Niki Schelle startet mit einem 2003er-Ignis in der DRM
Nikolaus „Niki“ Schelle kehrt in die Deutsche Rallyemeisterschaft zurück: Mit einem Vorjahres-Suzuki Ignis startet Schelle in der hartumkäpften Super-1600-Meisterschaft. Die Suzuki International Europe GmbH unterstützt den privaten Einsatz mit einer Einschreibung in die DRM-Herstellerwertung. Zuvor hatten bereits Skoda und Citroen genannt. "Eine Riesensache", freute sich der zweifache Familienvater über das Engagement. "Ich bin mir sicher, dass sich die deutschen Rallyefans über unsere Auftritte ebenso freuen werden wie wir es tun." Zu den starken Wettbewerbern in der S1600 zählen unter anderem Carsten Mohe (Renault Clio), Horst Rotter (Opel Corsa) und Sven Haaf (zunächst Citroen Saxo, dann Citroen C2).
"Ich bin seit zwei Jahren nicht mehr in der DRM gestartet, deshalb werde ich wohl eine kurze Eingewöhnungszeit brauchen", erklärte der 37jährige. "Aus diesem Grund bin ich aber auch ganz froh darüber, dass die Saison mit meiner Heimrallye im Oberland startet. Wer dann neben mir auf dem heißen Stuhl sitzen wird, steht im Moment noch nicht fest." Der Einsatz eines Vorjahresmodells gegenüber der starken Konkurrenz bereitet Niki kein Kopfzerbrechen. "Die Stärke des Suzukis liegt klar im Motorenbereich. Unser Triebwerk ist enorm leistungsfähig. Auf den langen Vollgaspassagen der Oberland kann ich diesen Vorteil nicht ausspielen, aber bei sehr selektiven Rallyes wie der Pneumant oder der Eifel-Rallye, kommt uns das sehr entgegen."
Für sein Comeback in der Heimat vertraut der DRM-Vizechampion von 1997 und 1999 auf den dreitürigen Ignis Super 1600, der in der vergangenen Saison in der Junior-Rallye-Weltmeisterschaft (JWRC) eingesetzt wurde. "Auch wenn unser Einsatzfahrzeug nicht der neuesten Generation entspricht, hoffen wir dennoch, schon bald ganz vorne mitmischen zu können. Bevor wir uns jedoch Gedanken über den Saisonverlauf machen, müssen wir uns jetzt voll auf die Vorbereitungen konzentrieren." In knapp drei Wochen feiert die DRM mit der Rallye Oberland ihre Saisonpremiere.
Dass Suzuki auch mit vier statt nur auf zwei Rädern Motorsporterfolge feiert, beweist die Autosparte schon seit über 15 Jahren. Damals sorgte der Swift-Markenpokal für Furore. Vor zwei Jahren debütierte dann der Ignis in der JWRC und beim erst vierten Auftritt anlässlich der ADAC-Rallye Deutschland schaffte Niki Schelle mit Rang drei erstmals den Sprung auf das JWRC-Siegerpodest.
In der vergangenen Saison zeigte die Suzuki-Erfolgskurve weiter steil nach oben. Der Schwede Daniel Carlsson gewann die anspruchsvollen WM-Runden in Finnland und Großbritannien, sein spanischer Teamkollege Salvador Canellas wurde auf Anhieb Vizeweltmeister. Zum Auftakt der JWRC 2004 in Monte Carlo holten drei Ignis-Piloten WM-Punkte mit den Plätzen zwei, sechs und acht.