Noch am Donnerstag in der Nacht war der OMV Pilot zuversichtlich. Rund 10 Mechaniker brachten nach dem Unfall beim Shakedown das Fahrzeug des Österreichers wieder in Schuss. Doch gegen fünf Uhr in der Früh setzte FIA Sicherheits-Assistent Jérome Toquet den Hoffnungen des OMV World Rally Teams ein bitteres Ende. Er beanstandete den Überrollbügel im Wagen und verweigerte die Genehmigung zum Start.
Die Entscheidung des FIA-Funktionärs ist jedoch ein wenig unverständlich, denn noch Donnerstag nachmittags begutachtete ein von der FIA genannter Sicherheitsbügel-Sachverständiger den Wagen. Der gab grünes Licht, wenn ein Teil ausgetauscht werden würde. Diese Auflage wurde erfüllt. „Es ist mir unverständlich, doch wir müssen die Entscheidung akzeptieren – so groß unsere Enttäuschung auch ist“, erklärt OMV World Rally Teamchef Jürgen Bertl.
Manfred Stohl ist die Bitterkeit ins Gesicht geschrieben. Auch der Gruppe-N-Weltmeister von 2000 versteht die Welt nicht mehr: „Unsere Mechaniker haben eine sensationelle Leistung vollbracht. Das Auto lief wieder einwandfrei. Jetzt bleibt mir nur übrig, dass ich mich für Mexiko vorbereite und meinen Teamkollegen Jani Paasonen und Sebastian Vollak kräftig die Daumen drücke.“