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2004-04-17 23:55:02 - ks
DRM: Skoda-Doppelsieg bei Hessen-Rallye

Zweiter Sieg in Folge für Matthias Kahle
Mit einer Rallye-Party der Extra-Klasse hat sich die DRM (Deutsche Rallye-Meisterschaft) in Hessen zurück gemeldet. Bei der in diesem Jahr neu in den Kalender aufgenommenen ADAC Hessen-Rallye Vogelsberg liefen Matthias Kahle / Peter Göbel (Görlitz / Korb, Skoda Octavia WRC) nach 140,1 WP-km mit einem Abstand von 1:01,0 Minuten vor ihren Markenkollegen Maik Stölzel / Thomas Windisch (Zwickau / Aue) im Ziel in der Burgenstadt Schlitz ein. 25.000 Zuschauer hatten zuvor eine spannende Rallye erlebt, bei der Kahle zwar von Beginn an die Führung übernahm, jedoch insgesamt sechs verschiedene Piloten Bestzeiten auf den 12 WPs für sich verbuchen konnten. Der amtierende Meister Hermann Gassner lag in der Endabrechnung im Kathrein-Lancer an dritter Position. In der heiß umkämpften Super-1600-Meisterschaft konnten Sven Haaf / Michael Wenzel (Citroën Saxo Super 1600) mit ihrem zweiten Saisonsieg ihre Führung ausbauen. Sie setzten sich in einem Schlussspurt gegen Carsten Mohe / André Kachel (Renault Clio) und Horst Rotter / Sabrina Berdi (Opel Corsa) durch. WM-Heimkehrer Niki Schelle konnte mit Co-Pilotin und Lokalmatadorin Katrin Becker nach Getriebeproblemen im Suzuki Ignis Super 1600 die Anfangsführung nicht halten.

„Ich bin begeistert über die vielen Zuschauer an den Wertungsprüfungen“, freute sich Gesamtsieger Matthias Kahle über den gelungenen zweiten DRM-Saisonlauf. „Wir haben hier zwei Tage eine klasse Atmosphäre an den WPs und eine gut organisierte Rallye erlebt. Das war ein tolles Debüt für die Hessen-Rallye Vogelsberg.“ Dabei war es keineswegs ein Spaziergang für den vierfachen Deutschen Rallye-Meister: Mit einem Vorsprung von nur 2,4 Sekunden hatte Kahle die kurze Auftakt-Etappe für sich entscheiden können, bevor er seinen Vorsprung auf der zweiten Etappe kontinuierlich ausbauen konnte. Blendend aufgelegt zeigten sich neben Kahles Markenkollegen Maik Stölzel, der als Gesamtzweiter das Tempo des Skoda-Werkspiloten am besten mitgehen konnte, einige starke Privatiers. So waren Sandro Wallenwein / Pauli Zeitlhofer im Kathrein-Lancer sowie Frank Färber / Dr. Thomas Schünemann im HS-Lancer am Freitag in Schlagdistanz. Nach dem Totalausfall der beiden Mitsubishi Lancer übernahmen Hermann Gassner und Olaf Dobberkau / Tanja Geilhausen die Verfolger-Rolle auf der zweiten Etappe. Vor dem dritten Lauf der DRM im Rahmen der ADMV-Pneumant-Rallye (29. April bis 1. Mai, Lutherstadt Wittenberg) führen Kahle / Göbel (80 Punkte) vor Gaßner / Schrankl (62) und Haaf / Wenzel (56).

Haaf / Wenzel siegen nach hartem Fight in der Super-1600-Klasse
Eine Riesen-Show lieferten bis zur letzten WP die Teams in der Super-1600-Meisterschaft. Beim Heimspiel seiner hessischen Co-Pilotin Katrin Becker konnte zunächst Niki Schelle (Suzuki Ignis Super 1600) die erste Bestzeit des Wochenendes setzen. Getriebeprobleme am gelben Renner sorgten allerdings dafür, dass die Führung schon ab der zweiten Prüfung wechselte. Nach einem jederzeit spannenden Sekunden-Fight mit mehrfach wechselnden Spiztenreitern konnte sich schließlich Sven Haaf im Citroën Saxo Super 1600 mit Co-Pilot Michael Wenzel durchsetzen. „Das ist riesig“, freute sich der Windecker, der seinen Vorsprung in der Super-1600-Meisterschaft ausbauen kann und mit 20 Punkten vor Niki Schelle / Katrin Becker (9) liegt. „Aber eigentlich hätten nach diesem Krimi mindestens drei Fahrer den Sieg verdient gehabt.“

Gruppe N: Gassner nicht zu schlagen
Mit ihrem dritten Platz im Gesamt-Klassement untermauerten die amtierenden Meister Hermann Gaßner / Siegfried Schrankl erneut auch ihre Ausnahmestellung in der seriennahen Division IV (Gruppe N über 2 Liter Hubraum), in der sie mit diesem Ergebnis siegten. Marcus Hesse / Uwe Kunze als zweite in der Division liefen auf siebter Position mit einem Abstand von über einer Minute im Ziel ein. Sie konnten sich damit gegen ihre Dänischen Lancer-Kollegen Kristian Poulsen / Ole-R. Frederiksen durchsetzen, die mit 4,7 Sekunden Abstand als Achte abschlossen. In der „kleinen“ Division der seriennahen Fahrzeuge (Division V – Gruppe N bis zwei Liter Hubraum) waren zwei Honda-Teams tonangebend. Oliver Schumacher / Peter Zehetmaier siegten vor Michael Stapel / Jürgen Breuer (beide Honda Civic Type R).


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