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2004-04-25 14:09:58 - ks
F3 Cup: Doppelsieg für Jan Seyffarth

Wie schon am Vortag konnte Kosta seine Pole nicht in einen Sieg umsetzen
Jan Seyffarth scheint sich im RECARO Formel-3-Cup wohlzufühlen: Der amtierende Vize-Meister der Formel König gewann auch den zweiten Lauf deutlich von Tomás Kostka und Franz Schmöller.

Am Start gab es das gleiche Bild wie am Vortag: Tomás Kostka holte sich von der Pole Position die Führung. Jan Seyffarth reihte sich dahinter ein, Franz Schmöller und Thomas Holzer folgten. Holzer konnte sich nur kurz über den vierten Rang freuen, denn Timo Lienemann hatte ihn schon in der ersten Runde einen Rang weiter nach hinten verwiesen.

Die Beiden an der Spitze setzten sich schon in der Anfangsphase ab, während Seyffarth Druck auf seinen Vordermann ausübte. Es dauerte gerade einmal fünf Umläufe, dann zog der Rookie am Erfahrenen vorbei. „Er war einfach schneller, ich konnte nichts machen“, musste der Tscheche neidlos anerkennen.

Seyffarth machte sich sofort auf die Flucht, mit schnellen Runden zog er auf und davon. Nach einer Runde lagen 1,7 Sekunden zwischen dem Ersten und dem Zweiten, weitere drei Umläufe später waren es schon 3,5 Sekunden und zwei Runden vor dem Fallen der Zielflagge fehlten Kostka schon mehr als fünf Sekunden auf den silber-orangefarbenen Dallara-Renault von Seyffarth. Der 17-Jährige ist mit 40 Punkten nun Leader im RECARO Formel-3-Cup und gleichzeitig der Erste, der mit einem Renault-Motor gewinnen konnte. Die schnellste Runde drehte Jan Seyffarth, der das letztjährige Saulnier-Auto von Simon Abadie bewegt, als Zugabe auch noch, was am Tag zuvor noch Franz Schmöller gelang.

Der Bayer, der in seinem Familienteam FS Motorsport an den Start geht, realisierte am Sonntag zwar nicht die Rekordrunde, aber er schaffte den Sprung auf das Podest. Timo Lienemann rückte ihm zeitweise auf die Pelle, doch er kam nicht vorbei. Was auch daran lag, dass Lienemann sich einen Bremsplatten eingefangen hatte.

Wieder nicht nach Wunsch verlief das Rennen für Thomas Holzer. Der Augsburger lag kurz nach dem Start auf der vierten Position, wurde im Laufe der 16 Runden aber bis auf Rang acht hinter Michael Devaney, Hu-Pin Tung und Bastian Kolmsee zurückgereicht. Dabei glänzten der Chinese Tung und Kolmsee vom österreichischen Team HS Technik mit der zweit- (Tung) und drittschnellsten (Kolmsee) Rennrunde. Tung beklagte sich über zu wenig Grip seines van-Amersfoort-Dallaras, betrachtete das Ergebnis nach dem nicht optimalen Qualifying aber als durchaus in Ordnung.

Jan Seyffarth (1.): Super, mehr kann man nicht erwarten. Zu Beginn musste ich etwas pushen, aber als ich an Tomás Kostka vorbei war, konnte ich es locker angehen lassen.

Tomás Kostka (2.): Ich hatte einen guten Start, aber nach ein paar Runden war es nicht mehr möglich, Jan Seyffarth hinter mir zu halten. Er war einfach schneller. Mit zwei zweiten Plätzen kann ich aber auch gut leben.

Franz Schmöller (3.): Podestplätze sind immer gut. In den schnellen Kurven übersteuerte mein Auto, deshalb kam Timo Lienemann auch ran. Er hat zweimal einen Angriff versucht, aber ich konnte ihn abwehren.

Timo Lienemann (4.): Mein Start war nicht so toll, Thomas Holzer ging vorbei. In der ersten Runde habe ich ihn aber wieder überholt, doch die Top3 war da schon weg. Ich konnte den Anschluss zwar wieder herstellen, aber mehr ging aber nicht, weil ich mir im ersten Renndrittel einen Bremsplatten eingefangen hatte.


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