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WRC: Knappe Führung von Loeb in Monte Carlo

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Gelungenes Debüt für den Peugeot 307 WRC |
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| Dass nach dem ersten Tag der Rallye Monte Carlo Sebastien Loeb im Citroen Xsara das Feld anführt, ist nicht sehr überraschend. Zu stark hatte der Vorjahressieger in den letzten beiden Jahren in den französischen Seealpen aufgetrumpft. Aber die Konkurrenz ist nah dran und der kleinste Fehler oder eine falsche Reifenwahl können und werden den WM-Auftakt entscheiden. Citroen, Peugeot und Ford liegen eng beieinander, Subaru folgt dichtauf, kann aber mit Pirelli-Pneus auf Asphalt einmal mehr nicht ganz mithalten und Rückkehrer Mitsubishi ist stärker, als man vielleicht selber gehofft hatte.
Als die erste Prüfung aufgrund gefährlich postierter Zuschauer abgesagt werden musste, markierte Marcus Grönholm in der zweiten Prüfung die erste Bestzeit des Tages, gleichbedeutend mit der ersten Bestzeit eines Peugeot 307 CC in WRC-Spezifikation. Der Weltmeister von 2000 und 2002 zeigte sich begeistert von seinem neuen Arbeitsplatz und knöpfte Markko Märtin im Ford und Loeb einige Sekunden ab. Während Gilles Panizzi im Mitsubishi Lancer über Hydraulik-Probleme klagte, legte Teamkollege Gigi Galli mit Rang acht ein blitzsauberes WRC-Debüt hin. Weltmeister Petter Solberg traf zunächst einen Zaun und würgte dann seinen Subaru Impreza in einer Haarnadelkurve ab. Endlose 25 Sekunden vergingen, ehe der Boxermotor wiederbelebt werden konnte.
Eine kleine Schneeschauer gab der dritten Prüfung die richtige Würze und Märtin knabberte Grönholm hauchdünne 0,8 Sekunden ab. Hinter Carlos Sainz im zweiten Citroen (+1,9 Sekunden) wurde Galli mit nur 2,0 Sekunden Rückstand vierter. Und das bei einer 22,64 Kilometer langen Prüfung! Nur eine WP später passte sich Grönholms Gesichtfarbe seinem Marlboro-Peugeot an, als drei Kilometer vor dem Ziel das Getriebe nur noch den dritten Gang zuließ. Der Finne verlor dennoch nur acht Sekunden auf Loebs erste Bestzeit und blieb weiter an der Spitze. Auf der anschließenden Verbindungsetappe stand dann nur noch der vierte Gang zur Verfügung und in den Service-Park gelangte der Löwe nur dank „Schiebung“. Petter „Hollywood“ Solberg beklagte zwar eine falsche Reifenwahl, büßte aber nur 15 Sekunden ein.
Während sich in der fünften Prüfung Grönholm dank neuem Getriebe mit einer Bestzeit zurückmeldete, ärgerte sich der Finne in WP sechs über mangelnden Top-Speed. „Unser Auto ist einfach zu kurz übersetzt, ansonsten bin ich zufrieden.“ Loeb markierte in der Finalprüfung der ersten Etappe seine zweite Bestzeit und liegt nun rund 19 Sekunden vor Märtin und Grönholm, die ihrerseits nur 0,4 Sekunden voneinander getrennt sind. Gigi Gallis starke Leistung endete in der fünften Prüfung in einem Abhang und auch Miguel Campos (Peugeot 206) musste in WP sechs nach einem Unfall aufgeben.
In der Junior-WM trumpfte zunächst Neueinsteiger Per-Gunnar Andersson mächtig auf und markierte im Suzuki Ignis zwei Bestzeiten. Doch die Siegchancen des Schweden lösten sich in der fünften Prüfung in Rauch auf, als ein kleiner Unfall rund 16 Minuten kostete. Während Urmo Aava und Kosti Katajamäki für zwei weitere Suzuki-Bestzeiten sorgten, markierte Nicolas Bernardi in WP vier eine Bestzeit für Renault. Der Franzose hatte sich zuvor über eine falsche Reifenwahl in der Auftaktprüfung geärgert. Im Etappenziel führt Katajamäki vor Aava, Bernardi ist dritter. Die einzige Dame im JWRC-Feld, Natalie Barratt, kam bereits in der dritten Prüfung mit ihrem MG ZR von der Fahrbahn ab und musste aufgeben.
WRC-Ergebnis nach 6 von 15 Wertungsprüfungen:
1. Loeb/Elena (Citroen Xsara) 1:26.38,7 Stunden
2. Märtin/Park (Ford Focus) + 18,3 Sekunden
3. Grönholm/Rautiainen (Peugeot 307) + 18,7 Sek.
4. Sainz/Marti (Citroen Xsara) + 46,5 Sek.
5. Duval/Prevot (Ford Focus) + 1.00,6 Minuten
6. Solberg/Mills (Subaru Impreza) + 1.52,4 Min.
7. Kresta/Tomanek (Hyundai Accent) + 2.54,0 Min.
8. Hirvonen/Lehtinen (Ford Focus) + 2.54,8 Min.
9. Loix/Smeets (Peugeot 307) + 2.59,8 Min.
10. Vouilloz/Fiorini (Peugeot 206) + 4.05,7 Min.
11. Panizzi/Panizzi (Mitsubishi Lancer) + 5.33,1 Min.
12. Warmbold/Price (Ford Focus) + 5.47,7 Min.
13. Burri/Patthey (Subaru Impreza) + 5.48,3 Min.
14. Valimäki/Honkanen (Hyundai Accent) + 8.24,9 Min.
Wichtige Ausfälle:
WP 5: Galli/D’Amore (Mitsubishi Lancer) Unfall
WP 6: Campos/Silva (Peugeot 206) Unfall
JWRC-Ergebnis nach 6 von 15 Wertungsprüfungen:
1. Katajamäki/Alanne (Suzuki Ignis) 1:35.38,1 Stunden
2. Aava/Sikk (Suzuki Ignis) + 10,0 Sekunden
3. Bernardi/Giraudet (Renault Clio) + 49,4 Sek.
4. Broccoli/Agnese (Fiat Punto) + 2.51,3 Minuten
5. Pons/Julia (Fiat Punto) + 4.36,6 Min.
6. Cols/Godde (Renault Clio) + 5.56,3 Min.
7. Meeke/Patterson (Opel Corsa) + 8.58,2 Min.
8. Baldacci/Bernacchini (Fiat Punto) + 7.59,8 Min.
Wichtige Ausfälle:
WP 6: Feghali/Matar (Ford Puma) Unfall
WP 5: Willks/Pugh (Suzuki Ignis) technischer Defekt
WP 3: Barratt/Williamson (MG ZR) Unfall
WP 3: Rautenbach/Marsh (Ford Puma) Unfall
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