Schnell unterwegs - Alzen fuhr im Rennen die schnellste Runde
Für die beiden deutschen Motorsport-Stars Uwe Alzen und Michael Bartels, die in diesem Jahr gemeinsam einen amerikanischen Sportwagen vom Typ Saleen S7R pilotieren, dauerte die Saisoneröffnung der FIA GT-Meisterschaft im italienischen Monza nur 17 Minuten. Nachdem Alzen zu Rennbeginn in der Spitzengruppe fuhr und dabei die insgesamt schnellste Runde des Rennens drehte, musste der 36-Jährige aus dem Westerwald schon nach zehn Runden die Boxengasse ansteuern. „Der Unterboden unseres Auto wurde beschädigt, dabei kam es zu einem Leck im Wasserkreislauf“, dokumentierte Alzen den frühen Ausfall. Michael Bartels, der somit nicht mehr zum Zuge kam, zog dennoch ein positives Fazit. „Wir haben einen guten Grundspeed gezeigt“, betonte der gebürtige Plettenberger. „Im Rennen waren wir das schnellste Auto im Feld und konnten die ersten Runden problemlos an der Spitze mithalten. Das lässt für die kommenden Rennen hoffen.“ Im Zeittraining am Samstag hatte Uwe Alzen den dritten Startplatz erobert.
Nach dem Ausfall des deutschen Duos war der Weg für die schon das Zeittraining bestimmenden Ferrari endgültig frei. Der amtierende FIA GT-Champion Matteo Bobbi (Italien) hatte das Langstreckenrennen über insgesamt 500 Kilometer mit seinem Ferrari 550 lange angeführt, aber ein Missverständnis beim zweiten Fahrerwechsel kostete zunächst vier Plätze. Bobbis Teamkollege Gabriele Gardel (Schweiz) hatte die Boxengasse eine Runde zu früh angesteuert. „Ich hatte keine Funkverbindung. Als ich an die Box kam, war noch niemand bereit. Anstatt zu warten und noch mehr zu verlieren, fuhr ich eine weitere Runde“, berichtete Gardel. Damit ging die Führung an den zweiten Ferrari vom Team BMS Scuderia Italia, welcher gefahren von Fabrizio Gollin und Luca Cappellari (beide Italien) mit über 44 Sekunden Vorsprung als Erster über den Zielstrich fuhr. Bobbi holte nach einer engagierten Aufholjagd noch Platz zwei. Mit drei weiteren Ferrari-Teams auf den folgenden Plätzen feierten „die Roten“ bei ihrem Heimspiel einen eindrucksvollen Fünffach-Sieg.
Die Wertung für Fahrzeuge der seriennahen N-GT-Kategorie gewannen Stéphane Ortelli (Monaco) und Emmanuel Collard (Frankreich). „Das ist ein phantastischer Saisonbeginn“, freute sich der aktuelle N-GT-Champion Ortelli. „Aber unsere Gegner sind stärker geworden. Ich bin gespannt, wie wir uns in drei Wochen in Valencia bei zweiten Lauf schlagen.“ Pech hatten die beiden Deutschen Lucas Luhr (Monaco) und Sascha Maassen (Belgien). Nach Bremsproblemen, einem Unfall und einer einstündigen Reparatur fielen Luhr und Maassen aus der Wertung.