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2004-01-06 21:13:00 - ks
RAID: Mitsubishi-Duo tauscht Plätze an der Spitze

Kleinschmidt wurde auf der sechsten Etappe ein Wasserloch zum Verhängnis
Abenteuer Dakar. Auch auf der extrem harten sechsten Etappe zeigte sich, dass bei diesem Marathonklassiker das Unerwartete - trotz aller technischen Fortschritte - zum strapaziösen Renn-Alltag gehört. So musste Stéphane Peterhansel nach 113 der 351 Wertungskilometer auf dem Weg von Quarzazate nach Tan-Tan in Marokko wegen eines Reifenschadens anhalten. Insgesamt verlor der Franzose sieben Minuten und gab die Führung an seinen Mitsubishi-Teamkollegen Hiroshi Masuoka ab. Der Japaner feierte am Steuer des Pajero Evolution mit einer Bestzeit von 3:09.40 Stunden seinen ersten Etappensieg bei der Dakar 2004. Seit seinem ersten Start bei dieser Wüstenrallye im Jahr 1987 hat der 43 Jahre alte Familienvater insgesamt 22 Prüfungen gewonnen.

„Ich wusste, dass gestern und heute zwei entscheidende Tage sein würden”, sagte Masuoka. „Und beide Hürden haben wir gut genommen. Es ist toll, meine erste Prüfung in diesem Jahr gewonnen zu haben. Wir führen, aber das hat zu diesem frühen Zeitpunkt nicht viel zu bedeuten.”

Pech hatte Massimo Biasion. Der Italiener überschlug sich nach etwa 240 Kilometern. Biasion und sein Beifahrer Tiziano Siviero blieben unverletzt, aber das Auto war so schwer beschädigt, dass die Crew auf den Service-Lkw warten musste. Ob der zweimalige Rallye-Weltmeister den Wettbewerb am Mittwoch fortsetzt, wird sich im Laufe des Abends entscheiden.

Während Volkswagen Werkspilot Bruno Saby sich auf der sechsten Etappe der Rallye Dakar als Tageszwölfter um sieben Positionen auf den 13. Gesamtrang verbesserte, musste seine Teamkollegin Jutta Kleinschmidt einen herben Rückschlag hinnehmen. Bei einer eher harmlosen Flussdurchfahrt tauchte der Race-Touareg von Jutta Kleinschmidt und Beifahrerin Fabrizia Pons in ein über ein Meter tiefes Wasserloch ein, worauf der Motor abstarb. Das gleiche Schicksal ereilte auch den viermaligen Dakar-Sieger Ari Vatanen.

Der Race-Touareg des elftplatzierten Damen-Duos musste schließlich durch einen der von Volkswagen in der LKW-Wertung eingesetzten Race-Truck entsprechend den Reglement-Bedingungen abgeschleppt werden. Erst im Biwak im Etappenziel Tan-Tan in Marokko kann das Team unter Leitung von Motorsport-Direktor Kris Nissen prüfen, ob eine rechtzeitige Reparatur und damit eine weitere Teilnahme möglich ist.

„Wir sind maßlos enttäuscht, das war einfach nur Pech“, so Jutta Kleinschmidt. „An dieser kleinen Flussdurchfahrt haben wir ausgerechnet eine Stelle mit einem tiefen Loch erwischt, das wir nicht sehen konnten. Das Wasser war dort über einen Meter tief und lief bei der Durchfahrt über die Motorhaube. Danach ist der Motor abgestorben. Es wäre wirklich sehr schade, wenn die Rallye damit für uns so frühzeitig beendet wäre, gerade jetzt, wo wir mit dem Race-Touareg immer besser in Fahrt kamen.“

Zu den Gewinnern des sechsten Tages gehörte hingegen Andrea Mayer. Die Allgäuerin eroberte mit Beifahrer Andreas Schulz die elftbeste Zeit des Tages (+ 24.19 Min.) und verbesserte sich auf den zehnten Platz der Gesamtwertung. „Es wäre sogar noch mehr drin gewesen. Aber wir haben dreimal gestoppt. Das erste Mal bei Miki (Biasion), um zu sehen, ob er okay ist. 30 Kilometer später mussten wir einen Reifen wechseln. Weitere zehn Kilometer später hat Andy die Radmuttern nachgezogen. Insgesamt haben wir rund sieben Minuten verloren.“

Über 1055 Kilometer erstreckt sich die morgige Etappe von Tan-Tan nach Atar in Mauretanien, die damit die längste der Dakar 2004 ist. Auch die Wertungsprüfung hat es in sich: 701 Kilometer müssen auf Zeit absolviert werden. Nach einem schnellen Teilstück zu Beginn führt die Strecke in die Dünen des „Erg Oumaghawaba“.


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