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2001-01-09 09:27:53 - ks
F1: Interview mit Kimi Räikkönen

Bereits vor dem Großen Preis von Malaysia in Kuala Lumpur sprach Peter Sauber über das noch freie Cockpit neben Nick Heidfeld. "Wir haben mit Kimi in Mugello getestet und waren mehr als zufrieden mit seinen Leistungen. Damit dürfte er allerbeste Aussichten auf einen Fahrervertrag haben", meinte Peter Sauber. Bis dahin war der junge Finne ein unbekanntes Gesicht. Ende Oktober unterzeichnete er den Vertrag bei Sauber. Erste "richtige" Erfahrungen konnte er bei Testfahrten im Dezember erlangen. Er hatte der FIA zu beweisen, dass er mit nur 23 Autorennen reif für die Formel 1 war. Am 07. Dezember 2000, Das Sauber-Team testete gerade in Jerez, war es für den 21-jährigen Finnen endlich soweit. Der Internationale Automobil-Verband (FIA) hat dem Nachfolger von Mika Salo die Superlizenz erteilt. Teamchef Peter Sauber zeigte sich bestätigt. "Mit der Verpflichtung von Heidfeld und Räikkönen haben wir ein Zeichen gesetzt, dass wir in die Jugend investieren." Damit stand fest, dass Räikkönen in der Formel-1-Saison 2001 neuer Teamkollege von Nick Heidfeld ist. Doch die Vergabe der Superlizenz an den noch unerfahrenen Räikkönen steht vielfach in der Kritik. Auch Ralf Schumacher hat die Aufnahme des Finnen in die Formel 1 kritisiert. "Ich persönlich bin der Meinung, dass es sehr früh ist und dass man da Grenzen ziehen sollte", sagte der 25-jährige in einem Interview. "Ein zu leichter Einstieg in die Formel 1 gefährde andere Klassen wie die Formel 3 oder die Formel 3000", so Schumacher. Er selbst war bei seinem Formel-1-Debüt auch nur 21 Jahre alt - wie der Sauber-Pilot Räikkönen jetzt -, hatte aber 1996 den japanischen Formel-3000-Titel gewonnen.
Ab dem 4. März kann Räikkönen unter Beweis stellen, dass er reif genug für das harte Formel-1-Geschäft ist.

Interview mit Kimi Räikkönen

Wie zufrieden bist du mit den Testfahrten im Dezember?
Ich denke, ich habe einen guten Job gemacht, aber ich wusste nicht, welche Entscheidung die FIA fällen würde. Man kann sich denken, wie erfreut ich war, als Peter Sauber mir bei den Testfahrten in Jerez mitteilte, ich hätte die Superlizenz bekommen. Das war einer der größten Momente in meinem Leben.
Ich habe viel unter Anleitung meines belgischen Testteam-Ingenieurs, Jacky Eeckleheart, gearbeitet. Ich habe bei den Testfahrten rund 200 Kilometer pro Tag zurückgelegt! Es ist eine wirklich interessante Erfahrung, ein neues Team, ein neues Auto kennen zulernen, das verlangt eine Menge Fitness und Widerstandsfähigkeit.

Wie wurden die Neuigkeiten in Finnland aufgenommen?
Ich habe seit der Bekanntgabe wenig Zeit dort verbracht, aber wir hatten kurz danach eine Pressekonferenz in Helsinki. Bei meiner ersten Pressekonferenz waren um die 50 Journalisten da und ich war plötzlich in den Zeitungen und Magazinen zu sehen. Jetzt halten mich sogar manchmal Leute auf der Strasse an und sagen „Hey, dich kenn ich!“.
Manchmal wünsche ich mir, das dass nicht passiert, aber das bringt mein neuer Job halt mit sich. Aber hilft dir, dich an den neuen Bekanntheitsgrad zu gewöhnen.

Wie hast du den Erhalt deiner Superlizenz gefeiert?
Ich kann es immer noch nicht so wirklich begreifen. Aber mit meinen Eltern und ein paar guten Freunden habe ich schon gefeiert. Meine Eltern haben mich die ganzen Jahre immer so großartig unterstützt, ich denke sie sind ziemlich stolz auf mich, vor allem mein Vater.

Hat Mika Salo dir auch gratuliert?
Ich kenne ihn nur wenig. Wir haben ein paar Mal miteinander gesprochen. Er gab mir ein paar Tipps für mein erstes Rennen. Er sagte mir aber auch, das ich im Cockpit auf mich allein gestellt bin und es allein meistern muss. Peter Sauber hat ihn dann noch auf unsere Weihnachtsparty eingeladen. Er hat mich allen Mitarbeitern und Mechanikern dann persönlich vorgestellt, besser hätte es nicht sein können.

Wie groß bewertest du den Schritt aus der Formel Renault in die Formel 1?
In der Formel 1 findet einfach alles auf einem viel höheren Level statt. Der Motor ist viel stärker, die Aerodynamik und die Bremsen sind viel besser. Die Bremsen sind aber eigentlich die größte Umstellung. Du fährst viel schneller in eine Kurve und bremst verdammt spät, unglaublich spät!
Im Gegensatz zur Formel Renault passiert in der Formel 1 alles viel schneller. Du brauchst einige Zeit um alles wahrnehmen zu können, aber das ist nicht so schlimm.

Siehst du deine Unerfahrenheit als großen Nachteil?
Nein. Ich habe zwar erst 23 Autorennen bestritten, kann aber auf 12 Jahre Karterfahrung zurückblicken. Ich habe viel getestet, das hilft mir für den Start in die Saison. Wir haben bis kurz vor Weihnachten getestet, jetzt geht es wieder los.

Wie ist das Verhältnis zu Nick Heidfeld?
Ich kenne Nick nicht besonders gut, aber es scheint als sei er ein netter Kerl. Wir quatschen oft über das Auto und er ist sehr schnell. Ich habe auch Einsicht in seine Telemetriedaten, das ist sehr hilfreich.

Bist du nervös bei dem Gedanken, zusammen mit Formel 1-Weltmeistern wie Mika Häkkinen oder Michael Schumacher auf der Strecke zu sein?
Nein! Es ist eine Ehre mit ihnen zusammen fahren zu dürfen. Aber letztendlich sind wir Konkurrenten, jeder ist das.

Welche Ziele hast du dir für 2001 gesteckt?
Ich möchte Rennen beenden und so viele Punkte wie möglich einfahren.
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