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2004-01-28 16:37:56 - ks
DTM: Kalli Hufstadt verstarb an Herzinfarkt

(c) ts photo
Kalli in seinem Element - sein Herz schlug für den Motorsport
Die DTM und die ITR trauern um Kalli Hufstadt. Als Moderator und Streckensprecher war Karl-Heinz Hufstadt die „Stimme der DTM“. Am Morgen des 28. Januar starb Kalli in Mönchengladbach-Rheydt an einem Herzinfarkt. „Kalli war ein außergewöhnlicher Mensch“, sagt der ITR-Vorsitzende Hans Werner Aufrecht. „Seine tiefe Menschlichkeit, sein wunderbarer Humor und seine einzigartig lebendige Moderation werden uns fehlen. Er hat mit seiner Herzenswärme zum freundschaftlichen Umgang im Fahrerlager maßgeblich beigetragen. Sein Tod erfüllt uns alle mit tiefer Trauer. Unser Mitgefühl gilt seiner Frau Conny und seinen Angehörigen.“

Zum Rennkommentator war der am 11. Januar 1941 in Mönchengladbach geborene Motorsport-Enthusiast eher zufällig geworden, als 1968 bei einem Flugplatzrennen der eigentliche Moderator ausfiel. Bundeswehr-Hauptmann Hufstadt übernahm die Aufgabe und übte fortan den „ehrbaren Beruf des Platzsprechers“ aus, wie er selbst es bezeichnete. So wurde aus Leidenschaft und Hobby sein Beruf. Von 1972 bis 1980 war er Pressesprecher bei BMW und fuhr 1976 und 1977 auch Rennen in BMW-Tourenwagen. Seit 1982 war Kalli Hufstadt freiberuflicher Publizist für Motorsport und Automobiltechnik sowie Marketing- und Produkttrainer. Neben den DTM-Fans begeisterte Kalli Hufstadt auch die Formel-1-Zuschauer in Hockenheim und auf dem Nürburgring. Geschätzt wurde sein professionell-menschlicher Stil auch bei zahlreichen Firmen wie BMW, DEKRA oder Mercedes-Benz, bei denen Kalli Hufstadt als Moderator bei Messen und Präsentationen aktiv war.

Mit Kalli Hufstadt verliert der deutsche Motorsport eine anerkannte Größe. „Ich bin unendlich traurig“, sagte Mercedes-Benz Motorsportchef Norbert Haug. „Kalli war ein Freund seit 30 Jahren, er hat den deutschen Motorsport geprägt wie wenige andere, und war stets positiv und völlig engagiert. Sein Tod ist ein großer Verlust. Meine Gedanken sind bei Kallis Frau und seinen Angehörigen.“ Auch Opel-Sportchef Volker Strycek sprach von einem „großen persönlichen Verlust. Kalli war für mich fast wie eine Vaterfigur. Er hat alle Stationen in meinem beruflichen Leben begleitet. Ich habe ihn als Mensch und in seiner Rolle als Moderator sehr geschätzt. Das, was Kalli für die DTM geleistet hat, ist kaum zu ermessen. Mein Beileid gilt seiner Familie.“ Auch für Audi-Sportchef Dr. Wolfgang Ullrich, der Kalli Hufstadt erst im vergangenen Jahr kennen gelernt hat, ist sein Tod ein herber Verlust: „Kalli Hufstadt war eine Institution und die allseits begeisternde Stimme der DTM. Er wird uns und allen DTM-Fans als Vollblut-Motorsportler fehlen. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie.“

Mitte der neunziger Jahre aus einer Laune heraus entstanden, wurde ein musikalischer Beitrag von Kalli Hufstadt geradezu Kult. An jedem Rennsonntagmorgen spielte er auf seiner Mundharmonika „Morning has broken“ über die Streckenlautsprecher. Es wurde eine schöne Tradition daraus. Egal ob Fahrer, Teamchefs, Fans – alle waren davon berührt. Kalli selbst sagte dazu einmal: „Bei zwei Gelegenheiten hat das Lied eine besondere Bedeutung erhalten: beim Abschied von der DTM 1996 und bei der Wiedergeburt 2000. Da wurde es zum akustischen Symbol für die Stärke und für die Einzigartigkeit der DTM.“ Kultstatus haben auch Kallis Kolumnen auf der DTM-Website www.dtm.de erlangt.


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