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WRC: Markko Märtin führt, DTM-Ass Ekström stark

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Sechs Sterne für ein Hallelujah: Solberg dritter nach Tag eins |
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| Kleine Überraschung nach dem ersten Tag zur Uddeholm-Swedish Rally, dem zweiten Weltmeisterschaftslauf: Ford-Pilot Markko Märtin führt vor Sebastien Loeb im Citroen und Petter Solberg im Subaru Impreza. Top-Favorit Marcus Grönholm ist nur sechster, während Ford-Youngster Janne Tuohino als fünfter bislang überzeugt. In der Gruppe N fährt DTM-Star Mattias Ekström der etablierten Konkurrenz um die Ohren und führt souverän.
Zunächst begann für Marcus Grönholm alles nach Plan: Bestzeit in der Auftaktprüfung und Führung. In WP zwei zeigte Carlos Sainz mit seiner Bestzeit, dass der erste nicht-skandinavische Gesamtsieg längst überfällig ist. Aber Grönholm führte weiterhin und auf den beiden folgenden Prüfungen, Granberget eins und zwei mit je 52,570 Kilometern Länge, sollte diese auch weiter ausgebaut werden. Aber die Servolenkung machte im 307 schlapp und der König der Löwen verlor knapp eine Minute auf den schnellsten Markko Märtin.
Für den zweiten Durchgang in Granberget wollte der Finne Revanche, doch wieder war Märtin schneller, wenn auch nur um 3,1 Sekunden. Petter Solberg folgte dichtauf und zog in der Gesamtwertung an Sainz vorbei auf Rang drei. Sichtlich begeistert zeigte sich der Weltmeister von den vielen norwegischen Fans. „Das ist unglaublich, bei uns zu Hause ist wohl keiner mehr“, freute sich „Hollywood“. „Die Fans sind doch wegen mir hier, oder?“ meinte der ältere der Solbergs, Peugeot-Pilot Henning, mit ernster Miene. Und noch ein Sohlberg, allerdings der mit „h“ und finnischem Pass, machte am ersten Tag von sich reden. Mit dem Werks-Mitsubishi Lancer legte Kristian in der ersten und vierten Prüfung jeweils einen Dreher hin, in WP zwei sogar zwei.
Der Spitzenreiter war mit der ersten Etappe sehr zufrieden: „Mehr als erwartet habe. Unser Focus läuft super und ich habe nur am Start der zweiten Prüfung, als ich den Motor abgewürgt habe, einen Fehler gemacht. Granberget hat viel Spaß gemacht, vor allem das kurvenreiche Ende. Unser Vorsprung ist nicht groß, daher darf ich mir nicht den kleinsten Fehler erlauben.“ Monte Carlo-Sieger Sebastien Loeb, im letzten Jahr von starkem Schneefall eingebremst, war ebenfalls erleichtert. Loeb: „Ich bin sehr zufrieden, zumal ich als erster auf die Strecke mußte. Wir hatten gute Bedingungen und ich bin froh, dass wir mehr Schotter als Schnee haben. Zum Glück haben wir morgen einen Startplatz wie die anderen schnellen Kollegen. Es wird allerdings sehr schwer, den Rückstand auf Markko zu verkürzen. Er ist heute sehr gut gefahren, aber zwei Tage sind lang.“
Ein reines Heimspiel hat Petter Solberg, denn das Rallye-Zentrum Hagfors liegt nur rund 80 Kilometer von der norwegischen Grenze entfernt: „Ich genieße es, dass so viele Fans hier sind. Wir verloren 12 Sekunden bei einem Dreher auf der zweiten Prüfung, ansonsten war alles o.k. Der Impreza läuft problemlos und Rang drei nach der ersten Etappe ist mehr als ich erwartet habe.“ Der dreifache Schweden-Sieger Marcus Grönholm war natürlich nicht glücklich über die Lenkungsprobleme. „Unser neuer Peugeot 307 erlebt hier seine Feuertaufe auf Schnee und wir sind sehr zufrieden. Ohne das Malheur mit der Lenkung könnte ich führen, aber auf den kommenden zwei Tagen kann ich den Rückstand vielleicht noch aufholen.“ Der Optimismus seines Teamchefs Corrado Provera war ebenfalls ungebrochen. „Wenn Peugeot in Schweden an den Start gegangen ist, haben wir immer gewonnen. Und diese Serie soll halten!“
In der Gruppe N führt Mattias Ekström nach einer phantastischen Leistung vor seinen Mitsubishi-Markenkollegen Jani Paasonen und Per-Gunnar Andersson, der im Gegensatz zu Monte Carlo fehlerfrei blieb. Das doppelte Flottchen der letzten Jahre, Kenneth Bäcklund und Per-Olov Walfridsson, folgt im Gänsemarsch. Dahinter liegen mit Alister McRae, Toshi Arai und Giggi Galli die schnellsten Nicht-Skandinavier. McRae-Beifahrer David Senior kam übrigens letzte Nacht kaum zu schlafen, da in den frühen Morgenstunden seine Tochter Charlotte das Licht der Welt erblickte.
