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2004-02-03 21:42:31 - ju
PCWRC: Klangvolle Namen geben sich ein Stelldichein

Vollak: "Ich hoffe auf viele Zielankünfte und vielleicht komme ich auch mal in die WM-Punkte"
Dank den Regeländerungen der FIA für die Rallye-Weltmeisterschaft WRC und auch die EM bekommt die Gruppe N-WM, offiziell Production-Car-World-Rally-Championship, einen immer höheren Stellenwert. Die Erhöhung auf 16 WRC-Veranstaltungen hat die Kosten immens in die Höhe ge- und Skoda sowie Hyundai vertrieben, Ford wird wohl Ende 2004 folgen. Und da nur noch zwei statt drei Werks-WRC für die Marken-WM punkteberechtigt sind, „flüchten“ immer mehr Piloten in andere Serien. Für die EM wurden WRC-Fahrzeugen verboten, so dass immer mehr Veranstalter das EM-Prädikat zurückgeben. Logische Konsequenz: Viele ambitionierten Emporkömmlinge oder fortgeschrittene Profis wechseln in die PCWRC.

Während Colin McRae seit Saisonbeginn für Nissan Wüsten-Rallies bestreitet, gibt sein Bruder Alister nun in der PCWRC Gas. Dank dem Sponsorship von Jardine Lloyd Thompson pilotiert der Schotte einen Subaru Impreza von R-E-D World Rally Team. Zu den schärfsten Konkurrenten bei der Titelvergabe zählt das österreichische OMV World Rally Team rund um Rudi Stohl und Jürgen Bertl. Neben dem ehemaligen Gruppe N-Weltmeister Manfred Stohl und dem Vorjahres-Mitsubishi-WRC-Piloten Jani Paasonen pilotiert Nachwuchstalent Sebastian Vollak einen weiteren Mitsubishi Lancer Evo VII. Eine Riesenchance für „Basti“, der in den letzten beiden Jahren im ADAC-Junior-Cup mit einem VW Polo an den Start ging. „Mit Jani und Manfred habe ich zwei alte Hasen im Team, von denen ich sehr viel lernen kann und auch möchte. Ich hoffe auf viele Zielankünfte und vielleicht komme ich auch mal in die WM-Punkte“, gibt sich der 22jährige Solinger eher bescheiden.

Ebenfalls mit drei Fahrzeugen nimmt das TOP RUN-Team an der PCWRC teil, doch nach fast 15 Jahren mit diversen Mitsubishi-Modellen wechseln die Italiener nun zu Subaru. Die drei Impreza WRX STi werden pilotiert vom letztjährigen R-E-D-Piloten Mark Higgins, Fabio Frisiero sowie Marcos Ligato. Ebenfalls mit sechs Sternen im Kühlergrill startet Vizeweltmeister Toshihiro Arai. Das Weltmeisterteam von David Sutton Cars nimmt heuer nur an ausgesuchten WM-Läufen teil. Während Stig Blomqvist DSC erhalten bleibt, ist die Zukunft von PCWRC-Weltmeister Martin Rowe völlig offen. Für die richtige Würze im Mitsubishi-Subaru-Eintopf wird einmal mehr Keramijt Singh aus Malaysia mit seinem Proton Pert sorgen.

Wie in den Vorjahren, darf jeder Pilot nur an sechs der sieben PCWRC-Wertungsläufen teilnehmen.

Nennliste PCWRC 2004:
31: Toshihiro Arai (Japan), Subaru Impreza, Subaru Team Arai
32: Keramijt Singh (Malaysia), Proton Pert, Petronas Eon Racing Team
33: Daniel Sola (Spanien), Mitsubishi Lancer, RACC
34: Marcos Ligato (Argentinien), Subaru Impreza, TOP RUN
36: Ricardo Trivino (Italien), Mitsubishi Lancer
37: Joakim Roman (Schweden), Subaru Impreza, Millbrooks World Rallye Team
38: Georgi Geradzhiev (Bulgarien), Mitsubishi Lancer, Racing Team Bulgartabac
39: Alister McRae (Schottland), Subaru Impreza, R-E-D Jardine Lloyd Thompson World Rally Team
40: Manfred Stohl (Österreich), Mitsubishi Lancer, OMV World Rally Team
41: Jani Paasonen (Finnland), Mitsubishi Lancer, OMV World Rally Team
42: Mark Higgins (England), Subaru Impreza, TOP RUN
43: Gianluigi Galli (Italien), Mitsubishi Lancer
44: Nasser Al-Attiyah (Quatar), Subaru Impreza
45: Fabio Frisiero (Italien), Subaru Impreza, TOP RUN
46: Tomasz Kuchar (Polen), Misubishi Lancer
47: Xavier Pons (Spanien), Mitsubishi Lancer
49: Sergio Lopez-Fombona (Spanien), Mitsubishi Lancer
50: Sebastian Vollak (Solingen), Mitsubishi Lancer, OMV World Rally Team

Wertungsläufe PCWRC 2004:
1 Schweden
2 Mexico
3 Neusseeland
4 Argentinien
5 Deutschland
6 Korsika
7 Australien


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