Vor wenigen Wochen noch im RECARO Formel-3-Cup unterwegs, ist Nassim Sidi Said nun in der Formel 1 gelandet. Wie das Fachblatt Motorsport aktuell in seiner neuesten Ausgabe berichtet, hat er beim Minardi-Team angedockt. Zitat: ‚Der am 14. Dezember 1972 in Tizi Ouzou geborene Algerier soll im Rennstall des Australiers Paul Stoddart eine Testchance erhalten, vor allem aber wird er Chef eines Förderprogramms auf der Suche nach arabischen Formel-Talenten’.
Nassim Sidi Said trat im Rahmen des Rennsport-Festivals vom 22. – 24. August 2003 auf dem A1-Ring im RECARO Formel-3-Cup an. Im Samstagrennen konnte er sogar auf dem zehnten Platz einen Meisterschaftspunkt erringen, den Sonntaglauf beendet der 30-Jährige auf dem 13. Platz. Vom RECARO Formel-3-Cup war Sidi Said begeistert: „Ich habe bislang in keiner Meisterschaft eine ähnliche gute und professionelle Organisation erlebt.“
Sidi Said begann seine Motorsport-Karriere 1993. Nach zwei Jahren im nationalen Tourenwagensport folgte 1995 der entgültige Umstieg in den Formelsport. Drei Jahre beschäftigte er sich mit der Formel-Renualt, ehe 1998 sein Einstieg in die Französische Formel-3-Meisterschaft erfolgte. Nach Stippvisiten in der Spanischen und Italienischen Formel-3-Meisterschaft (2001 und 2002) bestritt Sidi Said 2002 auch den Austria Formel-3-Cup.
Die Formel-1-Verpflichtung des Algeriers hat natürlich Hintergründe, wie Motorsport aktuell schreibt. So zielt Stoddart auf den Formel-1-GP in Bahrain am 4. April 2004 und auf die zahlreichen finanzstarken Firmen im Mittleren Ostern. Mit einem jungen Araber unter den Fittichen sind die Chancen auf der Suche nach Sponsoren größer.