Carrera Cup: Mike Rockenfeller auf Startplatz eins
Rockenfeller: "Im Rennen Reifen schonen!"
Zwei Routiniers teilen die erste Startreihe beim Eröffnungsrennen des Porsche Carrera Cup auf dem Hockenheimring. Mike Rockenfeller (Neuwied) setzte die Bestmarke mit einer Zeit von 1:44.594 Minuten (=154.432 km/h). Christian Menzel (Kelberg) war zwei Zehntel Sekunden langsamer. Beide Fahrer gelten als Anwärter auf den Gesamtsieg. Rockenfeller schloss das Jahr 2003 als Zweiter der Gesamtwertung ab. Menzel gelang dieser Erfolg bereits 1999.
Eine Überraschung gelang Jörg Hardt (Bonn), der erst seine zweite Rennsaison im Carrera Cup in Angriff nimmt. Der Schüler sicherte sich den dritten Startplatz vor seinem Teamkollegen, Wolf Henzler aus Nürtingen. Henzler verfügt über große Erfahrung in den Porsche-Markenpokalen. Er verpasste 2003 den Gesamtsieg im internationalen Porsche-Michelin-Supercup nur knapp und wurde im Carrera Cup Vierter.
Richard Lietz aus Österreich beendete die Zeitenjagd bei strahlendem Sonnenschein auf Platz fünf und war damit der schnellste Neu-Einsteiger. Bob-Goldmedaillen-Gewinner und -Weltmeister Christoph Langen stellte den Porsche bei seiner Carrera Cup-Premiere auf den 18. und letzten Startplatz.
Der Fernsehsender "Premiere" überträgt das 18-Runden-Rennen am Sonntag (10.50 Uhr) live, das Deutsche Sport Fernsehen zeigt im Rahmen der "DTM-Highlights" am Sonntag Abend ab 20.15 Uhr eine Zusammenfassung.
Mike Rockenfeller (Startplatz eins): "Drei schnelle Quali-Runden sind bei dieser Temperatur von den Reifen her möglich, die zweite hat gepasst. Sollte es so warm bleiben, heißt es beim Rennen: Reifen schonen. Wir stehen am Anfang der Saison, ich werde es konservativ angehen und auf jeden Fall Punkte mitzunehmen versuchen."
Christian Menzel (Startplatz zwei): "Ich schätze, ich habe eine mögliche bessere Zeit auf der Bremse im zweiten Sektor verloren, also dem Abschnitt ab Mitte Parabolika bis zur Mercedes-Arena. Aber morgen habe ich 18 Runden, um das wieder gutzumachen. Teuflisch aufpassen müssen wir mit den Randsteinen. Sie sind so scharfkantig, dass sie die Reifen beschädigen können. Da ist es eine echte Gewissensfrage: ganz schnell sein und den Schaden riskieren, oder auf Nummer Sicher fahren?"
Jörg Hardt (Startplatz drei): "Ich bin glücklich! Aber ich weiß auch, dass mein Teamkollege Wolf Henzler Pech hatte und deshalb langsamer war. Meine schnellste Runde fing ganz schlecht an, als ich am Ende der Zielgeraden den Brems- und den Einlenkpunkt verpasste. Mit vollem Einsatz habe ich es dann noch mal rumgerissen."
Richard Lietz (Startplatz fünf): "Vor allem auf der Bremse und bei der Einfahrt in die Kurven hab ich noch viel zu lernen. Aber mit dem heutigen Ergebnis bin ich schon mal sehr zufrieden."