Die Motivation stimmt trotz empfindlicher Rückschläge bei Volkswagen
Nach einem erfolgreich bestandenen Härtetest auf ungewöhnlich rauen Etappen an den vergangenen drei Tagen der Rallye Dakar hat Volkswagen Grund zur Zuversicht. Von der siebten Etappe am vergangenen Mittwoch bis zum Freitag mussten die Teams 2183 Kilometer zwischen Marokko und Mali bewältigen, davon alleine 1792 auf Zeit. Die Werkspiloten Jutta Kleinschmidt/Fabrizia Pons und Bruno Saby/Matthew Stevenson erbrachten an diesen drei Tagen den überzeugenden Beweis für das Potenzial des neu entwickelten Volkswagen Race-Touareg. Das deutsch-italienische Damen-Duo brillierte mit Platz zwei auf der achten und der drittbesten Zeit auf der neunten Etappe. Bruno Saby, zuvor noch 13., verbesserte sich in den drei Tagen um sechs Positionen bis auf den siebten Gesamtrang.
Beide Teams erzielten auf den bislang härtesten Prüfungen des Wüsten-Klassikers auch ihre persönlichen Bestleistungen der Veranstaltung. Und das, obwohl die afrikanischen Rüttelpisten und Dünenstrecken gleich drei Superlative enthielten: Die mit 1055 Kilometern längste Etappe am Mittwoch, die mit 736 Kilometern längste Wertungsprüfung am Freitag sowie die Sonderbedingungen eines teilweisen Service-Verbots auf der Marathon-Etappe am Donnerstag erschwerten die Bedingungen zusätzlich. Die Besatzung der beiden von Volkswagen eingesetzten Race-Trucks mit Franz Echter/Johannes Lehrer/Detlef Ruf sowie Klaus Leihener/Walter Bachhuber/Marco Kirst waren die einzige zugelassene Unterstützung im Biwak der achten Etappe.
Nach dieser Höchstbelastung, lange Nachtschichten bis zum Sonnenaufgang eingeschlossen, freut sich das Volkswagen Team über zwei Tage ohne Wettbewerbsstress. Anstelle der für den 10. und 11. Januar geplanten Prüfungen änderte der Veranstalter die Route zu Gunsten reiner Verbindungsetappen ins Zwischenziel in Bobo Dioulasso, wo am Montag ein Ruhetag eingelegt wird. Entspannung freilich bedeutet auch diese Streckenmodifikation nicht: Gut 900 Kilometer sind am Samstag auf dem Weg von Nema nach Bamako zurückzulegen, rund 540 Kilometer am Sonntag bis ins Ruhe-Camp im Staat Burkina Faso.
"Wir sind außerordentlich zufrieden mit den Leistungen unserer Piloten und des gesamten Teams. Beide Race-Touareg laufen quasi fehlerfrei, die bisherigen Probleme waren nur auf Außeneinwirkungen dieser extrem harten Dakar zurückzuführen", so Volkswagen Motorsport-Direktor Kris Nissen. "Ein riesiges Kompliment an die gesamte Mannschaft, deren Motivation trotz der extremen Umstände ungebrochen ist. Bedenkt man, dass von 117 Autos zu Beginn der siebten Etappe nur noch etwa 50 Teilnehmer die neunte Etappe meisterten, können wir vorsichtig zuversichtlich auf die verbleibenden 3320 Kilometer blicken."