RAID: Jutta Kleinschmidt feiert ersten Etappensieg
Debütsieg für Volkswagen bei der Rallye Dakar
Debütsieg für Volkswagen bei der Rallye Dakar: Jutta Kleinschmidt und Beifahrerin Fabrizia Pons feierten am vorletzten Tag der Rallye Dakar den ersten Etappensieg des neuen Volkswagen Race-Touareg. Damit gelang dem Damen-Team auf der 16. und vorletzten Etappe der 11.000 Kilometer langen Wüsten-Rallye der Höhepunkt einer seit zehn Tagen andauernden Serie von Zeiten im Spitzenfeld der ersten Sechs. Das Damenteam bewältigte die 192 Kilometer lange Prüfung von Nouakchott in Mauretanien nach Dakar im Senegal in 2:34.49 Stunden und war damit 59 Sekunden schneller als Verfolger Luc Alphand. Zum fünften Mal war Volkswagen damit auf einer Tagesetappe das beste Diesel-Team im Wettbewerb. Teamkollege Bruno Saby und Beifahrer Matthew Stevenson komplettierten das gute Ergebnis von Volkswagen mit der achtbesten Zeit. Auf einer Prüfung, in der satellitengestützte Navigation per GPS-System untersagt und damit das Können der Beifahrer gefordert war, verteidigte das französisch-britische Duo seinen sechsten Platz in der Gesamtwertung.
„Ich bin stolz auf Jutta, Fabrizia, Bruno und Matthew. Sie alle haben kurz vor dem Abschluss der Rallye noch einmal Spitzen-Leistungen auf einer schwierigen Etappe erbracht, ohne dabei unsere Zielsetzung zu gefährden, mit beiden Fahrzeugen nach Dakar zu kommen. Mit einem so hervorragenden Ergebnis blicken wir den letzten 27 Kilometern am Strand von Dakar am Sonntag gelassen entgegen", so der Volkswagen Motorsport-Direktor Kris Nissen.
„Ich freue mich riesig und widme diesen Sieg dem gesamten Team, den es sich für die harte Arbeit verdient hat. Das Auto lief erneut absolut perfekt. Die Navigation war sehr schwer, aber Fabrizia hat einmal mehr sehr gute Arbeit geleistet", lobte Kleinschmidt im Ziel.
„Die Prüfung bestand heute aus sehr ruppigen Wegen und verlangte gute Navigations-Kenntnisse. Unser Ziel war es, den sechsten Platz zu halten, und das ist uns mit dem einwandfrei funktionierenden Race-Touareg auch gelungen. Danke an meinen Beifahrer Matthew für seine gute Leistung", erklärte Bruno Saby nach der 16. Etappe.
Mitsubishi steht derweil vor einem historischen Erfolg: Zum neunten Mal kann die Marke den härtesten Wüsten-Marathon der Welt gewinnen. Auf dem Weg zu diesem Triumph mussten die Mitsubishi-Werkspiloten am vorletzten Tag der Rallye Dakar 2004 noch einmal eine schwierige Hürde meistern: "Die Benutzung der GPS-Satelliten-Navigation war verboten und die Route nicht leicht zu finden. Aber alle unsere Beifahrer haben perfekt navigiert", lobte Dominique Serieys, Team-Direktor von Mitsubishi Motors Motor Sports. Ohne unnötige Risiken einzugehen, fuhr Hiroshi Masuoka die drittschnellste Zeit (+ 1.24 Min.) des Tages heraus. Teamkollege Stéphane Peterhansel im zweiten Mitsubishi Pajero Evolution belegte nur 5.54 Minuten hinter Tagessiegerin Jutta Kleinschmidt (Volkswagen, 2:34.49) Platz neun. Andrea Mayer im Pajero T2 wurde Zehnte (+ 8.37 Min.).
Vor der lediglich 27 Wertungskilometer langen Abschlussprüfung rund um den berühmten "Lac Rosé" in Dakar führt Stéphane Peterhansel mit 51.23 Minuten Vorsprung auf Hiroshi Masuoka. Andrea Mayer behauptete ihren hervorragenden fünften Platz in der Gesamtwertung. Ihr direkter Verfolger Bruno Saby (Volkswagen) hat über eine Stunde Rückstand. "Unsere Fahrer sind bestens positioniert. Aber wir werden uns nicht ausruhen, bevor wir die Ziellinie überfahren haben", so MMSP Team-Direktor Serieys.
Für eine Überraschung am vorletzten Dakar-Tag sorgte Nasser Saleh Al Attiyan im silberfarbenen Pajero der Mitsubishi-Kundensportabteilung Ralliart. Der 33 Jahre alte Rallye-Pilot aus Katar, Zehnter der Gesamtwertung, markierte die viertschnellste Zeit des Tages (+ 2.03 Min.).