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WRC: Loeb dicht vor historischem Sieg

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Von sechs auf zwei: Grönholm holt auf |
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| Schafft Sebastien Loeb als erster Nicht-Skandinavier den Sieg bei der Schweden-Rallye? Nach einer ereignisreichen zweiten Etappe führt der Franzose am Steuer des Citroen Xsara mit 40,6 Sekunden Vorsprung vor Top-Favorit Marcus Grönholm im Peugeot 307 und Subaru-Pilot Petter Solberg. Fast allen WRC-Piloten ging im Verlauf der heutigen acht Wertungsprüfungen mindestens einmal die Strasse aus, so dass das Klassement mächtig durcheinander gewirbelt wurde.
Gleich in der Auftaktprüfung (WP 6) verlor Petter Solberg rund 45 Sekunden in einer Schneebank, beschädigte seinen Impreza aber nicht. Peugeot-Werkfahrer Freddy Loix traf in der folgenden Prüfung einen Baum und verlor über zwei Minuten, als Folgeschaden ging dann in WP 12 der Motor hoch. Gleich drei Piloten büßten bei Ausritten in WP acht zwischen einer und drei Minuten ein: Daniel Carlsson, Janne Tuohino und Carlos Sainz. „Der Abflug kostete kaum Zeit, aber wenig später mussten wir anhalten und mein Beifahrer befreite den Kühler vom Schnee, da unsere Wassertemperatur anstieg“, ärgerte sich der Spanier. Auf der neunten Prüfung parkten dann Mikko Hirvonen für fünf und Francois Duval für 42 Minuten unfreiwillig abseits der Piste. Auch Carlos Sainz verlor erneut einige Sekunden, denn in der Linkskurve, wo Hirvonen rechts in der Schneewand steckte, fuhr sich Sainz kurzzeitig auf der linken Seite fest.
Mit drei Bestzeiten und einer drittbesten Zeit hatte Marcus Gönholm, nach dem ersten Tag aufgrund von Problemen an der Servolenkung nur sechster, zur Attacke geblasen. Nach zehn Prüfungen war der Finne immerhin schon wieder dritter und nur noch 24,6 Sekunden hinter Loeb. Der bis dahin souverän führende Markko Märtin zeigte in der elften Prüfung Nerven, kam mit dem Ford Focus in einer Rechtskurve von der Bahn ab, traf einen Felsen und zerstörte die linke hintere Radaufhängung. Vier Minuten vorher hatte Solberg in der gleichen Kurven noch einen 360-Grad-Dreher hingelegt und nur ein paar Sekunden liegengelassen. Fast sechs Minuten verlor der Este auf Loeb und Grönholm und der Traum vom Sieg war geplatzt.
Während Loeb bis zum Etappenziel fehlerfrei, problemfrei und sauschnell (Bestzeit in WP 11 und 12) unterwegs war, mussten seine Verfolger Grönholm und Solberg kleine Schrecksekunden verdauen. Solberg beklagte in der zwölften Prüfung einen schleichenden Plattfuss und das Mousse verursachte starke Vibrationen. Grönholm seinerseits legte in der gleichen Prüfung einen 100 km/h-Dreher hin und verlor neben der vorderen Stoßstange und allen Scheinwerfern (!) nur gut 15 Sekunden. „Da hatten wir mächtig Glück, dass hätte auch mächtig in die Hose gehen können“, gab der Finne zu.
In der PCWRC trumpften auf der zweiten Etappe zunächst die heimischen Rallye-Cracks auf. Kenneth Bäcklund, Per-Gunnar Andersson und Stig-Olov Walfridsson markierten die ersten vier Bestzeiten und kamen Mattias Ekström immer näher. Doch wer glaubt, der DTM-Pilot würde seine Führung so einfach hergeben, der lag falsch. Denn Ekström konterte in WP zehn und zwölf mit einer Bestzeit. Dank den schnellsten Zeiten auf den Prüfungen elf und 13 rückte Bäcklund auf den zweiten Platz vor. Walfridsson ist nun dritter vor Paasonen, für den der Sieg bei den PCWRC absolute Priorität hat.
