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DTM: Erster großer Test verspricht Spannung pur

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Tom Kristensen hatte am Ende die Nase vorne |
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| Brandneue DTM-Autos, DTM-Novizen und Routiniers am Steuer, und alle fahren von der allerersten Testrunde bis zur letzten im Abstand von Hundertstelsekunden – das wirft ein Schlaglicht auf die DTM-Saison 2004, wie es viel versprechender kaum sein könnte: Spannung und Renndramatik durch dichte Starterfelder sind garantiert. So lautet das Fazit nach den ersten gemeinsamen Tests von Audi, Mercedes-Benz und Opel vom 15. bis 18. März auf der 4,182 Kilometer langen Rennstrecke im portugiesischen Estoril nahe Lissabon. Am ersten Tag setzte sich Manuel Reuter im Opel Vectra GTS V8 an die Spitze, am zweiten war es der neue Opel-Star Heinz-Harald Frentzen. Vizemeister Christijan Albers fuhr in der Mercedes-Benz C-Klasse Bestzeit am dritten Tag. Und am Abend des letzten Testtages war es schließlich erneut ein DTM-Neuzugang, der im Audi A4 DTM die absolute Bestzeit des gesamten Tests markierte: Tom Kristensen sorgte damit auch für einen erfolgreichen Auftakt für das Audi-Werksengagement in der DTM.
Der Däne Tom Kristensen, in dessen Vita auch drei Le-Mans-Siege mit Audi-Sportwagen stehen, war glücklich. „Ich wusste nach all den Jahren im Sportwagen gar nicht mehr, dass so enge Zeitabstände überhaupt noch möglich sind“, sagte er. „Natürlich freue ich mich über meine Bestzeit, denn ich weiß jetzt zumindest, dass ich auch in dem engen DTM-Feld vorne mit dabei bin. Aber wo wir wirklich stehen, werden wir erst beim Auftakt in Hockenheim sehen.“ Der Däne bilanzierte weiter: „Das waren sehr erfolgreiche Tage in Estoril. Wir hatten keinerlei technische Schwierigkeiten mit dem Audi A4 DTM, das Team hat perfekt gearbeitet, und wir konnten unser ganzes Testprogramm wie geplant abspulen.“
Für Aufsehen sorgte auch der Formel-1-Vizeweltmeister von 1997, Heinz-Harald Frentzen: Er kam am Montag Abend an, setzte sich am Dienstag in seinen neuen Opel Vectra GTS V8 – und stand schon nach der ersten Session an der Spitze, die er am Ende des Tages ebenso behauptete wie am Vormittag des zweiten. Erst am Mittwoch Abend verdrängte ihn Albers auf Rang zwei. „Für mich ist es einfach auch toll, hier meine neuen DTM-Kollegen kennen zu lernen“, so Frentzen. „Mit den Ergebnissen bin ich recht zufrieden. Mein Testprogramm ist unter den trockenen und damit idealen Bedingungen voll nach Plan gelaufen. Der Vectra reagiert gut auf Veränderungen, und wir haben konsequent an der Abstimmung des Autos arbeiten können.“ Frentzen testete unter anderem auch streckenspezifische Aspekte als Vorbereitung auf den zweiten Saison-Lauf am 2. Mai in Estoril.
Der Vizemeister des Vorjahres, der 2003 bis zum letzten Rennen um die Meisterkrone gekämpft hatte, zeigte auch in Estoril wieder seine Klasse. Christijan Albers holte am dritten Tag die erste Testbestzeit für Mercedes-Benz und die neue C-Klasse und unterbot dabei Frentzens bisherige Marke um fast zwei Hundertstelsekunden – in der DTM ist so ein Abstand schon eine ganze Welt. „Der erste Test ist gut verlaufen, die neue C-Klasse läuft schon zuverlässig wie ein Uhrwerk. Damit bin ich sehr zufrieden“, sagte der 24 Jahre junge Niederländer. „Außerdem tut es nach der Winterpause wieder gut, mit dem Team zu arbeiten.“ Mit Prognosen hielt sich der „junge Wilde“ des Vorjahres allerdings zurück: „Zu einem so frühen Zeitpunkt schon Aussagen zu treffen ist schwierig. Wo wir stehen, sehen wir dann in Hockenheim.“ Markenkollege Jean Alesi, der wie Frentzen aus der Formel 1 kommt, ist sich allerdings nach diesen Testtagen sicher: „Der Wettbewerb wird in diesem Jahr noch härter.“
Direkt im Anschluss an die große DTM-Präsentation am 30. März auf dem Hamburger Rathausmarkt mit Fahraktionen um die Binnenalster, stehen weitere gemeinsame DTM-Tests stehen von 1. bis 4. April in Brünn (CZ) auf dem Plan. Und von 16. bis 18. April wird auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg der DTM-Saisonauftakt 2004 gefeiert.
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