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2003-11-03 22:41:05 - ju
Youngtimer: Trotz Röhrl: Senge ist Favorit bei Köln-Ahrweiler

(c) Jan Philipp Brucke
2002 noch im Vorwagen, 2003 stehen die Zeichen auf Angriff
Die 33. ADAC Rallye Köln-Ahrweiler bildet einmal mehr den Saisonabschluss für die heimischen Piloten. Zum zehnten Mal in Folge ist diese Traditionsveranstaltung für sogenannte Youngtimer ausgeschrieben. Waren in der Vergangenheit Fahrzeuge der Jahre 1966 bis 1981 startberechtigt, so wurde die Baujahrsgrenze auf 1988 angehoben. Der Start zur Rallye erfolgt am Freitag um 17.30 Uhr in Mayschoss/Ahr, die Zieleinfahrt ist am Samstag ab 16.30 Uhr.

Angeführt wird das hochkaratige Starterfeld von keinem geringeren als dem zweifachen Weltmeister Walter Röhrl. Der Regensburger startet mit einem Porsche 911, einem ehemaligen Werkswagen aus dem Jahr 1974. Und sein langjähriger Weggefährte Christian Geistdörfer nimmt auf dem heißen Stuhl Platz. Motor und Getriebe wurden exakt nach Röhrls Wünschen neu aufgebaut und in den 911er verpflanzt, den Christopher Stahl zur Verfügung stellt. Doch als großer Favorit gilt Guido Senge, der eine 88er Toyota Celica 4WD an den Start bringt. Röhrls Können ist unbestritten, doch 50 Mehr-PS, Allrad und 14 Jahre weniger auf dem Buckel sind nicht von der Hand zu weisen. Auch Georg Berlandy, im Opel Ascona 400 Sieger der letzten drei Jahre, gehört zu den Favoriten.

Wie sein Teamkollege Walter Röhrl startet auch der Bonner Fahrradhändler Christopher Stahl in einem Porsche 911. Michael Stoschek, Max Schneider und auch Helge Förster bringen weitere Zuffenhausener an den Start. Nach problemreichen Jahren kehren Dr. Helmut Stein (jetzt Ford Escort BDA) und Gustav Edelhoff (jetzt Opel Kadett C) ihren Lancia Stratos den Rücken.

Auf einen Platz unter den ersten zehn, vielleicht sogar unter den ersten fünf, hoffen die Remscheider Paul Jerlitschka und Stefan Schlesack. Jerlitschka und Beifahrer Dietmar Moch haben sich einen Ford Sierra Cosworth geliehen, das vielleicht stärkste Fahrzeug des Starterfeldes. Die Werkswagen des Jahres 1988 konnten damals bis zu 600 PS mobiliseren, aber auch heute ist der „Cossie“ in Privatfahrerhänden noch für 400 Pferde gut. Stefan Schlesack und Schwager Jörg Ramme nehmen, wie gewohnt, im Cockpit des Ford Escort RS2000 Platz. Mit diesem Fahrzeug konnten die beiden im Jahr 1998 die Köln-Ahrweiler gewinnen.

Was wäre eine Rallye ohne zwei echte Finnen? Erkki Granlund aus Eura in West-Finnland startet zusammen mit Pekka Kariniemi im Opel Ascona A. Der 53jährige Granlund hat wie Hans-Jürgen Ernzer, Jean-Marie Jacobs, Heinz-Robert Jansen sowie Vater und Sohn Heinz und Guido Kottmann keine der zehn Youngtimer-Rallyes Köln-Ahrweiler verpasst.

Wichtige Starter Rallye Köln Ahrweiler:
1 Röhrl/Geistdörfer (Porsche 911), 2 Berlandy/Martick (Opel Ascona 400), 3 Jerlitschka/Moch (Ford Sierra Cosworth), 4 Drzensla/Schneider (Ford Escort), 5 Senge/Fischer (Toyota Celica), 6 Schlesack/Ramme (Ford Escort), 7 Stein/Witt (Ford Escort), 8 Stahl/tba (Porsche 911), 9 Stoschek/Schneppenheim (Porsche 911), 10 Schilling/Diehm (Audi 80), 11 Jansen/Kremer (Opel Manta), 12 Granlund/Kariniemi (Opel Ascona), 16 Schneider/Schreyer (Porsche 911), 25 Kohlmann/Tietz (Lancia Delta), 31 Lenarz/Müller (Opel Kadett), 33 Kottmann/Kottmann (Opel Kadett), 38 Schäfer/Jacobs (BMW 2002), 48 Schramm/Bayer (Opel Ascona)
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