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2004-01-05 21:08:34 - ks
RAID: Spitzenreiter Peterhansel baut Vorsprung aus

Mehr als sechs Minuten Vorsprung für Peterhansel
Mitsubishi hat sich auf dem ersten richtigen Prüfstein der Rallye Dakar 2004 einen respektablen Vorsprung auf das Verfolgerfeld erarbeitet. Werkspilot Stéphane Peterhansel durcheilte die 337 Kilometer lange fünfte Prüfung trotz der berüchtigten Dünen des „Erg Chebbi“ mit einem Temposchnitt von 104 km/h in der Bestzeit von 3:14.11 Stunden. Hiroshi Masuoka im zweiten Mitsubishi Pajero Evolution war der einzige Pilot, der das hohe Tempo seines Teamkollegen am fünften Rallyetag mitgegangen ist (+ 4.35 Minuten). In der Gesamtwertung führt Peterhansel mit sechs Minuten Vorsprung vor seinem japanischen Teamkollegen Masuoka. Grégoire de Mevius (BMW) als Dritter hat bereits über eine Viertelstunde Rückstand.

„Eine tolle Prüfung, die ich in weiten Teilen kannte", berichtete Peterhansel. "80 Prozent der Gegend hatten wir bei der Rallye Marokko befahren. Außerdem hat Mitsubishi hier im letzten Sommer mit dem neuen Pajero Evolution getestet. Jetzt werde ich weiter Druck machen.“

Hiroshi Masuoka, der zu Beginn des Tages sogar in Führung lag, ergänzte: „Wir sind hervorragend gestartet, hingen dann aber in der Nähe des ersten Kontrollpunktes hinter einem langsamen Konkurrenten fest, den wir nicht überholen konnten. Ansonsten liebe ich Marokko. Das war eine tolle Prüfung mit Wind, Sand, Steinen und noch mehr Steinen.“

Die Volkswagen Werkspilotinnen Jutta Kleinschmidt/Fabrizia Pons verbesserten sich auf der fünften Etappe. Bis zur dritten Zeitkontrolle nach 229 Kilometern hatte sich die Deutsche im Volkswagen Race-Touareg bereits auf Platz neun der Tageswertung verbessert, als sie im Staub eines Vordermanns aufgehalten wurde. Pech hatten ihre Teamkollegen Bruno Saby/Matthew Stevenson. Das französisch-britische Duo fiel auf Platz 20 der Gesamtwertung zurück, weil ein Stein den hinteren linken Bremssattel zerschlug.

„Das war eigentlich unsere Prüfung. Leider sind wir anfangs im Staub von Nasser Al Attiyan gefahren, den wir nirgendwo sicher überholen konnten“, ärgerte sich Jutta Kleinschmidt. „Nach dem ersten Kontrollpunkt hatten wir freie Fahrt, doch dann haben wir uns kurz verfahren. So liefen wir wieder auf Al Attiyan auf und starten morgen erneut direkt hinter ihm. Der Race-Touareg lief auf den steinigen wie auch sandigen Strecken wunderbar."

Andrea Mayer verlor wegen eines Reifenschadens wichtige Minuten und wurde mit der vierzehntbesten Zeit gestoppt (+ 24.45 Min.). „Vor dem dritten Kontrollpunkt merkten wir, dass ein Reifen defekt ist. Wir haben zunächst versucht, uns während der Fahrt mit der bordeigenen Reifenfüllanlage ins Ziel zu retten. Aber das hat nicht geklappt. Wir mussten anhalten und das Rad wechseln“, berichtete die Allgäuerin, die als 14. der Gesamtwertung nur vier Minuten von einem Platz unter den besten Zehn entfernt ist.

Die morgige sechste Prüfung führt über 351 Kilometer von Quarzazate nach Tan-Tan. Die Strecke ist teilweise sehr steinig und hat viele kurvige Passagen.


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