Aufgrund von technischen Problemen auf den letzten beiden Prüfungen verlor Andersson über eine Minute und ist nur noch fünfter. In WP acht parkten Gigi Galli über vier und Toshi Arai über fünf Minuten in einer Schneewand und fielen auf die Ränge 13 und 14 zurück. Der Solinger Sebastian Vollak ist bei seinem Schweden-Debüt weiter mit von der Partie und nimmt als 22. die letzte Etappe in Angriff.
WRC-Ergebnis nach 13 von 19 Wertungsprüfungen:
1. Loeb/Elena (Citroen Xsara) 2:34.22,7 Stunden
2. Grönholm/Rautiainen (Peugeot 307) + 40,6 Sekunden
3. P.Solberg/Mills (Subaru Impreza) + 1.28,1 Minuten
4. Tuohino/Aho (Ford Focus) + 1.55,7 Min.
5. Sainz/Marti (Citroen Xsara) + 1.56,5 Min.
6. H.Solberg/Menkerud (Peugeot 206) + 3.26,8 Min.
7. Carlsson/Andersson (Peugeot 206) + 5.27,3 Min.
8. Märtin/Park (Ford Focus) + 5.44,5 Min.
9. Hirvonen/Lehtinen (Subaru Impreza) + 8.47,3 Min.
10. Eriksson/Svensson (Ford Focus) + 10.25,8 Min.
14. Johansson/Holmstrand (Ford Focus) + 11.52,4 Min.
15. Warmbold/Price (Ford Focus) + 11.53,2 Min.
46. Duval/Prevot (Ford Focus) + 48.23,1 Min.
Wichtige Ausfälle:
WP 12: Loix/Smeets (Peugeot 307) Motor überhitzt
WP 11: T.Kolberg/Unnerud (Hyundai Accent) Motor
WP 8: K.Kolberg/Floene (Hyundai Accent) Überschlag
WP 6: Schie/Engen (Toyota Corolla) Unfall
vor WP 6: Sohlberg/Lindström (Mitsibishi Lancer) Getriebe
WP 4: Panizzi/Panizzi (Mitsubishi Lancer) Getriebe
Gruppe N/PCWRC-Ergebnis nach 13 von 19 Wertungsprüfungen:
1. Ekström/Bergman* (Mitsubishi Lancer) 2:45.07,5 Stunden
2. Bäcklund/Olsson* (Mitsubishi Lancer) + 26,7 Sekunden
3. Walfridsson/Backman* (Mitsubishi Lancer) + 48,7 Sek.
4. Paasonen/Rautiainen (Mitsubishi Lancer) + 1.39,2 Minuten
5. Andersson/Andersson* (Mitsubishi Lancer) + 2.09,7 Min.
6. A.McRae/Senoir (Subaru Impreza) + 2.42,4 Min.
7. Svedlund/Nilsson* (Mitsubishi Lancer) + 4.10,8 Min.
8. Singh/Oh (Proton Pert) + 4.44,4 Min.
9. Sola/Amigo (Mitsubishi Lancer) + 5.11,0 Min.
10. Malteskog/Carlsson* (Mitsubishi Lancer) + 5.25,8 Min.
11. Blomqvist/Goni* (Subaru Impreza) + 5.52,4 Min.
13. Galli/D´Amore (Mitsubishi Lancer) + 7.21,7 Min.
14. Arai/Sircombe (Subaru Impreza) + 8.09,6 Min.
22. Vollak/Kölbach (Mitsubishi Lancer) + 15.44,6 Min.
*= nicht eingeschrieben in PCWRC
Wichtige Ausfälle:
WP 8: Higgins/Gibson (Subaru Impreza) Unfall
WP 3: Katajamäki/Alanne (Mitsubishi Lancer) Unfall
WP 2: Latvala/Antilla (Subaru Impreza) Motor
vor dem Start: Stohl/Minor (Mitsubishi Lancer) nach Unfall im Shakedown nicht gestartet
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