DTC: Claudia Hürtgen holt als erste Frau DTC-Titel
Im Finale alles klar gemacht: Claudia Hürtgen
Ein siebter Platz im Sprint- und ein fünfter im Hauptrennen reichten Claudia Hürtgen im BMW 320i um sich den Meistertitel in der DTC-Saison 2003 zu sichern. Die Aachenerin gewinnt damit als erste Frau überhaupt ein Tourenwagen-Championat. Das DTC-Finalrennen im Motopark Oschersleben gewann ihr Markenkollege Thomas Winkelhock vor Michael Funke (Ford Focus ST) und Franz Engstler (BMW 320i). Für den Schwaben war es nach dem Rennen auf dem Salzburgring der zweite Saisonsieg. „Nach dem vermasselten Qualifikationstraining habe ich alles riskiert – und es hat gepasst.“ Im morgendlichen Qualifikationstraining wurde er nur Elfter. Aber der Fahrer aus dem Schubert-Team hatte sich für das Sprintrennen gebrauchte Dunlop-Pneus aufbewahrt um das anschließende Hauptrennen auf frischen Reifen in Angriff zu nehmen. Im Hauptrennen über 16 Runden profitierte er zunächst von einem Zweikampf zwischen Molenaar und Funke, der ihm Platz zwei bescherte. Wenige Runden später hatte er nach dem Ausfall des Führenden Thomas Klenke freie Bahn und überquerte mit 6,188 Sekunden Vorsprung auf Michael Funke als Sieger die Ziellinie. Der lobte nach Fallen der Zielflagge Laufsieger Winkelhock: „Mit 60 Kilogramm Zusatzgewicht war einfach nicht mehr drin. Thommy ist ein tolles Rennen gefahren!“ Mit 1:37,88 Minuten fuhr Winkelhock auch die schnellste Runde des Rennens.
Mit drei Siegen in 16 Rennen sammelte Claudia Hürtgen insgesamt 318 Punkte und holte vor Patrick Bernhardt (Ford Focus ST) die Meisterkrone. Sie gewann den Saisonauftakt im Motopark Oschersleben, und war in Hockenheim sowohl im Sprint- als auch im Hauptrennen die Schnellste. „Ich bin erleichtert, dass es am Ende doch geklappt hat“, sagte die frischgebackene Meisterin nach dem Rennen. „Zwischen dem Sprint- und dem Hauptrennen war ich noch sehr angespannt. Die Freude über den Gewinn der Meisterschaft kommt erst so langsam hoch…“ Ob Claudia Hürtgen auch im nächsten Jahr in der DTC starten wird, ist noch unklar. „Die Saison ist gerade erst vorbei, man muss sehen was möglich ist. Vielleicht gehe ich im nächsten Jahr wieder mit Schubert an den Start, aber auch ein Engagement in einer höheren Serie kann ich mir gut vorstellen.“ Neben vielen Gratulanten vor Ort erhielt die neue DTC-Meisterin übrigens auch ein Glückwunsch-Fax aus Japan…