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2004-04-14 23:02:48 - ju
WRC: Die Karten werden in Neuseeland neu gemischt

Peugeot tritt in Neuseeland mit einem neuen Getriebe an
Nach drei Läufen zur Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) führen zwei Piloten punktegleich die Tabelle an: Sebastien Loeb und Markko Märtin haben jeweils 20 Zähler auf dem Konto. Aber es gibt noch mehr Gemeinsamkeiten: Beide werden in Neuseeland neue Evolutionsstufen ihrer Fahrzeuge an den Start bringen, beide sind noch nicht sehr Neuseeland-erfahren und beide haben dort noch nicht gewonnen. Auch zwei andere Hersteller waren fleissig: Subaru präsentierte, allerdings schon beim letzten Lauf in Mexico, seinen neuesten Impreza und Peugeot bestückt seine 307 nun mit einem neuen Fünf-Gang-Getriebe. Vorhersagen sind somit schwieriger denn je.

Markko Märtin ist erst zweimal in Kiwi-Country gestartet und beide Male mußte der Este in Prüfung 14 aufgeben. In 2002 bremste ein Unfall, letztes Jahr dann die Technik den Ford Focus. Bis zu seinem letztjährigen Ausfall hatte Märtin jedoch drei Bestzeiten in Folge markiert und lag auf Rang zwei. Wenn der neue Ford Focus WRC04 an das Potential des Vorgängermodells anknüpfen kann, und damit hat Märtin immerhin den letzten WM-Lauf in Mexico gewonnen, dann zählt der Este auf jeden Fall zu den Siegkandidaten. Teamkollege Francois Duval überzeugte ebenfalls in Mexico mit Rang zwei und auch für Neuseeland hat sich der Belgier viel vorgenommen.

Mit seinen beiden Auftaktsiegen hatte Sebastien Loeb für mächtig Furore gesorgt, der Ausfall in Mexico nach einem Ölwannenbruch hatte den Franzosen aber auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Loeb zählt spätestens seit diesem Jahr zu den besten Fahrern auf allen Belägen und warum sollte der Citroen-Pilot nicht auch in Neuseeland als Sieger über die Zielrampe rollen? Im letzten Jahr, bei seinem Debüt in Down Under, wurde Super-Seb hervorragender vierter. Loebs Teamkollege Carlos Sainz hat bereits viermal in Neuseeland gewonnen und stand neunmal dort auf dem Podium! Und auch der erste Sieg in 2004 ist nur noch eine Frage der Zeit. Sainz, am Ostermontag 42 Jahre jung geworden, ist schließlich immer noch hochmotiviert!

Seit seinem Debüt bei der Rallye Monte Carlo im Januar hat der Peugeot 307 seine Wettbewerbsfähigkeit bewiesen. Doch in punkto Zuverlässigkeit lahmte der Löwe etwas und kleine technische Defekte verhinderten bessere Platzierungen. Teamleader Marcus Grönholm nahm es dennoch mit finnischer Gelassenheit und mit nur fünf Punkten Rückstand ist für den zweifachen Weltmeister im Kampf um den Titel noch nichts verloren. Grönholm beendete die Neuseeland-Rallye in den vergangenen beiden Jahren jeweils als Sieger und auch sein Teamkollege Harri Rovanperä zählt dort zu den heißen Siegesanwärtern: Platz drei in 2001 und Platz zwei in 2002.

Petter Solberg dominierte die Rallye Mexico eigentlich nach Belieben, doch eine Zeitstrafe wegen Anschiebens auf der ersten Etappe vereitelte den ersten Saisonsieg. Der amtierende Weltmeister wurde dennoch vierter und zeigte das hervorragende Potential des neuen Subaru Impreza 2004 auf. Teamkollege Mikko Hirvonen ist erst einmal in Neuseeland gestartet (10. in 2003) und auch das Mitsubishi-Duo Gilles Panizzi/Kristian Sohlberg richtet den Focus auf die Weiterentwicklung des Lancer WRC04. Für den Finnen wird es der erste Schotterstart mit dem aktuellen Fahrzeug sein.

Die Sieger der letzen Jahre:
2003, 2002 Grönholm (beide Peugeot), 2001 Burns (Subaru), 2000 Grönholm (Peugeot), 1999 Mäkinen (Mitsubishi), 1998 Sainz (Toyota), 1997 Eriksson (Subaru Impreza), 1996 Burns (Mitsubishi), 1995, 1994, 1993 C.McRae (jeweils Subaru), 1992, 1991, 1990 Sainz (jeweils Toyota).

Wichtige Starter 34. New Zealand Rally:
WRC: 1 P. Solberg, 2 Hirvonen (beide Subaru Impreza), 3 Loeb, 4 Sainz (beide Citroen Xsara), 5 Grönholm, 6 Rovanperä (beide Peugeot 307), 7 Märtin, 8 Duval (beide Ford Focus), 9 Panizzi, 10 Sohlberg (beide Mitsubishi Lancer), 11 H.Solberg, 12 Carlsson (beide Peugeot 206), 14 Viita, 15 Warmbold (beide Ford Focus).

PCWRC: 31 Arai (Subaru Impreza), 32 Singh (Proton Pert), 33 Sola (Mitsubishi Lancer), 34 McShea, 35 Ligato (beide Subaru Impreza), 36 Trivino (Mitsubishi Lancer), 37 Roman (Subaru Impreza), 38 Geradzhiev (Mitsubishi Lancer), 39 A. McRae (beide Subaru Impreza), 40 Stohl, 41 Paasonen (beide Mitsubishi Lancer), 42 M.Higgins (Subaru Impreza), 43 Galli (Mitsubishi Lancer), 44 Al-Attiyah (Subaru Impreza), 46 Kuchar, 47 Pons, 50 Vollak (alle Mitsubishi Lancer).

Stand in der WRC (Fahrer):
1. Loeb und Märtin je 20; 3. Grönholm 16; 4. Duval 14; 5. Solberg 13; 6. Sainz 10; 7. Tuohino 5; 8. Loix, Panizzi und Hirvonen je 4; 11. H.Solberg 3; 12. Valimäki 2; 13. Burri und Carlsson je 1.

Stand in der WRC (Marken):
1. Ford 40; 2. Citroen 30; 3. Peugeot 21; 4. Subaru 19, 5. Mitsubishi 5.

Stand in der PCWRC:
1. Sola 16; 2. Arai 11; 3. Paasonen 10; 4. McRae 8; 5. McShea 6; 6. Kuchar und Singh je 5; 8. Galli und Pons je 4; 10. Nutahara 3; 11. Al-Attiyah und Trivino je 2; 13. Lopez-Fombona und Roman je 1.


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