Top 10: DMSB-Produktionswagen-Meisterschaft Premiere
Hürtgen möchte in der Produktionswagen-Meisterschaft ihren Titel verteidigen
Im Motopark Oscherleben eröffnet die Beru Top 10 vom 7. bis 9. Mai die Saison 2004. Erstmals dabei: die DMSB-Produktionswagen-Meisterschaft. Hier treten die spektakulären Fahrzeuge aus der Tourenwagen-EM erstmals mit offiziellem deutschen Meisterschaftsprädikat an. Mit BWM, Citroën, Ford, Honda, Opel und Volkswagen sind gleich sechs Marken in den beiden Divisionen der Meisterschaft am Start. Doch die Produktionswagen sind nur eines der Highlights am Top-10-Wochenende. Mit Alfa 147 Cup, Ford Fiesta ST Cup, Recaro-Formel-3-Cup, Formel Renault Cup, Renault Clio Cup, SEAT Leon Supercopa und Toyota Yaris Cup gibt es noch sieben weitere Serien, in denen um Meisterschaftspunkte gefightet wird. Als Extra-Bonbon für die Fans absolvieren alle Markenpokale und Formel-Rennserien künftig zwei Rennen pro Wochenende. So können die Zuschauer schon am Samstag packende Startszenen verfolgen und den ersten Siegern des Wochenendes zujubeln.
Zu den Top-Favoriten des neuen Produktionswagen-Championats gehört sicher Claudia Hürtgen. Die Aachenerin holte sich im vergangenen Jahr überlegen den Titel in der Deutschen Tourenwagen-Challenge, der Vorgängerserie der neuen DMSB-Produktionswagen-Meisterschaft. Auch 2004 tritt die schnelle Dame wieder auf einem BMW 320i an – nun allerdings vorbereitet nach dem technischen Reglement für „DMSB Super 2000“. Ihre härtesten Konkurrenten kommen von Ford: Ex-Meister Thomas Klenke, Patrick Bernhardt und Michael Funke (alle Ford Focus ST) bringen ebensoviel Erfahrung wie Schnelligkeit mit, um der BMW-Pilotin die Titelverteidigung zu vereiteln. Aber auch im eigenen Haus droht Konkurrenz: Mit Thomas Winkelhock (DTC-Champion 1998) und Franz Engstler (DTC-Champion 2000) sind zwei ehemalige Meister am Start, die mit dem BMW 320i beste Voraussetzungen für den Titelkampf haben sollten.
Auch SEAT Leon Supercopa gibt sein Debüt in Oschersleben
Doch der Auftakt der Produktionswagen-Meisterschaft ist nicht die einzige Premiere in Oschersleben. Auch der SEAT Leon Supercopa nimmt die ersten Rennkilometer unter die Räder. Mit seinen 250 PS ist der Spanier der leistungsstärkste Markenpokal der Top 10. Und auch die Fans dürfen sich freuen, denn die Starterliste des Supercopa liest sich wie das Who-is-who der Markenpokal Geschichte. Alte Cup-Hasen sind ebenso vertreten wie arrivierte Youngster.
Kaum weniger spektakulär präsentiert sich die andere Serie mit dem mediteranen Flair, der Alfa 147 Cup. Mit Diesel-Power gehen die Alfisti auf die Piste, was sich in unbändigem Temperament wie Drehmoment gleichermaßen äußert. Für jede Menge Spaß auf – und manchmal neben – der Strecke sorgen die fast drei Dutzend Clio, die im Renault-Cup für Action sorgen. Die RS Coupe bilden traditionell das größte Starterfeld innerhalb der Beru Top 10 und gehören zu den absoluten Publikumslieblingen. Ebenfalls zur Spaßfraktion im besten Sinne dürfen sich die Piloten im Toyota Yaris Cup zählen. Denn die Kölner Formel-1-Schmiede bietet mit ihrem kleinsten Ableger jede Menge Fun – für Fahrer wie für Fans. Abgerundet wird die Palette der Tourenwagen-Pokale durch den Ford Fiesta ST Cup. In bester Tradition der Ford-Markenpokale treten hier gestandene Cup-Piloten gegen Newcomer an – und nicht immer haben die altgedienten Pokal-Profis die Nase vorn.
Zwei starke Formel-Serien für den Formel-1-Nachwuchs
Wer sich für eine Karriere im Formel-Sport entscheidet, ist in der Top 10 richtig. Denn mit der Formel Renault und der Formel 3 sind gleich zwei Stufen der Karriereleiter am Start. Der Formel Renault Cup brilliert mit zwei Formel-1-Piloten, die ohne große Umwege den Sprung ins Grand-Prix-Starterfeld geschafft haben: Fillippe Massa (Sauber-Petronas) und Kimi Räikkönen (McLaren-Mercedes). Diesem Weg wollen die jungen Nachwuchspiloten der Formel Renault natürlich folgen. Ebenso im Recaro-Formel-3-Cup: Nahezu alle Top-Piloten haben ihrer Formel-1-Karriere in der Formel 3 den letzten Schliff gegeben. Kein Wunder: Bei 210 PS Leistung und nur 550 kg Gewicht sind die Monoposti die ideale Vorbereitung für höhere Weihen. Für die Fans sind beide Serien eine Augenweide, geht es doch immer nicht nur um den Sieg im Rennen, sondern bei jedem Überholmanöver auch gleich um wichtige Schritte für die kommende Rennfahrer-Karriere – dementsprechend hart umkämpft sind die Veranstaltungen.