RAID: Peterhansel baut Führung auf über eine Minute aus
Ari Vatanen entschied die erste Afrika-Etappe für sich
Auf der ersten Afrika-Prüfung der Rallye Dakar, einem 75 Kilometer langen Teilstück über schnelle Pisten bei der marokkanischen Hafenstadt Rabat, eroberten Stéphane Peterhansel und Massimo Biasion eine Doppelführung für Mitsubishi. Hinter Etappensieger Ari Vatanen (40.40 Min, Nissan) belegten die beiden Pajero Evolution-Piloten Peterhansel (+ 10 Sek.) und Biasion (+ 33 Sek.) die Plätze zwei und drei des vierten Rallye-Tages. Hiroshi Masuoka, der den dritten der 270 PS starken Allrad-Prototypen steuert, verbesserte sich mit der fünftbesten Zeit (+ 49 Sek.) des Tages vom sechsten auf den fünften Platz in der Gesamtwertung. Andrea Mayer blieb in der Zeitenaddition unverändert Zwölfte und hält weiterhin Kontakt zum Vorderfeld. „Es ist gut, dass Ari heute gewonnen hat“, kommentierte Peterhansel. „So starte ich morgen auf der längeren Prüfung nach ihm und weiß Massimo als Rückhalt hinter mir.“
Den Volkswagen Werkspilotinnen Jutta Kleinschmidt/Fabrizia Pons gelang auf der ersten Afrika-Etappe der Rallye Dakar ein weiterer Schritt nach vorn. Von Platz 27 verbesserte sich das deutsch-italienische Damen-Duo im Volkswagen Race-Touareg auf der vierten Etappe mit dem 14. Platz in der Tageswertung um elf Positionen auf Gesamtrang 16. Eine Position hinter der Dakar-Siegerin von 2001 kamen mit 31 Sekunden Abstand ihre Teamkollegen Bruno Saby/Matthew Stevenson in einem weiteren Race-Touareg ins Ziel. In der Gesamtwertung rückten sie vom 16. auf den 13. Platz vor. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 110,65 km/h war die Prüfung, die einen längeren Asphalt-Abschnitt enthielt, außergewöhnlich schnell.
Andrea Mayer berichtete im Prüfungsziel, das sie mit der zwölftbesten Zeit (+ 2.51 Min.) erreichte: „Die kurze Prüfung war fahrerisch keine große Herausforderung. Die Strecke führte überwiegend über Sand, es gab aber auch einige schlammige Passagen. Ich bin zu Beginn hinter Jutta Kleinschmidt gefahren, habe mich aber auf dem letzten Teilstück zur Sicherheit wieder etwas zurückfallen lassen.“
Dominique Serieys, der Team-Direktor von Mitsubishi Motors Motor Sports (MMSP), zog nach dem ersten Tag in Afrika eine positive Zwischenbilanz: „Es gab für unsere Fahrer keinen Grund, allzu viel Druck zu machen. Wir belegen die Plätze eins und zwei. Hiroshi Masuoka und Andrea Mayer sind ebenfalls hervorragend unterwegs.“
Nach einer Nacht in der Garnisonsstadt Er Rachidia erwartet die Dakar-Karawane auf dem 575 Kilometer langen Weg der fünften Etappe nach Quarzazate in der Mitte Marokkos die erste lange Prüfung. Die 337 Wertungskilometer führen die Akteure zunächst über steinige Wege und dann durch die berüchtigten Dünen des Erg „Chebbib“. „Das ist die erste richtige Prüfung der Rallye - ein guter Test“, blickt Spitzenreiter Peterhansel voraus.