Wie in der Formel 1 fiel auch in der Formel König powered by Volkswagen die Titelentscheidung erst im letzten Rennen der Saison. Und nur wenige Minuten nachdem Michael Schumacher, in 1988 der erste Gesamtsieger der Formel König, in Japan seinen sechsten Weltmeistertitel in der Königsklasse einfuhr, konnte sich der Österreicher Franz Kuncic im Motopark Oschersleben als der neue Titelträger der Formel König feiern lassen. Jan Seyffarth gewann das Sonntagsrennen und holte sich damit den Vizetitel. Jerôme D’Ambrosio und Bruno Fechner belegten die Plätze zwei und drei. Am Samstag hatte Kuncic vor D’Ambrosio und Seyffarth gewonnen.
Franz Kuncic eroberte die Pole-Position für das Samstagsrennen. Er umrundete den 3,667 Kilometer langen Kurs in der Magdeburger Börde in 1.29,890 Minuten. Auf Platz zwei qualifizierte sich Jerôme D’Ambrosio vor Bruno Fechner und Stephan Czerwonka.
Im Qualifying für den Lauf am Sonntag war Jerôme D’Ambrosio der Schnellste. Mit seiner Bestzeit von 1.30,460 Minuten führte er die Rangliste an vor Franz Kuncic. Bruno Fechner und Stephan Czerwonka belegten wie im Training für das Samstagsrennen die Plätze drei und vier in der Startaufstellung.
Beim Start des Samstagsrennens setzte sich D’Ambrosio in Führung vor Kuncic und Matthias Moorloher. Jan Seyffarth war Vierter vor Bruno Fechner. Führungswechsel in Runde zwei: Beim Ambremsen der ersten Kurve ging Kuncic an D’Ambrosio vorbei. Matthias Moorloher drehte sich kurz darauf und fiel vom dritten auf den 14. Platz zurück. Jan Seyffarth erbte so Position drei. Aber damit war das Pech von Moorloher noch nicht beendet: In Runde sieben drehte er sich in Turn 4 von der Strecke und musste das Rennen im Kiesbett vorzeitig beenden. Auch Bruno Fechner drehte sich, konnte erst nach sehr langer Zeit wieder weiterfahren, drehte sich aber später nochmals und parkte sein Auto daraufhin endgültig an der Box. Keine Probleme für den Spitzenreiter: Kuncic siegte vor D’Ambrosio und Seyffarth.
Die feuchte Strecke am frühen Morgen machte vielen Fahrern zu schaffen. Kuncic verlor zwei Plätze beim Start, D’Ambrosio setzte sich in Führung, während Fechner in der ersten Kurve von der Strecke kreiselte. Jan Seyffarth schob sich auf Rang zwei nach vorne, Franz Kuncic war Dritter. In Runde zwei drehte sich Kuncic, konnte aber das Rennen fortsetzen. In Runde drei kam es zum Führungswechsel als Seyffarth an D’Ambrosio vorbeiging. Zwei Runden später drehte sich Kuncic erneut und beendete das Rennen im Kiesbett, wusste aber, dass sein Vorsprung in der Gesamtwertung zum Titelgewinn reichen würde. Jan Seyffarth konnte es fortan ruhig angehen lassen. Er musste in Runde zehn D’Ambrosio vorbeilassen, aber die Freude des Belgiers währte nicht lange: Nur wenige Meter später drehte sich D’Ambrosio von der Strecke und reihte sich als Zweiter wieder ein. Seyffarth siegte vor dem Belgier und Bruno Fechner.