RAID: Peterhansel: "Es war eine sehr schwierige Prüfung"
Unter schwierigen Bedingungen auf dem Weg nach Spanien - Stéphane Peterhansel
Auf der zweiten Prüfung der Rallye Dakar, die über 563 Kilometer von Narbonne in Frankreich nach Castellón in Spanien führte, ging es im wahrsten Sinne des Wortes eng zu: Die Strecke auf der nur 25 Kilometer langen Wertungsprüfung war so schmal, dass die breiten Geländewagen Probleme hatten, zu manövrieren. „Wir mussten mehrfach zurücksetzen, um einige Kurven zu nehmen“, berichtete Stéphane Peterhansel. Im Mitsubishi Pajero Evolution absolvierte der Franzose den anspruchsvollen Parcours in 25.03 Minuten und war damit nur drei Sekunden langsamer als die Bestzeit vor Josep Maria Servia (Schlesser-Ford).
Auch die Volkswagen-Teams Jutta Kleinschmidt/Fabrizia Pons und Bruno Saby/Matthew hatten alle Mühe mit der gestellten Aufgabe. In dieser für allradangetriebene Fahrzeuge wenig geeigneten Prüfung fuhr Bruno Saby auf Platz 18 und Jutta Kleinschmidt auf Rang 30.
„Die Europa-Sektionen sind bei der Rallye Dakar zwar für die Zuschauer interessant, für uns Fahrer aber oftmals ein wenig undankbar“, urteilte Jutta Kleinschmidt. „Die Strecke war so eng, dass selbst das Zurücksetzen nicht einfach war. Unsere Strecken kommen noch.“
Massimo Biasion steuerte seinen Mitsubishi Pajero Evolution auf Platz fünf. Der Italiener erlebte eine Schrecksekunde, als er in einer engen Kurve das Heck des Nissan von Kenjiro Shinozuka berührte. Beim anschließenden Überholmanöver touchierte Biasion noch mit langsamer Geschwindigkeit einen Baum. Auf Platz sechs folgte Hiroshi Masuoka im dritten Pajero Evolution. „Heute war es wichtig, kein unnötiges Risiko einzugehen“, kommentierte der erfahrene Japaner.
Die deutsche Werkspilotin Andrea Mayer hatte Reifen für schlammigen Untergrund gewählt. „Das war auf der rutschigen Strecke die richtige Entscheidung. Allerdings musste ich bei diesen Reifen auf steinigen Passagen aufpassen, um mir keinen Plattfuss einzuhandeln. Außerdem sorgten tiefe Spurrillen der vor uns gestarteten Motorräder und Autos für Schwierigkeiten.“ Wie alle Fahrer hatte auch die Allgäuerin ihre Probleme mit den engen Kurven. „Wir mussten insgesamt dreimal zurücksetzen. Das hat uns Zeit gekostet.“ Unterm Strich war Andrea Mayer mit dem 15. Platz, den sie an ihrem 36. Geburtstag eingefahren hat, zufrieden: "Ich bin glücklich, zum Vorderfeld zu gehören."
Die morgige 865 Kilometer lange dritte Etappe mit Ziel in der marokkanischen Hafenstadt Tanger beinhaltet eine neun Kilometer lange Wertungsprüfung am Strand von Castellón. „Nach der schwierigen Prüfung heute ist das eine Verschnaufpause, bevor es nach Afrika geht“, blickte Hiroshi Masuoka voraus.