Dörens langjähriger Weggefährte Karl-Christian Lück erwies seinem verschiedenen Freund auf seine Art die letzte Ehre
Der Motorsport hat am Nachmittag des 1. Aprils einen seiner sympathischsten Botschafter verloren: Langstrecken-Routinier Edgar Dören erlag einem geduldig ertragenen und lange geheim gehaltenen Krebsleiden. Der passionierte Porsche-Pilot, der auch in diesem Jahr wieder als Partner von Karl-Christian Lück für die BFGoodrich Langstrecken-Meisterschaft genannt war, wurde lediglich 62 Jahre alt. Der Wuppertaler – dessen Name zumeist das Attribut „Ring-Ikone“ schmückte – hatte die Nordschleife in den vergangenen 23 Jahren zu seiner zweiten Heimat erhoben.
Unter Aktiven wie Organisatoren, Industrie-Partnern und Journalisten galt der stets gut gelaunte Dören auch dank seiner geradlinigen Art als willkommener und kompetenter Gesprächspartner. Für die zahlreichen Fans entlang der Traditionspiste war er schlicht das Aushängeschild der gesamten Serie. Dabei hatte das Sportwagen-Ass auch außerhalb des Nürburgrings zum Beispiel bei Gastauftritten in der Euro-GT-Serie oder auch in Le Mans für Furore gesorgt. Nicht weniger als 24 VLN-Lauf- sowie 53 Gruppensiege errang Dören in den vergangenen 20 Jahren auf seiner Lieblingsstrecke. Sein größter sportlicher Erfolg war vermutlich der Gewinn des 24-Stunden-Rennens im Jahr 1988. Edgar Dören hinterlässt für die Nürburgring-Gemeinde ein schmerzliche Lücke.