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2004-01-14 21:54:06 - ks
RAID: Erster Etappensieg für Colin McRae im Nissan

McRae führte ein Nissan-Trio an der Spitze des Feldes an
Auch die erste längere Prüfung der letzten Dakar-Woche brachte die Doppelführung von Mitsubishi nicht ins Wanken. Im Gegenteil: Obwohl die Mitsubishi-Werkspiloten Stéphane Peterhansel und Hiroshi Masouka dank ihres großen Vorsprungs in der Gesamtwertung keine unnötigen Risiken eingehen, bauten sie den Vorsprung auf Platz drei weiter aus.

Die ersten fünf Plätze der 13. Etappe gingen an Fahrer, die in der Gesamtwertung weit zurückliegen und entsprechend unbeschwert auftraten. Ex-Rallye-Weltmeister Colin McRae (5:52.58 Std., Nissan) feierte den ersten Dakar-Etappensieg vor seinen Teamkollegen Giniel de Villiers (+ 7.40 Min.) und Ari Vatanen (+ 8.47 Min.). Auf den Rängen vier und fünf folgten Josep Maria Servia (Schlesser-Ford, + 16.39 Min.) und Jutta Kleinschmidt (Volkswagen, + 23.11 Min.).

Hiroshi Masuoka (+ 24.21 Min) und Stéphane Peterhansel (+ 26.35 Min.) in ihren Mitsubishi Pajero Evolution belegten die Positionen sieben und acht der Tageswertung. Während der Abstand im Gesamtklassement zwischen Spitzenreiter Peterhansel und Masuoka auf Platz zwei mit rund einer Stunde annähernd unverändert blieb, verlor Verfolger Jean-Louis Schlesser (Schlesser-Ford) weitere elf Minuten. Der Franzose liegt als Drittplatzierter bereits zweieinhalb Stunden zurück.

„Es war eine schwierige Prüfung. Die Strecke war sehr eng und von Bäumen gesäumt. Da eckt man schnell an. Wir hatten aber keine Probleme“, berichtete Hiroshi Masuoka im Ziel des 478 Wertungskilometer langen Teilstücks zwischen Bamako (Mali) und Ayoûn El’Atroûs (Mauretanien). Teamkollege Stéphane Peterhansel ergänzte: „Es war rutschig und schwierig zu navigieren. Nicht nur wir haben uns zwei oder drei Mal verfahren.“

Die beiden Volkswagen Race-Touareg sind auch vier Tage vor dem Ziel in Dakar weiterhin gut in Form. Werkspilotin Jutta Kleinschmidt meisterte mit Beifahrerin Fabrizia Pons erneut eine schwierige Etappe mit Bravour und erkämpfte sich den fünften Tagesrang. Damit setzte die Dakar-Siegerin von 2001 ihre Serie guter Einzelergebnisse fort: Seit der achten Etappe kam die in Berchtesgaden aufgewachsene Diplom-Physikerin stets unter den besten Sechs ins Tagesziel. Ihr Teamkollege Bruno Saby und Co-Pilot Matthew Stevenson verteidigten mit Rang 18 den siebten Platz in der Gesamtwertung.

Andrea Mayer verteidigte ihren sechsten Gesamtrang mit der elftbesten Zeit des Tages (+ 34.45 Min.) und zeigte sich im Etappenziel begeistert: „Die Prüfung hat wirklich Spaß gemacht. Sie war schnell und flüssig zu fahren. Ich habe mich sogar eingebremst, schließlich muss ich als schnelle Eingreiftruppe hinter meinen Teamkollegen bleiben.“

Die morgige 14. Etappe ist die zweite Marathon-Prüfung der 26. Dakar-Auflage. Erneut dürfen die Teams am Zwischenziel in Tidjikja keine fremde Hilfe in Anspruch nehmen, wenn sie ihre Autos nach 548 strapaziösen Kilometern inspizieren und für den kommenden Tag vorbereiten, an dem weitere 579 Wertungskilometer absolviert werden müssen.


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