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2004-03-13 00:25:49 - ks
F1: Michelin will Gegner ins Schwitzen bringen

Wie start präsentiert sich Williams BMW in Malaysia
Im Tigerstaat will Michelin zupacken: Mit dem Großen Preis von Malaysia geht die Formel 1 in die zweite Runde der Saison 2004. Auf dem spektakulären Sepang Circuit vor den Toren Kuala Lumpurs fühlen sich Michelin-Piloten traditionell wohl, wie die Siege in den beiden Vorjahren sowie die doppelte Pole Position 2003 belegen. Entsprechend ungeduldig erwarten die Partnerteams des französischen Reifenspezialisten die Australien-Revanche. Während das Renault F1-Team den Podestplatz von Fernando Alonso als positive Überraschung wertete, wollen sich BMW WilliamsF1, BAR-Honda, McLaren-Mercedes, Jaguar und Toyota mit Hilfe von Michelin gegenüber dem Saisonauftakt klar steigern.

Kaum ein anderer Kurs wirkt aus der Vogelperspektive so symmetrisch - doch kaum einer bietet eine solche Vielzahl verschiedenartiger Kurven. Der Sepang International Circuit hält praktisch an jeder Kehre eine neue Herausforderung bereit. In Turn 9 ist es zum Beispiel schwierig, den richtigen Bremspunkt zu finden. Als anspruchsvollste Passage erweist sich Turn 14: An dieser Schlüsselstelle entscheidet sich maßgeblich die Rundenzeit. Außerdem kommt es am Kurvenausgang darauf an, sauber zu beschleunigen und eine gute Höchstgeschwindigkeit zu erzielen, um vor der Kurve am Ende der Geraden einen Gegner zu überholen. Der Eingang dieser Kehre führt bergab und fällt zudem nach außen ab. Die Fahrer wählen hier eine Linie mit doppeltem Scheitelpunkt.

Trotz der zwei langen Geraden setzen die Teams auf eine Abstimmung mit viel Abtrieb - was unter dem Gesichtspunkt der jederzeit möglichen Regenfälle noch sinnvoller erscheint. Da die Rennställe und ihr gesamtes Equipment direkt von Melbourne nach Kuala Lumpur flogen, fand naturgemäß kaum technische Weiterentwicklung statt. Stattdessen konzentrierten sich die Piloten auf ihre körperliche Fitness. Das tropische Malaysia stellt mit seiner feuchtheißen Luft die denkbar ungünstigste Umgebung für Leistungssport dar. Im Rennen verlieren die Grand Prix-Stars rund 1,5 Liter Flüssigkeit - mehr, als sie während des Grand Prix trinken können.

BMW WilliamsF1 hat gleich doppelten Anlass zur Zuversicht: „Unser neuer Motor bestand seine Feuertaufe mit Bravour", freut sich BMW Motorsport Direktor Dr. Mario Theissen. Außerdem hatten sich im Vorjahr die Kraftverhältnisse nach durchwachsenem Start schnell zugunsten der Weiß-Blauen verschoben. „Warum sollte dies nicht auch in der laufenden Saison geschehen?", so Theissen, der zugleich mehrere Entwicklungspakete ankündigt - wenn auch noch nicht für Sepang.

Im Team von McLaren-Mercedes weicht die Enttäuschung über den mageren Saisonauftakt dem bekannten Kampfgeist der Mannschaft aus Woking und Untertürkheim: „Wir wissen, dass wir uns verbessern müssen, und wir werden es auch schaffen", kündigt Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug an. Die aktuellen Testzeiten sprechen für den Aufschwung: Pedro de la Rosa, Testpilot der Silbernen, markierte an zwei von drei Tagen in Valencia die Bestzeit.


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