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2003-11-09 14:55:14 - ju
WRC: Petter Solberg ist Rallye-Weltmeister

Weltmeister 2003: Petter Solberg
„Petter Solberg, Petter Solberg, you make me happy, when the sky is grey, and on gravel you´re leading the way!“ Die norwegischen Fans im Ziel der 18. und letzten Wertungsprüfung zur Wales Rally of Great Britain feierten ihren neuen Nationalhelden. Dabei war der Himmel rund um Cardiff nicht grau, sondern Subaru-blau. Und auch die Mehrzahl der britischen Fans drückte Petter Solberg die Daumen. Denn nicht nur seit Colin McRae in den 90er Jahren mit Subaru für Furore sorgte, ist die Marke mit den sechs Sternen auf der Insel sehr populär. Trotz zwei Bestzeiten auf der letzten Etappe mußte sich Sebastien Loeb mit Rang zwei zufrieden geben, Tommi Mäkinen komplettierte als Dritter den totalen Subaru-Triumph.

„Der größte Tag in meinem Leben nach der Geburt meines Sohn Oliver“, freute sich „Hollywood“. Der 28jährige Wikinger, bei dessen Anblick vor allem Frauenherzen höher schlagen, beeindruckte auf der letzten Etappe mit einer taktischen Meisterleistung. Mit einer harten und somit konservativen Reifenwahl ging Solberg lieber auf „Nummer sicher“ und nahm in Kauf, dass Rivale Sebastien Loeb einige Sekunden aufholte. Nachdem Harri Rovanperä seinen Peugeot 206 mit Problemen an der Kraftübertragung abstellen mußte, und Citroen der Marken-Titel so gut wie sicher war, blies Loeb zur finalen Attacke. Zwar markierte der Elsässer zwei der drei möglichen Bestzeiten des letzten Tages, doch der Rückstand von fast 40 Sekunden war nicht mehr aufzuholen. Der Frust hielt sich bei Loeb in Grenzen, hatte er doch einen großen Anteil am ersten Marken-WM-Titel für seinen Arbeitgeber Citroen.

Auch sein Teamkollege Colin McRae zog am Schlusstag noch einmal alle Register seines Könnens und erhöhte den Druck auf Tommi Mäkinen. Die beiden Altmeister begeisterten die rund 150.000 Fans auf den Prüfungen Rhondda eins und zwei sowie Margam Park zwei. Am Ende sollte der vierfache Weltmeister Mäkinen bei seinem 139. und letzten WM-Auftritt knapp die Nase vorn haben, zudem verlor McRae auf der letzten Prüfung etwas mehr als zwei Minuten bei einem Radwechsel.

Als einziger Ford-Werkspilot sah Francois Duval als fünter die Zielrampe, knapp vor Burns-Ersatz Freddy Loix im verbliebenen Werks-Peugeot 206. Dahinter sammelten die beiden Peugeot-Privatiers Manfred Stohl und Roman Kresta die ersten WM-Zähler die Saison. Peugeot-Youngster Juuso Pykälistö und der 18jährige Ford-Werksfahrer Jari-Matti Latvala komplettierten die Top Ten. Jimmy McRae, Vater von Colin und Alister, fuhr in einem privaten Subaru Impreza auf den guten 17. Gesamtrang. Neil Burgess sah beim letzten WM-Auftritt seines 20 (!) Jahre alten Minis das Ziel und wurde mit rund drei Stunden Rückstand gewertet. Ab 2004 ist der "alte" Mini nicht mehr homologiert.

WRC-Endergebnis nach 18 Wertungsprüfungen:
1. Solberg/Mills (Subaru Impreza) 3:28.58,1 Stunden
2. Loeb/Elena (Citroen Xsara) + 43,6 Sekunden
3. Mäkinen/Lindström (Subaru Impreza) + 2.58,8 Min.
4. C.McRae/Ringer (Citroen Xsara) + 5.28,1 Min.
5. Duval/Prevot (Ford Focus) + 7.16,1 Min.
6. Loix/Smeets (Peugeot 206) + 8.06,5 Min.
7. Stohl/Minor (Peugeot 206) + 8.48,4 Min.
8. Kresta/Tomanek (Peugeot 206) + 9.02,6 Min.
9. Pykälistö/Mannisenmäki (Peugeot 206) + 9.53,6 Min.
10. Latvala/Antilla (Ford Focus) + 12.25,3 Min.
11. Auriol/Giraudet (Skoda Fabia) + 15.45,9 Min.
12. Johansson/Carlsson (Toyota Corolla) + 17.03,4 Min.
13. Warmbold/Price (Ford Focus) + 18.20,7 Min.
17. J.McRae/Gullick (Subaru Impreza) + 32.32,0 Min.
39. Burgess/Holder (Rover Mini) + 2:29.03,1 Stunden

Wichtige Ausfälle:
WP 16: Gardemeister/Lukander (Skoda Fabia) Unfall
WP 16: Rovanperä/Pietilainen (Peugeot 206) Kraftübertragung
WP 14: Sola/Romani (Citroen Xsara) Feuer
WP 8: Panizzi/Panizzi (Peugeot 206) Kraftübertragung
WP 4: Airikkala/Gardner (Mitsubishi Lancer) technischer Defekt
WP 3: Märtin/Park (Ford Focus) Motorschaden (Überhitzung in WP 2)
WP 3: Grönholm/Rautiainen (Peugeot 206) Lenkung gebrochen (Baumstumpf getroffen)
WP 3: Hirvonen/Lehtinen (Ford Focus) Rad vorne links abgerissen
WP 3: Sainz/Marti (Citroen Xsara) Unfall

WP-Bestzeiten:
Solberg 13; Loeb 5

Endstand in der WRC (Fahrer):
1. Solberg 72; 2. Loeb 71; 3. Sainz 63; 4. Burns 58; 5. Märtin 49; 6. Grönholm 46; 7. C. McRae 45; 8. 8. Mäkinen 30; 9. Duval 30; 10. Panizzi 27; 11. Rovanperä 18; 12. Gardemeister 9; 13. Auriol und Loix je 4; 15. Robert, A. McRae, und Hirvonen je 3; 18. Schwarz 3; 19. Tuohino und Stohl je 2; 21. Ginley, Lindholm, Bugalski und Kresta je 1.

Endstand in der WRC (Marken):
1. Citroen 160 ; 2. Peugeot 145; 3. Subaru 109; 4. Ford 93 ; 5. Skoda 23; 6. Hyundai 12.


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