Rallye nat.: Wer anders als ein Grube fährt, fällt selbst drauf rein
Deutscher Pass, finnisches Können: Michael Grube
Doppelsieg für Färber Motorsport bei der ADAC-Rallye Siegerland-Westerwald: Teamchef Frank Färber siegt mit dem Mitsubishi Carisma Evo IV vor seinem Teamkollegen Dark Liebehanschel im Mitsubishi Lancer Evo VI. Der drittplatzierte „Anders Feldmann“ (Honda Civic) hatte bereits über eine Minute Rückstand. Hinter Jochen Hirsch im Ford Escort Cosworth landete mit Andreas Gerst bereits der beste BMW 318iS in Cup-Spezifikation auf dem fünften Gesamtrang im Feld der 130 Fahrzeuge. Auf dem Truppenübungsplatz Stegskopf standen insgesamt drei Wertungsprüfungen, die je doppelt gefahren wurden, auf dem Programm.
Hirsch setzte zwar in der letzten Prüfung noch einmal alles auf eine Karte, aber der Kölner Pseudonym-Pilot sollte am Ende knapp die Nase vorn haben, den letzten Podiumsplatz ergattern und in der hart umkämpften Gruppe F bis 2000 ccm (51 Starter!) triumphieren. Gerst und Cup-Kollege Thorsten Stendebach fuhren auf die Plätze zwei und drei vor dem immer spektakulären Erik Sindermann im Renault R 5. Nach längerer Rallye-Pause war Marco Walz (BMW 318iS) als fünfter sehr zufrieden und auch der sechstplatzierte Jochem „Hölle“ Möller (Honda Integra) freute sich über eines seiner besten Saisonergebnisse.
Neben den BMW 318iS-Cupfahrzeugen heizten vor allem die Teilnehmer des Volvo-Original-Cups den zahlreichen Zuschauern mächtig ein. Rainer Keck war einmal mehr der Schnellste und eroberte sogar noch den letzten Top Ten-Rang.
Der vielumjubelte Star und Liebling der Massen war aber einmal mehr Michael Grube mit seinem Opel Corsa A. Seit Jahren begeistert der Pilot aus Eggstedt im Kreis Itzehoe das Westerwälder Publikum mit seinen atemberaubenden Drifts und der sensationellen Fahrzeugbeherrschung. Grube lenkte den kleinen Opel Corsa A auf den unglaublichen sechsten Gesamtrang. Die Konkurrenz sah nur noch die Rücklichter des Norddeutschen oder landete beim Versuch, Grubes Speed mitzugehen, im Graben. Wie sagte doch ein fachkundiger Zuschauer: „Grube hätte das Zeug, ein Schützling von Timo Jouhki zu werden. Schade, dass dieser bei der Tour de Corse und nicht hier am Stegskopf ist.“
Endstand nach 6 Wertungsprüfungen:
gestartet/gewertet: 130/99 Teams
1. F.Färber/Freiberger (Mitsubishi Carisma) 19.26,0 Minuten (1. Gruppe N über 2000 ccm)
2. Liebehenschel/Busch (Mitshubishi Lancer) + 27,6 Sekunden
3. „Anders Feldmann“/Hartmann (Honda Civic Type-R) + 1.12,0 Minuten (1. Gruppe F bis 2000 ccm)
4. Hirsch/Weiper (Ford Escort Cosworth) + 1.13,1 Min. (1. Gruppe F über 2000 ccm)
5. Gerst/Ziegler (BMW 318iS) + 1.22,4 Min. (1. BMW-Cup)
6. Grube/Rohlf (Opel Corsa A) + 1.24,2 Min. (1. Gruppe F bis 1600 ccm)
10. Keck/Hab (Volvo 244) + 1.44,7 Min. (1. Volvo-Cup)
26. Wolf/Klockhaus (VW Polo) + 2.37,1 Min. (1. Gruppe F bis 1300 ccm)
33. Löffel/Bardehle (Nissan Sunny) + 2.51,5 Min. (1. Gruppe G1)
43. Heimes/Drobe (Peugeot 205) + 3.06,9 Min. (1. Gruppe G3)