Wiederholungstäter Sebastien Loeb: Am Steuer des Citroen Xsara WRC ließ der Franzose am letzten Tag der 72. Rallye Monte Carlo nichts mehr anbrennen und sah wie in 2003 als Gesamtsieger die Zielrampe. Nach 15 Wertungsprüfungen, von denen allerdings drei abgesagt werden mussten, hatte der 29jährige 1.12,6 Minuten Vorsprung auf Markko Märtin im Ford Focus. Dessen Teamkollege Francois Duval komplettierte das Podest, so dass Ford nach dem ersten von 16 Wertungsläufen zur Rallye-WM die Marken-Wertung anführt. Von den 42 gestarteten Teams erreichten nur 20 das Ziel im Fürstentum.
Vor allem der Kampf um die Plätze zwei und drei versprach große Spannung für die letzte Etappe. Denn neben den Ford-Piloten wollte auch noch Marcus Grönholm mit seinem Peugeot 307 hierbei ein wichtiges Wörtchen mitreden. Der Ex-Weltmeister zog zwar alle Register seines Könnens, aber mehr als eine Bestzeit in WP 15 und Platz vier war nicht mehr möglich. „Ich bin dennoch nicht unzufrieden, denn so gut war ich in Monte Carlo noch nie“, freute sich der Finne. Und Teamkollege Freddy Loix vervollständigte als fünfter die gute Leistung der Löwen. Märtin markierte zwei Bestzeiten (WP 12 und 14) und schob sich somit noch an seinem Teamkollegen vorbei.
Weltmeister Petter Solberg hatte einen ereignisreichen Schlusstag. Zunächst lief alles nach Plan und in Prüfung 13 markierte der Subaru-Pilot seine erste Bestzeit. Doch nur eine WP später kam der Norweger von der Piste ab und beschädigte Radaufhängung sowie Lenkung. Zum Glück konnte Solberg jedoch die Fahrt fortsetzen und verlor nur rund 90 Sekunden. Da vor der nächsten (und letzten) Prüfung kein Service mehr möglich war, mußte Solberg diese dann mit dem havarierten Impreza in Angriff nehmen, so dass weitere 3:30 Minuten Verlust hinzukamen. Solberg rutschte daher noch vom fünften auf den siebten Rang zurück.
Gilles Panizzi war mit Platz sechs beim Mitsubishi-Debüt zufrieden. Und der Schweizer Oliver Burri sammelte als achter seinen ersten WM-Punkt, nachdem der in Monaco lebende Deutsche Anthony Warmbold seinen Ford Focus neben die Strecke gesetzt hatte. Francois Duval wurde aufgrund seiner starken Leistung zum „Inmarsat Star of the Rally“ gewählt und erhielt einen Scheck in Höhe von 5.000 Euro, den der Belgier nun einer karitativen Einrichtung zukommen lassen wird.
WRC-Endergebnis nach 15 Wertungsprüfungen:
1. Loeb/Elena (Citroen Xsara) 4:12.03,0 Stunden
2. Märtin/Park (Ford Focus) + 1.12,6 Minuten
3. Duval/Prevot (Ford Focus) + 1.19,6 Min.
4. Grönholm/Rautiainen (Peugeot 307) + 1.26,8 Min.
5. Loix/Smeets (Peugeot 307) + 8.16,9 Min.
6. Panizzi/Panizzi (Mitsubishi Lancer) + 10.11,6 Min.
7. Solberg/Mills (Subaru Impreza) + 10.42,2 Min.
8. Burri/Patthey (Subaru Impreza) + 17.49,1 Min.
9. Beres/Stary (Hyundai Accent) + 19.43,1 Min.
10. Bernardi/Giraudet (Renault Clio) + 23.38,1 Min.
11. Valimäki/Honkanen (Hyundai Accent) + 24.11,2 Min.