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F3 Cup: Jan Seyffarth holt seinen ersten Formel-3-Sieg

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Sensationelle Debüt für Seyffahrth: Erstes Rennen, erster Sieg... |
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| Damit hatte er wirklich nicht gerechnet: Jan Seyffarth, der mit 17 Jahren jüngste Starter im Feld des RECARO Formel-3-Cups stand ganz oben auf dem Podest. Tomás Kostka und Seyffarths Rookie-Kollege Timo Lienemann komplettierten die Top 3. Den Start hatte Pole-Sitter Tomás Kostka nicht optimal erwischt, doch er konnte die drängenden Timo Lienemann und Jan Seyffarth gerade noch abwehren. Die ersten paar Runden konnte KFR-Mann Kostka die Führung halten, doch er spürte schon den Atem von Jan Seyffarth in seinem Nacken.
In der Spitzkehre bekam der Querfurter unerwartet eine Chance, als der Tscheche einen zu weiten Bogen wählte. Seyffarth stach innen rein und übernahm den ersten Platz. Sogleich konnte er sich absetzen, während sein Kontrahent sich zunehmend mit Timo Lienemann beschäftigen musste. Lienemann, der wie Seyffarth sein erstes Formel-3-Rennen bestritt, wartete auf eine Möglichkeit, doch Kostka blieb dieses Mal cooler.
In der letzten von 16 Runden gesellten sich zu dem Zweikampf noch Bastian Kolmsee und Michael Davaney. Doch keiner der Gruppe riskierte eine Gewaltaktion und so lautete die Reihenfolge im Ziel: Kostka vor Lienemann, Kolmsee und Devaney.
Bastian Kolmsee fiel in der ersten Runde bis auf Rang neun zurück, kam dann aber mit schnellen Runden immer weiter nach vorne.
Weniger optimal lief das Debüt im RECARO Formel-3-Cup für Ho-Pin Tung, den ersten Chinesen in der Formel 3. Der überlegene Meister der Formel BMW in Asien übertrieb es im zweiten Umlauf und drehte sich ohne Fremdverschulden. Von weit hinten arbeitete er sich noch bis in die Top 8 vor. Damit lag er hinter Franz Schmöller und Thomas Holzer. Der als Mitfavorit in die Auftaktveranstaltung gegangene Holzer litt unter einem unfahrbaren Auto, während der Bayer Schmöller in der ersten Runde zweimal in die Wiese abbiegen musste, um Kollisionen zu vermeiden.
Schrott lieferte Filip Salaquarda in seiner Box ab. Der tschechische Rookie befand sich im Kampf mit Tobias Blättler, als der Schweizer sich drehte. Salaquarda musste dem kreiselnden KMS-Dallara ausweichen und wurde zu allem Überfluss noch von Frank Brendecke getroffen. Für das Trio war daraufhin Feierabend.
Jan Seyffarth (1. Platz): "Zu Beginn konnte ich gut an Tomás dranbleiben, aber es gab keinen Weg vorbei. Bis er einen Fehler machte und ich die Chance nutzen konnte. In der Folge hatte ich Glück, dass Tomás und Timo im Kampf waren, ich habe mich so etwas abgesetzt. Es ist schon ein komisches Gefühl gewesen, sein erstes Formel-3-Rennen anzuführen. Mit dem Sieg habe ich nie gerechnet, viel besser kann das Debüt in der Formel 3 nicht sein."
Tomás Kostka (2. Platz): "Als ich vorne war, habe ich einen Fehler gemacht. Ich habe in der Spitzkehre zu spät gebremst und bin zu weit nach außen getragen worden. Da konnte Jan innen an mir vorbeiziehen. Der Rest des Rennens war schwierig, denn ich hatte mir den Unterboden ruiniert und deshalb bin ich in jeder Kurve gedriftet."
Timo Lienemann (3. Platz): "Ich konnte gut mithalten mit den Leuten vor mir, aber ohne Harakiri wäre ich nicht vorbeigekommen. Der dritte Platz im ersten Formel-3-Rennen ist auch in Ordnung."
Bastian Kolmsee (4. Platz): "Schon in der ersten Runde habe ich einige Plätze verloren, weil Franz Schmöller vor mir in den Dreck rutschte, ich war nur noch Neunter. Mein Auto lag richtig gut und auch die Reifen waren in gutem Zustand. Vielleicht hatte ich diesen Vorteil, weil ich im Training nicht so viele Runden gefahren bin."
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