Pech hatte Manfred Stohl, der seinen OMV-Mitsubishi im Shakedown bei einem Überschlag mächtig beschädtigt hatte. Zwar bogen die Mechaniker den Lancer in einer angemieteten Werkstatt wieder zurecht, doch die FIA beanstandete den beschädigten Käfig und verweigerte die Startzulassung. Teamkollege Sebastian Vollak schlägt sich tapfer und belegt immerhin Rang 26 von 39 Teams in der Gruppe N.
WRC-Ergebnis nach 5 von 19 Wertungsprüfungen:
1. Märtin/Park (Ford Focus) 1:11.25,9 Stunden
2. Loeb/Elena (Citroen Xsara) + 23,3 Sekunden
3. P.Solberg/Mills (Subaru Impreza) + 26,9 Sek.
4. Sainz/Marti (Citroen Xsara) + 44,1 Sek.
5. Tuohino/Aho (Ford Focus) + 55,4 Sek.
6. Grönholm/Rautiainen (Peugeot 307) + 58,7 Sek.
7. Hirvonen/Lehtinen (Subaru Impreza) + 1.16,2 Minuten
8. Duval/Prevot (Ford Focus) + 1.27,6 Min.
9. Carlsson/Andersson (Peugeot 206) + 1.38,1 Min.
10. Loix/Smeets (Peugeot 307) + 1.41,3 Min.
11. H.Solberg/Menkerud (Peugeot 206) + 1.56,1 Min.
Wichtige Ausfälle:
WP 4: Panizzi/Panizzi (Mitsubishi Lancer) Getriebeschaden
Gruppe N/PCWRC-Ergebnis nach 5 von 19 Wertungsprüfungen:
1. Ekström/Bergman* (Mitsubishi Lancer) 1:17.15,2 Stunden
2. Paasonen/Rautiainen (Mitsubishi Lancer) + 4,1 Sekunden
3. Andersson/Andersson* (Mitsubishi Lancer) + 13,3 Sek.
4. Bäcklund/Olsson* (Mitsubishi Lancer) + 29,6 Sek.
5. Walfridsson/Backman* (Mitsubishi Lancer) + 41,9 Sek.
6. A.McRae/Senoir (Subaru Impreza) + 48,3 Sek.
7. Arai/Sircombe (Subaru Impreza) + 56,6 Sek.
8. Galli/D´Amore (Mitsubishi Lancer) + 1.03,0 Minuten
9. Svedlund/Nilsson* (Mitsubishi Lancer) + 1.07,0 Min.
10. Singh/Oh (Proton Pert) + 1.23,0 Min.
11. Higgins/Gibson (Subaru Impreza) + 2.10,6 Min.
26. Vollak/Kölbach (Mitsubishi Lancer) + 7.14,2 Min.
*= nicht eingeschrieben in PCWRC
Wichtige Ausfälle:
WP 3: Katajamäki/Alanne (Mitsubishi Lancer) Unfall
WP 2: Latvala/Antilla (Subaru Impreza) Motor
vor dem Start: Stohl/Minor (Mitsubishi Lancer) nach Unfall im Shakedown nicht gestartet
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