 |
WRC: Viel Lob für Loeb

|
 |
Später sollte Petter Solberg das Lachen vergehen: kein Benzin mehr im Subaru |
 |
 |
 |
 |
| „Super Seb“ hat wieder zugeschlagen: Auf der ersten Etappe der Rallye San Remo hat der Citroen-Pilot mal wieder die Konkurrenz dermaßen verblasen, dass diesen nichts mehr einfällt. „Der fährt einfach in einer anderen Welt“, mußte dann auch Doppelweltmeister Marcus Grönholm neidlos anerkennen. „Ich verliere zuviel beim Bremsen und wenn der Asphalt feucht wird.“ Für den Elsässer Loeb hingegen lief alles nach Plan. „Auto ist gut, Strecken sind o.k., eigentlich alles bestens“, gab der 30jährige zu Protokoll, der vier der sechs möglichen Bestzeiten markierte.
Einzig Markko Märtin konnte das Tempo der Citroen-Speerspitze mitgehen und zwei Bestzeiten für sich verbuchen. „Auf der zweiten Prüfung mussten wir das Tempo etwas zurücknehmen, weil sich Laub vor den Kühlern verfangen hatte. Ansonsten lief alles bestens. Aber Sebastien war heute zu stark“, war der Este dann voll des „Loebes“.
Wer geglaubt hatte, dass Loeb alle drei Asphalt-Orgien im Oktober benötigt, um die Spitze in der WM zu übernehmen, der hatte sich wohl verkalkuliert. Denn nach dem aktuellen Stand der Dinge wäre der Franzose bereits jetzt Tabellenführer. Denn der derzeitige Meisterschaftsleader Richard Burns liegt nur auf Rang zehn und bekäme somit keine Punkte. „Mir fehlt das Selbstvertrauen, ich verstehe es einfach nicht“, zeigte sich der Engländer ungewohnt selbstkritisch. Und der zweitplatzierte Petter Solberg ist schon nicht mehr mit von der Partie, da im Subaru zwei Kilometer vorm Etappenziel der Kraftstofftank leer war. „Mir fehlen die Worte“, war der Norwegische Frauenschwarm den Tränen nah.
Während Carlos Sainz (Citroen) und Francois Duval (Ford) mit den Rängen vier und fünf sehr zufrieden sind, kehrte der sechste Gilles Panizzi unglücklich zum Etappenziel zurück. „Wir haben zwar im Service Änderungen am Fahrwerk vorgenommen, aber diese ergaben keine Verbesserung“, mußte der Sieger der letzten Jahre eingestehen. „Jetzt fahren wir wieder mit der Vorjahresabstimmung und es geht etwas besser. Mal sehen, wie die anderen beiden Tage verlaufen werden.“ Nicht mehr dabei sind Mikko Hirvonen nach einem Motorschaden am Ford Focus und Toni Gardemeister, der nach Bremsenausfall mit dem Skoda Fabia von der Piste abkam.
In der Super 1600-Kategorie führen die beiden Renault Clio von Nicolas Bernardi und Simon Jean-Joseph, die allerdings beide für die JWRC-Wertung nicht punkteberechtigt sind. Mit Mirco Baldacci im Fiat Punto liegt der beste JWRC-Pilot auf Rang drei, Daniel Carlsson (Suzuki Ignis) ist fünfter. Pech hatte Tabellenführer Brice Tirabassi, der in der zweiten Prüfung mit seinem Renault Clio von der Piste rutschte und zwölf Minuten verlor. Auf der Verbindung zum Etappenziel mußte Tirabassi dann endgültig mit Elektrikproblemen aufgeben.
WRC-Stand nach 6 von 14 Wertungsprüfungen:
1. Loeb/Elena (Citroen Xsara) 1:30.15,7 Stunden
2. Märtin/Park (Ford Focus) + 32,4 Sekunden
3. Grönholm/Rautiainen (Peugeot 206) + 49,6 Sek.
4. Sainz/Marti (Citroen Xsara) + 1.14,8 Minuten
5. Duval/Prevot (Ford Focus) + 1.19,0 Min.
6. Panizzi/Panizzi (Peugeot 206) + 1.29,6 Min.
7. McRae/Ringer (Citroen Xsara) + 1.41,9 Min.
8. Mäkinen/Lindström (Subaru Impreza) + 2.50,2 Min.
9. Bugalski/Chiaroni (Citroen Xsara) + 2.52,3 Min.
10. Burns/Reid (Peugeot 206) + 3.05,2 Min.
11. Robert/Bedon (Peugeot 206) 3.13,8 Min.
12. Kresta/Tomanek (Peugeot 206) + 4.32,1 Min.
13. Auriol/Giraudet (Skoda Fabia) + 5.12,5 Min.
Wichtige Ausfälle:
nach WP 6: P.Solberg/Mills (Subaru Impreza) kein Kraftstoff mehr
WP 3: Hirvonen/Lehtinen (Ford Focus) Elektrik
WP 2: Gardemeister/Lukander (Skoda Fabia) Unfall
JWRC-Stand nach 6 von 14 Wertungsprüfungen:
1. Bernardi/Brissart* (Renault Clio) 1 :39,31,7 Stunden
2. Jean-Joseph/Boyere* (Renault Clio) + 0,2 Sekunden
3. Baldacci/Bernacchini (Fiat Punto) + 57,2 Sek.
4. Liatti/Geninnatti* (Peugeot 206) + 1.56,1 Minuten
5. Carlsson/Andersson (Suzuki Ignis) + 1.19,3 Min.
6. Meeke/Patterson (Opel Corsa) + 1.44,5 Min.
7. Broccoli/Girelli (Renault Clio) + 2.17,8 Min.
8. Joge/Stigh (Peugeot 206) + 2.18,5 Min.
*= nicht eingeschrieben in JWRC
Wichtige Ausfälle:
WP 6: Aava/Sick (Suzuki Ignis) Antriebswelle
WP 2: Donchev/Manolov (Peugeot 206) Unfall
Verwandte News: San Remo ohne Hyundai Hyundai: Auf low-budget folgt no-budget Petter Solberg gewinnt Herzschlagfinale |  |