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2004-04-23 01:41:13 - ks
F3 Cup: Testfahrten versprechen Spannung

Ist JB mit Michael Devaney das Maß derDinge 2004?
Es gibt einige neue Gesichter im RECARO Formel-3-Cup, darunter besonders viele Rookies. Mit denen fighteten die erfahrenen Thomas Holzer und Franz Schmöller um die Tagesbestzeiten. Der Sohn von DTM-Teamchef Günther Holzer war am ersten Tag Schnellster, sein Vorsprung war mit 0,71 Sekunden komfortabel. „Mir kommt hier auch zugute, dass ich mit Sean Thompon nun einen Ingenieur habe, der unheimlich viel Erfahrung hat. In der Formel 3 Euro Serie arbeitet er mit Alexandros Margaritis zusammen bei KMS.“

Holzer lernte seinen neuen Ingenieur vergangenen Oktober bei Testfahrten im Team MB Racing Performance kennen und wollte ihn unbedingt haben, als das väterliche Team AM Holzer Rennsport die Formel-3-Abteilung um den Filius aufbaute.

Holzer war nach einer Tagesbestzeiten zufrieden: „Ich habe gesehen, dass ich in diesem Jahr ganz vorne fahren kann. Jetzt kann die Saison losgehen.“ Sogar so zufrieden, dass er vorzeitig abreiste.

Doch da hatte er die Rechnung ohne Franz Schmöller und Rookie Michael Devaney gemacht. Vor allem der Ire in Diensten von JB Motorsport wusste zu überraschen, er glänzte mit der schnellsten Runde des zweiten Tages. „Ich möchte die Startnummer 1 auch im nächsten Jahr noch haben“, gab ihm JB-Teammanager Sven Platteeuw mit auf den Weg.

Devaney hielt seine Runde noch lange nicht für perfekt. „Rund 0,4 Sekunden geht es sicher noch schneller, aber es hat für heute gereicht.“

Allerdings war es sehr knapp. Gerade einmal 0,001 Sekunden lag Frank Schmöller hinter ihm. „Mehr muss auch nicht sein“, so ein cooler Devaney.
Der Bayer Schmöller saß erstmals in diesem Jahr in seinem Dallara. „Für ein erstes Roll-Out ist das Ergebnis gar nicht so schlecht...“, grinste er.

Ebenfalls auf den vorderen Pältzen reihten sich vielversprechende Rookies ein. Der Tscheche Filip Salaquarda und die Deutschen Bastian Kolmsee, Timo Lienemann und Jan Seyffarth kämpften um die Verfolgerplätze. Dabei begeisterte der Tscheche, der aus der Formel BMW den Aufstieg wagt, als Zweiter des regnerischen Montags.

Bei SMS Seyffarth traf am Dienstag ein prominenter Name ein: Sven Heidfeld, Bruder von Formel-1-Pilot Nick Heidfeld, nahm im zweiten Dallara-Renault Platz. „Von der Formel 3000, die ich im vergangenen Jahr gefahren bin, ist die Formel 3 schon eine gewaltige Umstellung. Ein Formel-3-Auto verlangt einen ganz anderen Fahrstil, daran muss ich mich erst einmal gewöhnen“, fasste der jüngere Heidfeld seinen Testtag zusammen.

Nicht sehr viel lief bei Tobias Blättler zusammen. Der Schweizer schaffte am ersten Tag gerade einmal eine fliegende Runde. „Das Getriebe hat nicht mitgespielt“, so Blätter geknickt. „Am Dienstag gingen die Sorgen munter weiter: Die Elektronik, die Benzinpumpe, die Antriebswelle, so lautet die lange Liste meiner Probleme. Erschwerend kommen drei Dreher hinzu und die Tatsache, dass ich die Strecke hier nicht kenne.“

„Ich bin sehr enttäuscht, denn ich weiß nun gar nicht, wo ich stehe“, meinte er traurig. „Es wird ja wohl nicht so weit hinten sein...“


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