-Rallye Westerwald untermauerte Frank Färber einmal mehr seinen Ruf, einer der besten nationalen Rallyepiloten zu sein. Auf allen sechs Wertungsprüfungen markierte der Neuwieder zusammen mit seiner Frau Carmen Freiberger die Bestzeit. Im Ziel hatte das Duo am Steuer des Gruppe F-Mitsubishi Carisma Evo 6 24 Sekunden Vorsprung auf die Teamkollegen Dark Liebehenschel/Daniela Busch im Gruppe N-Mitsubishi Lancer Evo 7. Jenes Fahrzeug, mit dem Färber in Kempenich gesiegt hatte. Komplettiert wurde das Podest von Jochen Hirsch/Petra Wirz im Ford Escort Cosworth.
Bereits auf dem vierten Platz landete mit dem VW Golf von Ingo Hanika/Peter Bechthold das beste Zweiliterfahrzeug. Auf den fahrerisch sehr anspruchsvollen Wertungsprüfungen unterstrich Hanika einmal mehr, dass wenn die Technik am Ex-STT-Golf hält, er immer ganz vorne zu finden ist. In der Gruppe F bis 2000 ccm markierte Hanika fünf Bestzeiten, zwei davon gemeinsam mit Rolf Kramer bzw. Paul Jerlitschka. Slalomass Marco Koch war einmal Schnellster. Rolf Kramer/Christian Frank wurden in der bärenstark besetzten Klasse mit 18 Sekunden Rückstand zweite vor Andreas Schüttler/Andre Weber, Andreas Konrath/Mark Ternes (beide Opel Kadett E) sowie Koch und Co. Stefan Assmann im Opel Kadett C.
In der Gruppe F bis 1600 ccm ließen Kai Ruck/Thorsten Müller mit ihrem betagten, aber bestens präparierten VW Golf I den Brüdern Frank und Ralph Merten im Citroen Saxo Kit-Car keine Chance. Nur in WP drei, wo Ruck eine Böschung runtersegelte, eine Strasse im Flug überquerte und einen Zaun plättete, war Merten schneller. Spannend bis zum letzten Meter wäre auch das Geschehen in der Gruppe F bis 1300 ccm gewesen, wenn nicht … Mario Fuchs/Maik Dünker im Daihatsu Charade Allrad sowie Hans-Uwe und Jens Lembke (VW Polo im Audi 50-Look) hatten die Auftaktprüfung zeitgleich beendet. In WP zwei büßte Lembke nach einem Fauxpas 15 Sekunden ein. Die restlichen vier Bestzeiten teilten sich die beiden brüderlich, im Ziel hatte Fuchs 13 Sekunden Vorsprung. Beachtlich: Fuchs fuhr in WP zwei die sechstbeste Gesamtzeit!
Apropos anspruchsvolle Prüfungen: Der MSC Altenkirchen hatte drei Rundkurse, die jeweils doppelt befahren wurden, präpariert, die das Herz eines jeden Teilnehmers und Zuschauers höher schlagen ließen. Ein bisschen Schotter, eine grandiose Ortsdurchfahrt und kooperative wie zufriedene Anwohner bildeten die Zutaten. Hier trennten sich die Bübchen von den Buben. Der beste Beweis hierfür sind der sechste Gesamtrang von Kai Ruck und Rang elf für Mario Fuchs. Nicht zu vergessen der ewig junge Heinz-Robert Jansen, der mit Sohn Martin und seinem seriennahen Opel Manta als Gesamtsiebter über die Zielrampe rollte!
Gesamtklassement nach sechs Wertungsprüfungen:
86 Starter, 66 gewertet
1. Färber/Freiberger (Mitsubishi Carisma Evo 6) 24.14 Minuten (1. Gruppe F über 2000 ccm)
2. Liebehenschel/Busch (Mitsubishi Lancer Evo 7) + 24 Sekunden (1. Gruppe N/F2005 über 2000 ccm)
3. Hirsch/Wirz (Ford Escort Cosworth) + 1.10 Minuten
4. Hanika/Bechthold (VW Golf GTi) + 1.29 Min. (1. Gruppe F bis 2000 ccm)
5. Kramer/Frank (VW Golf GTi) + 1.47 Min.
6. Ruck/Müller (VW Golf GTi) + 1.53 Min. (1. Gruppe F bis 1600 ccm)
7. Jansen/Jansen (Opel Manta) + 2.09 Min. (1. Gruppe N/F2005 bis 2000 ccm)
8. Merten/Merten (Citroen Saxo Kit-Car) + 2.17 Min.
9. Kramer/Kramer (Opel Manta B) + 2.17 Min. (1. Youngtimer bis 2000 ccm)
10. Schüttler/Weber (Opel Kadett GSi) + 2.21 Min.
11. Fuchs/M.Dünker (Daihatsu Charade) + 2.23 Min. (1. Gruppe F bis 1300 ccm)
25. Gräf/Gräf (Audi A3 Turbo) + 3.20 Min. (1. Gruppe G)
40. Hantel/Hantel (Peugeot 106) + 4.36 Min. (1. Gruppe N/F2005 bis 1600 ccm)