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WRC: „Super Seb“ Loeb enteilt der Konkurrenz

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Stark unterwegs: Francois Duval |
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| Sebastien Loeb bleibt der König von Monte Carlo: Der Vorjahressieger markierte alle drei möglichen Bestzeiten des zweiten Tages am Steuer seines Citroen Xsara WRC und baute den Vorsprung auf rund eineinhalb Minuten aus. Auf den zweiten Platz ist überraschend Francois Duval vorgerückt, der an seinem Ford-Teamkollegen Markko Märtin und auch an Peugeot-Pilot Marcus Grönholm vorbeizog.
Kaum hatte die zweite Etappe mit Wertungsprüfung sieben angefangen, gab es auch schon die erste Pause. Allerdings nicht wegen unvernünftiger Zuschauer (die sollten etwas später noch von sich reden machen), sondern nach dem mächtigen Abflug des Franzosen Nicolas Vouilloz, der seinen Bozian-Peugeot 206 WRC nachhaltig verformte, aber zusammen mit Beifahrer David Fiorini das Cockpit unverletzt verlassen konnte. Die Prüfung wurde neutralisiert, so dass der eigentliche Startschuss erst in WP acht fiel.
Und hier waren es Loeb und Duval, die ihrerseits nur durch 0,1 Sekunden den Zielstreich erreichten, dem Rest des Feldes aber 28,4 Sekunden oder mehr „einschenkten“. Der Vize-Weltmeister konnte somit die Gesamtführung erheblich ausbauen und der Belgier rückte vom fünften auf den dritten Platz vor. Auf der folgenden Prüfung fielen dann die ersten Vorentscheidungen. Loeb war einmal mehr der Schnellste und so langsam aber sicher kann der Elsässer an die Wiederholung seines Vorjahressieges glauben. Feierabend war hingegen für Carlos Sainz (Citroen Xsara), Mikko Hirvonen (Subaru Impreza) und dem stark fahrenden Roman Kresta (Hyundai Accent).
„Laut unseren Aufzeichnungen lag in dieser Kurve kein Schnee“, ärgerte sich der spanische Ex-Weltmeister über den Abflug. „Ich bin mir ziemlich sicher, dass Fans Schnee auf die Strecke geschaufelt haben.“ Auch dem Subaru-Neuzugang wurde Schnee zum Verhängnis. Hirvonen: „Wir sind rückwärts angeschlagen und danach sprang unser Impreza nicht mehr an. Schade, denn bis dahin lief es wirklich gut.“ Mit dem privat eingesetzten Hyundai Accent hatte der Tscheche Roman Kresta lange Zeit die Werksteams geärgert, doch ein Getriebeschaden beendete die Träume von WM-Punkten.
WP zehn wurde aufgrund von undisziplinierten Zuschauern annulliert, so dass die Teams nach der elften Prüfung das Etappenziel ansteuerten. Loeb führt nun souverän vor Duval, Märtin und Grönholm (kleiner Abflug in WP neun kostete rund 30 Sekunden), die ihrerseits nur durch eine halbe getrennt sind. „Der Tag lief prima, nur Nebel und Schnee auf den ersten beiden Prüfungen heute morgen haben uns etwas zu schaffen gemacht“, meinte ein zufriedener Loeb. Weltmeister Petter Solberg ist fünfter („Ich will ankommen und ein paar Punkte sammeln“) vor Freddy Loix, der immer besser mit dem Peugeot 307 zu Recht kommt. Gilles Panizzi und Anthony Warmbold komplettieren derzeit die WM-Punkte-Ränge.
In der JWRC überholte Nicolas Bernardi in der neunten Prüfung das Suzuki-Duo Urmo Aava und Kosti Katajamäki und übernahm die Führung. Der französische Renault Clio-Pilot sollte diese bis zum Etappenziel auf 24,2 Sekunden vor Aava ausbauen. Nachdem Katajamäki in Prüfung elf mit einem technischen Defekt aufgeben mußte, liegt nun der San Marineser Alessandro Broccoli im Fiat Punto auf Rang drei.
WRC-Ergebnis nach 11 von 15 Wertungsprüfungen:
1. Loeb/Elena (Citroen Xsara) 2:54.22,6 Stunden
2. Duval/Prevot (Ford Focus) + 1.28,7 Minuten
3. Märtin/Park (Ford Focus) + 1.41,7 Min.
4. Grönholm/Rautiainen (Peugeot 307) + 1.57,9 Min.
5. Solberg/Mills (Subaru Impreza) + 3.31,8 Min.
6. Loix/Smeets (Peugeot 307) + 4.34,1 Min.
7. Panizzi/Panizzi (Mitsubishi Lancer) + 7.49,0 Min.
8. Warmbold/Price (Ford Focus) + 10.04,5 Min.
9. Burri/Patthey (Subaru Impreza) + 12.37,7 Min.
10. Beres/Stary (Hyundai Accent) + 14.18,2 Min.
11. Valimäki/Honkanen (Hyundai Accent) + 16.11,9 Min.
Wichtige Ausfälle:
WP 9: Sainz/Marti (Citroen Xsara) Unfall
WP 9: Kresta/Tomanek (Hyundai Accent) Getriebeschaden
WP 9: Hirvonen/Lehtinen (Ford Focus) Unfall
WP 7: Vouilloz/Fiorini (Peugeot 206) Unfall
WP 6: Campos/Silva (Peugeot 206) Unfall
WP 5: Galli/D’Amore (Mitsubishi Lancer) Unfall
JWRC-Ergebnis nach 11 von 15 Wertungsprüfungen:
1. Bernardi/Giraudet (Renault Clio) 3:10.41,9 Stunden
2. Aava/Sikk (Suzuki Ignis) + 24,2 Sekunden
3. Broccoli/Agnese (Fiat Punto) + 5.16,8 Minuten
4. Meeke/Patterson (Opel Corsa) + 6.41,4 Min.
5. Cols/Godde (Renault Clio) + 9.38,7 Min.
6. Baldacci/Bernacchini (Fiat Punto) + 10.02,0 Min.
7. Biasion/Coquard (Fiat Punto) + 17.13,3 Min.
8. Cecchettini/Arena (Renault Clio) + 20.35,8 Min.
9. Andersson/Andersson (Suzuki Ignis) + 22.21,1 Min.
10. Latvala/Anttila (Ford Puma) + 28.08,4 Min.
Wichtige Ausfälle:
WP 11: Marshall/Parry (Renault Clio) Unfall
WP 11: Katajamäki/Alanne (Suzuki Ignis) technischer Defekt
WP 9: Pons/Julia (Fiat Punto) Unfall
WP 6: Feghali/Matar (Ford Puma) Unfall
WP 5: Willks/Pugh (Suzuki Ignis) technischer Defekt
WP 3: Barratt/Williamson (MG ZR) Unfall
WP 3: Rautenbach/Marsh (Ford Puma) Unfall
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