 |
WRC: Solberg hat Fahrer-WM-Titel zum greifen nah

|
 |
Petter fährt für Sebastien zu loeblich |
 |
 |
 |
 |
| Aus Sicht der Verantwortlichen bei der Marke mit den sechs Sternen im Kühlergrill fährt Petter Solberg mehr als loeblich. Auch nach dem zweiten Tag der Wales Rally of Great Britain führt der Norweger das Gesamtklassement an. Der Subaru Impreza-Pilot markierte auf allen acht Wertungsprüfungen die Bestzeit und vergrößerte den Vorsprung auf Sebastien Loeb auf mehr als 40 Sekunden. „Wir sind sehr zufrieden mit dem bisherigen Ergebnis, aber ich muß weiter voll konzentriert bleiben. Der kleinste Fehler und der Titel ist weg“, weiß Solberg, der in der 14. Prüfung eine Schrecksekunde überstehen mußte. „In einem tiefen Schlagloch beschädigten wir Lenkung und Aufhängung, zum Glück war alles reparabel.“
Verfolger Loeb muß weiterhin die richtige Mischung aus Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit finden. Nach dem frühen Ausfall von Carlos Sainz müssen Loeb sowie Colin McRae die fehlenden Punkte für Citroens Marken-Titel einfahren. „Der Konstrukteurs-Titel hat für uns Priorität“, bestätigte Loeb nochmals im Etappenziel. „Aber denkt an Spanien: Da hatte ich vor der letzten Etappe 50 Sekunden Vorsprung und verlor nach falscher Reifenwahl noch den Sieg. Daher sollte sich Petter nicht zu sicher fühlen!“
Um den dritten Podiumsrang balgen sich weiterhin die Altmeister Tommi Mäkinen und Colin McRae. Auch hier ist die Konstellation ähnlich der des Führungsduos: Subaru-Pilot Mäkinen hat nichts zu verlieren und möchte sich gerne mit einem Top-Ergebnis aus der Rallye-WM verabschieden, während McRae in seinem Xsara immer auch an das Ankommen und die Zähler für die Marken-WM denken muß. Hauptkonkurrent Peugeot muß aber allmählich an ein Wunder hoffen, denn abgesehen von den ohnehin fünf Punkten Rückstand sind Harri Rovanperä und Freddy Loix derzeit nur auf den Rängen fünf und sieben.
In der Junior-WM mußte Tabellenführer Brice Tirabassi seinen Renault Clio in der elften Prüfung nach einem Motorschaden abstellen. Rivale Salvador Canellas (Suzuki Ignis) liegt nach der zweiten Etappe nur auf dem sechsten Platz, braucht aber wenigstens Rang zwei, um sich den JWRC-Titel zu sichern. Bei derzeit über 13 Minuten Rückstand ein ziemlich unmögliches Unterfangen. Allerdings: Sollten Chris Meeke (Opel Corsa) oder Mirco Baldacci (Fiat Punto) noch ausfallen, könnte Suzuki seine anderen Piloten Daniel Carlsson, Jane-Ville Teuronen und Urmo Aava zurückpfeifen, um den Spanier auf den titelentscheidenden Platz zu lotsen.
WRC-Ergebnis nach 15 von 18 Wertungsprüfungen:
1. Solberg/Mills (Subaru Impreza) 2:48.55,4 Stunden
2. Loeb/Elena (Citroen Xsara) + 41,2 Sekunden
3. Mäkinen/Lindström (Subaru Impreza) + 2.25,2 Minuten
4. C.McRae/Ringer (Citroen Xsara) + 2.31,4 Min.
5. Rovanperä/Pietilainen (Peugeot 206) + 4.33,9 Min.
6. Duval/Prevot (Ford Focus) + 5.53,7 Min.
7. Loix/Smeets (Peugeot 206) + 6.29,2 Min.
8. Stohl/Minor (Peugeot 206) + 7.35,8 Min.
9. Kresta/Tomanek (Peugeot 206) + 7.36,5 Min.
10. Pykälistö/Mannisenmäki (Peugeot 206) + 8.03,9 Min.
11. Latvala/Antilla (Ford Focus) + 10.00,9 Min.
12. Auriol/Giraudet (Skoda Fabia) + 13.20,3 Min.
13. Warmbold/Price (Ford Focus) + 14.04,3 Min.
15. Gardemeister/Lukander (Skoda Fabia) + 21.23,1 Min.
Wichtige Ausfälle:
WP 14: Sola/Romani (Citroen Xsara) Feuer
WP 8: Panizzi/Panizzi (Peugeot 206) Kraftübertragung
WP 4: Airikkala/Gardner (Mitsubishi Lancer) technischer Defekt
WP 3: Märtin/Park (Ford Focus) Motorschaden (Überhitzung in WP 2)
WP 3: Grönholm/Rautiainen (Peugeot 206) Lenkung gebrochen (Baumstumpf getroffen)
WP 3: Hirvonen/Lehtinen (Ford Focus) Rad vorne links abgerissen
WP 3: Sainz/Marti (Citroen Xsara) Unfall
JWRC-Ergebnis nach 15 von 18 Wertungsprüfungen:
1. Carlsson/Andersson (Suzuki Ignis) 3:12.21,9 Stunden
2. Meeke/Patterson (Opel Corsa) + 25,9 Sekunden
3. Baldacci/Bernacchini (Fiat Punto) + 1.03,5 Minuten
4. Teuronen/Markkula (Suzuki Ignis) + 5.19,4 Min.
5. Aava/Sikk (Suzuki Ignis) + 5.24,3 Min.
6. Canellas/Amigo (Suzuki Ignis) + 13.06,2 Min.
7. Svedlund/Nilsson (VW Polo) + 16.38,9 Min.
8. Broccoli/Agnese (Opel Corsa) + 18.25,1 Min.
Wichtige Ausfälle:
WP 12: Katajamäki/Laaksonen (VW Polo) technischer Defekt
WP 11: Tirabassi/Renucci (Renault Clio) Motor überhitzt
WP 5: Feghali/Matar (Ford Puma) Getriebeschaden
WP 5: Willks/Pugh (Ford Puma) Motorschaden
Verwandte News: Frühes Aus für Carlos Sainz Drei Piloten und zwei Marken kämpfen um den Titel Burns startet nicht beim Finale |  |