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WRC: Drei Piloten und zwei Marken kämpfen um den Titel

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Neben Sainz und Loeb könnte auch Solberg die WM für sich entscheiden |
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| Das spannendste WM-Finale der Rallyegeschichte steht vor der Tür: Die 59. Wales Rally Great Britain, zu Weltruhm unter der früheren Bezeichnung RAC-Rally gekommen. Insgesamt 18 Wertungsprüfungen mit einer Gesamtlänge von 376,81 Kilometern stehen rund um die walisische Hafenstadt Cardiff auf dem Programm. Knapp 90 Teams, unter ihnen die Altmeister Jimmy McRae und Pentti Airikkala, haben für den 14. WM-Lauf der Saison ihre Nennung abgegeben.
Nach dem krankheitsbedingten Ausfall von Richard Burns (wir berichteten) bleiben mit Carlos Sainz, Sebastien Loeb und Petter Solberg drei Piloten übrig, die den Fahrertitel noch erringen können. Die beiden Citroen-Piloten führen derzeit mit 63 Punkten gemeinsam das Klassement ab, der Subaru-Pilot folgt mit einem Punkt Rückstand. In der Marken-WM liegt Citroen mit 147 Zählern vor Peugeot mit 142.
Loeb: „Ohne meinen Fahrfehler von Korsika und die falschen Reifen in Spanien könnte ich schon jetzt Weltmeister sein, aber das Jammern nutzt jetzt auch nichts mehr. Auf der anderen Seite habe ich mit 0,6 Sekunden Vorsprung in Spanien noch den zweiten Rang gerettet, sonst hätte ich jetzt zwei Punkte weniger auf dem Konto. Ich muß nach vorne schauen und freue mich auf die RAC. Dreimal bin ich dort seit 1999 gestartet und ich mag diese schnellen Prüfungen bei Matsch und Nebel. Keiner von uns Dreien kann taktisch fahren, wir müssen alle attackieren. Also muß ich von der ersten Prüfung an voll konzentriert sein!“
Ein paar Punkten aus Spanien trauert auch Carlos Sainz noch nach. „Auf der letzten Prüfung noch drei Ränge zu verlieren, ist natürlich ärgerlich“, seufzt der Weltmeister von 1990 und 1992 noch heute. „Aber das ganze Jahr über hat mich die Technik meines Citroens nicht im Stich gelassen, daher will ich wirklich nicht meckern.“ Als erster Südeuropäer siegte Sainz 1990 bei der RAC. „Ich mag diese Rallye sehr, auch wenn ich sie in den Jahren noch besser fand, als man vorher nicht abfahren durfte. Für dieses Jahr rechne ich mir gute Chancen aus, die Rallye und beide Titel zu gewinnen. Wenn es nicht klappen sollte, werde ich nicht zu enttäuscht sein. Schließlich sah es Ende 2002 so aus, als könnte ich dieses Jahr nicht fahren und dafür war es doch sehr erfolgreich.“
Hochmotiviert reist natürlich Vorjahressieger Petter Solberg nach Cardiff. „Die Saison war so aufregend und erfolgreich, aber jetzt muß ich mich auf die RAC konzentrieren. Ich habe es selber in der Hand, den Fahrertitel zu gewinnen. Aber vor allem gegen den erfahrenen Carlos wird es sehr schwer. Und auch Sebastien hat im Verlauf der Saison gezeigt, dass er ein schneller Schotter-Pilot ist. Sollte ich den Titel holen, hat mein Teamkollege Tommi Mäkinen einen sehr großen Anteil hieran. Denn von ihm habe ich soviel gelernt und ich bedaure, dass er nach der RAC aufhört!“ Optimistisch ist auch Solbergs Teammanager David Lapworth: „Von der letzten acht RAC-Rallies, die zur WRC gewertet wurden, haben wir sechs gewonnen. Daher sind wir auch für dieses Jahr zuversichtlich und wir werden alles tun, Petter zu unterstützen. Mein Traum ist, dass Petter und Tommi auf das Podium fahren!“
Die RAC-Rally ist gleichzeitig auch der siebte und letzte Lauf zur Junior-WM (JWRC) und der letzte Auftritt für einen Ur-Mini in der Rallye-WM, denn die Homologation des „guten, alten Minis“ endet Ende 2003. Nigel Burgess wird mit seinem Rover Mini als letzter über die Startrampe rollen und hoffen, am Sonntagmittag das Ziel in Cardiff zu erreichen.
Wichtige Starter 59. Wales Rally of Great Britain:
1 Grönholm, 2 Loix (?), 3 Rovanperä (alle Peugeot 206), 4 Märtin, 5 Duval, 6 Hirvonen (alle Ford Focus), 7 Solberg, 8 Mäkinen (beide Subaru Impreza), 14 Auriol, 15 Gardemeister (bei Skoda Fabia), 17 C.McRae, 18 Loeb, 19 Sainz (alle Citroen Xsara), 20 Latvala (Ford Focus), 21 Panizzi, 22 Kresta (beide Peugeot 206), 23 Warmbold (Ford Focus), 24 Pykälistö (Peugeot 206), 25 Sola (Citroen Xsara), 32 A. McRae (Subaru Impreza), 33 Ginley (Ford Focus), 34 Stohl (Peugeot 206), 36 Dale, 38 Laukkanen, 100 Rowe (alle Subaru Impreza), 101 McShea (Misubishi Lancer), 106 J. McRae (Subaru Impreza), 107 Airikkala (Mitsubishi Lancer), 136 Burgess (Rover Mini)
Stand in der WRC (Fahrer):
1. Sainz und Loeb je 63; 3. Solberg 62; 4. Burns 58; 5. Märtin 49; 6. Grönholm 46; 7. C. McRae 40; 8. Panizzi 27; 9. Duval 26; 10. Mäkinen 24; 11. Rovanperä 18; 12. Gardemeister 9; 13. Auriol 4; 14. Robert, A. McRae, Schwarz und Hirvonen je 3; 18. Tuohino 2; 19. Ginley, Lindholm, Bugalski und Loix je 1.
Stand in der WRC (Marken):
1. Citroen 147 ; 2. Peugeot 142; 3. Subaru 93; 4. Ford 89 ; 5. Skoda 21; 6. Hyundai 12.
Stand in der JWRC nach 6 von 7 Läufen:
1. Tirabassi 38; 2. Canellas 31; 3. Carlsson 23; 4. Aava 20; 5. Wilks 18; 6. Teuronen 13; 7. Baldacci 12; 8. Katajamäki und Ligato je 10; 10. Broccoli 9; 11. Cecchettini, Iliev und Meeke je 8; 14. Feghali 7; 15. Svedlund und Ceccato je 5; 17. Sebalj 3; 18. Harrach 1.
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