Rallye nat.: Carsten Alexy siegt bei Taunus-Revival
Gesamtsieg für Carsten Alexy bei der ADAC Taunus-Rallye
Vierter Saisonsieg für Carsten Alexy: Nach Braach, Melsungen und Mainfranken feierte der Audi S2 Quattro-Pilot auch bei der ADAC Taunus-Rallye den Gesamtsieg. Nach vier Durchgängen auf den Zuschauerrundkurs im Industriegebiet Usingen, wobei beide Fahrtrichtungen jeweils doppelt gefahren wurden, siegte Alexy vor Marko Koch im Opel Kadett C und Kay Ruck im 1600er-VW Golf GTi. „We are back“, freute sich der stellvertretende Rallyeleiter Rainer Wehner nach dem gelungenen Revival der Taunus-Rallye, die zuletzt 1985 stattfand. „Nach diesem Rallyesprint werden wir im Februar 2004 wieder eine richtige Rallye veranstalten.“ Die Verbindungsetappen der diesjährigen Ausgabe führten übrigens über die Wertungsprüfungen von Februar 2004!
Slalomspezialist Marko Koch und Kay Ruck überzeugten die zahlreichen Zuschauer mit einer starken fahrerischen Leistung. Auch ein kleiner Frontschaden, den sich Koch an einer der viel zu harten und nicht zeitgemäßen Stahlgitterboxenschikanen einfing, konnte die Freude über den zweiten Gesamtrang nicht trüben.
Vor allem im dritten Durchgang, als ein Regenschauer die Anforderungen an die Fahrer höher schraubte, trennte sich die Spreu vom Weizen. Dieser Regenschauer ließ Uwe Kiehm im PS-gewaltigen C-Coupe noch auf Rang fünf abrutschen. „Meine Reifen hatten für den Regen einfach zu wenig Profil“, ärgerte sich der Risse-Pilot. Nach über zehnjähriger Rallyepause entstaubte Rundstreckenpilot Ralph-Peter Rink sein altes C-Coupe und fuhr auf Platz sieben. Mit Hans-Robert Holzer auf Rang neun fuhr ein weiterer Rundstreckenexperte unter die Top Ten. Publikumsliebling war unbestritten Thorsten Stendebach mit dem BMW 318iS in Cup-Spezifikation. Zur Freude der Fans drehte Stendebach auf der letzten Prüfung gleich mehrere Runden zu viel.
Udo Schiffmann, mit der Start-Nummer eins unterwegs, mußte seine Hoffnungen auf ein gutes Ergebnis schon in der zweiten Prüfung nach einem Abflug begraben. Die Zuschauer überredeten den Piloten der SFG Vogelsberg weiterzufahren und im Ziel gab es noch wenigstens den 14. Gesamtrang. Ein spannendes Duell lieferten sich im Kampf um den Sieg in der Gruppe F bis 1300 ccm Thomas Schultz im Opel Kadett D und Jochen Werner im VW Polo. Trotz kräftiger Stahlgitterboxendeformationen im Frontbereich sollte Schultz am Ende mit 1,5 Sekunden Vorsprung die Nase vorn haben.
Endergebnis nach vier Wertungsprüfungen:
1. Carsten Alexy/Karlheinz Knaus (Audi S2 Quattro) 14.56,6 Minuten (1. Gruppe F über 2000 ccm)
2. Marko Koch/Stedan Assmann (Opel Kadett C) 15.01,7 Min. (1. Gruppe F bis 2000 ccm)
3. Kay Ruck/Thorsten Pistor (VW Golf GTi) 15.06,3 Min. (1. Gruppe F bis 1600 ccm)
4. Jörg Schuhey/Tanjy Timmer (Opel Astra GSi) 15.08,9 Min. (1. Gruppe N/F2005 bis 2000 ccm)
5. Uwe Kiehm/Heiko Ziebuhr (Opel Kadett C) 15.18,9 Min.
6. Stefan Trenkel/Wolfgang Pietsch (Ford Escort RS2000) 15.30,0 Min.
7. Ralph-Peter Rink/Michael Schenk (Opel Kadett C) 15.30,7 Min.
8. Alexander Grolig/Franz Grolig (VW Golf GTi) 15.38,9 Min.
9. Hans-Robert Holzer/Dirk Ossenberg (BMW M3) 15.38,9 Min.
10. Michael Seidl/Matthias Dönges (Opel Kadett D) 15.43,1 Min.
wichtige Ausfälle:
WP 2: Michael Rausch/Stefan Reizh (Opel Ascona) Hinterachse
WP-Bestzeiten:
Alexy, Koch, Ruck und Schiffmann je 1