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24h Bathurst: „Flying Germans“ verpassen knapp das Podium

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Fahren unter Extrembedingungen - die Nacht war besonders anstrengend |
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| Peter Brock, Greg Murphy, Jason Bright und Todd Kelly gewannen die zweite Ausgabe des 24-Stunden-Rennens im australischen Bathurst. Nach 24 Stunden und einer Distanz von 3274,251 Kilometern überquerten die vier Australier mit ihrem Holden Monaro CV8 die Ziellinie nur 0,3505 Sekunden vor Nathan Pretty, Garth Tander, Cameron McConville und Steven Richards im Schwesterauto. Dritte wurden Paul Morris, Peter Fitzgerald, Scott Shearman und John Teulan im Porsche 911 GT3 RC vor den heimlichen Helden von Bathurst, den „Flying Germans”, Jürgen und Uwe Alzen, Michael Bartels und Arno Klasen. Im leistungsmäßig unterlegenen Porsche 996 GT3 Cup holte sich das Team Alzen Motorsport nach 514 absolvierten Runden zudem den Sieg in der Klasse B.
Die Erschöpfung überwog unmittelbar nach dem Zieleinlauf. „Wir sind alle komplett am Ende“, so das kurze Statement von Uwe Alzen auf dem Weg ins Hotel. „Ans Feiern ist im Moment nicht zu denken.“
„Es war zum Teil sehr kritisch auf der Rennstrecke“, berichtete Michael Bartels. „Wir sind gut durch die Nacht gekommen und hatten keinerlei Probleme mit dem Fahrzeug. Nur zum Tanken, Räder- und Fahrerwechsel mussten wir die Box ansteuern und haben routinemäßig die Bremsbeläge gewechselt.“
Hinter dem deutschen Quartett liegen 24 Stunden, die es in sich hatten. Das Wetter an Australiens Ostküste präsentierte sich wechselhaft. Zum Teil sintflutartige Regenfälle führten sogar dazu, dass auf dem Mount Panorama Circuit das komplette Fahrerfeld zeitweise gestoppt werden musste.
„Ich dachte bislang, dass das Wetter nur in der Eifel manchmal verrückt spielen würde“, scherzte Bartels. „Wir waren hier am Mount Panorama Circuit wirklich von den heftigen Gewittern mit Regen und Sturm überrascht, kamen aber gut mit den Bedingungen zurecht.“ Arno Klasen ergänzte: „Der Kurs in Bathurst ist fast mit der Nordschleife gleich zu setzen. Es macht riesigen Spaß hier Rennen zu fahren.“
Von Position acht aus gestartet, arbeiteten sich Jürgen und Uwe Alzen, Michael Bartels und Arno Klasen bis auf die dritte Gesamtposition vor. Einige Ausfälle und vor allem die beherzte Fahrweise der vier Deutschen, die ihnen den Titel „Flying Germans“ einbrachte, spülten den weißen Porsche 996 GT3 Cup immer weiter nach vorne. Im letzten Rennviertel musste sich Bartels dann zunächst Morris/Fitzgerald/Shearman/Teulan im leistungsstärkeren Porsche 911 GT3 RC geschlagen geben.
Uwe Alzen konnte den Rückstand erneut aufarbeiten, wurde dann aber rund 80 Minuten vor Rennende durch eine Strafe zurück geworfen. Die Fahrertür, die bereits einige Stunden zuvor im Rennen für Probleme gesorgt hatte, als sie plötzlich aufsprang, war beim Boxenstopp während des Tankvorgangs geöffnet – laut Bathurst-Regularien verboten. Auch ein fulminanter Schlussspurt reichte nicht aus, um aufs Podium zu fahren.
„Ich denke dieses Rennen wird eine große Zukunft haben“, zog Michael Bartels sein erstes Resümé.
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